Der Online-Marketing-Stundenplan für SEO

Beitrag aus Ausgabe 76 / Februar 2019
SEO
Markus Hövener

ist Chefredakteur des Magazins suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEA-Agentur Bloofusion Germany.

Gerade bei der Suchmaschinenoptimierung gibt es immer was zu tun. Aber welche Aspekte sollte man täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich überprüfen

SEO ist gar nicht so einfach – auch, weil es nicht „das“ SEO gibt. Eine kleine Arzt-Website benötigt ganz andere (und seltener) Maßnahmen als ein großes Portal mit einer gewaltigen Anzahl an Inhalten. Auf den folgenden Seiten findet sich daher eher ein Korb an Maßnahmen in Form von vier Tabellen, aus dem sich Website-Betreiber bedienen können. Sind diese Maßnahmen für die eigene Website sinnvoll? Oder sollte man seine Energie eher auf andere Aspekte legen

Die Tabellen

In den nachfolgenden vier Tabellen geht es um diese Themen:

Tabelle 1: Das laufende Monitoring von Websites ist wichtig, um frühzeitig negative Veränderungen erkennen zu können. Klassisch sind z. B. Ranking-Messungen zu nennen, aber auch das Monitoring von technischen Veränderungen gerät immer mehr in den Fokus.

Tabelle 2: Auch im Off-Page-Bereich gibt es immer wieder Potenziale, die man nicht sieht, wenn nicht strukturiert vorgegangen wird.

Tabelle 3: Gerade bei Google gibt es immer wieder neue technische Möglichkeiten, z. B. neue Markups. Es ist daher wichtig, die von Google bereitgestellten Informationen im Blick zu behalten. Ein Tipp: Portale wie www.seo-suedwest.de oder www.seroundtable.com helfen dabei, hier nichts zu verpassen.

Tabelle 4: Auch in Bezug auf Inhalte muss man natürlich klare Prozesse haben, um neue Inhalte anzulegen und bestehende Inhalte auf den Prüfstand zu stellen.

Zwei Hinweise

Wie schon zwischen den Zeilen zu lesen war: Es ist wichtig, dass Unternehmen für einen laufenden Prozess sorgen. Was muss wöchentlich, monatlich, halbjährlich gemacht werden, um den Erfolg zu sichern und idealerweise noch weiter auszubauen?

Und noch etwas ist wichtig: Es ist nur dann sinnvoll, Aspekte zu beobachten, wenn man daraus auch etwas ableiten kann. So kann man sich zwar Veränderungen an der Absprungrate anschauen, aber das ist nur dann sinnvoll, wenn man auch einen entsprechenden Soll-Wert kennt. Und das ist natürlich nicht immer einfach.

 

Tabelle 1: Laufendes Monitoring für Websites

Was? Wie? Wie oft?
Rankings beobachten Über verschiedene Tools können Rankings beobachtet werden. Dabei muss bedacht werden, dass man immer nur eine kleine Auswahl aller möglichen Suchbegriffe beobachten lassen kann. Die Auswahl sollte daher unterschiedliche Themen/Seiten und Such-Intentionen (navigational, transactional, informational) umfassen. Laufend (häufig täglich)
Sichtbarkeitsindex für eigene Website beobachten Über Tools wie SISTRIX, Searchmetrics, XOVI oder auch SEMrush können die Sichtbarkeitsdaten der eigenen Website beobachtet werden. Falls es zu signifikanten negativen Veränderungen kommt, muss geprüft werden, welche Ursache es dafür geben kann (technische Probleme, inhaltliche Abwertung …). Täglich oder wöchentlich
Beobachtung technischer Details

Auf einer Website oder auf bestimmten Seiten können sich bestimmte Details ungewollt ändern – z. B. als Folge von Software-Updates oder Fehlkonfigurationen. Es kann aber auch z. B. dazu kommen, dass ein SSL-Zertifikat ausläuft oder dass eine Website von Google als „gehackt“ erkannt wird. Da die Folgen zum Teil verheerend sein und sich nachhaltig negativ auf Rankings auswirken können, sollten spezielle Tools verwendet werden, um solche Änderungen erkennen zu können

Als Tools kommen hier infrage
https://www.testomato.com
https://littlewarden.com/
http://www.url-monitor.com/

Laufend
Uptime Auch die Verfügbarkeit der Website sollte geprüft werden. Tools wie Uptime Robot und Pingdom können das in unterschiedlichen Intervallen und von unterschiedlichen Standorten aus übernehmen. Laufend
PageSpeed Zu langsame Websites können von Google in der mobilen Suche abgewertet werden. Unternehmen sollten also regelmäßig prüfen, ob es zu Veränderungen gekommen ist. Über das kostenlose Tool PageSpeed Insights oder auch Google Analytics können verschiedene Geschwindigkeitsdaten eingesehen werden. Wöchentlich oder monatlich

 

Tabelle 2: Im Off-Page-Bereich gibt es viele Aufgaben, um Fehler und um neue Potenziale zu finden

Was? Wie? Wie oft?
Wettbewerber beobachten Über kostenpflichtige Linkdatenbanken wie Ahrefs, Moz oder Majestic können die Backlinks aller Konkurrenz-Websites geprüft werden: Welche Websites verlinken neu auf die Konkurrenz? Kann ich dort auch für einen Link anfragen? Falls nicht: Kann ich zumindest ein Muster erkennen, um ähnliche Links aufbauen zu können? Monatlich
Eigene Backlinks beobachten: Potenziale finden Häufig entstehen Backlinks auch organisch bzw. nicht primär aus dem Gedanken heraus, Links aufbauen zu wollen. Aus diesen Backlinks kann man trotzdem Strategien ableiten: Wenn ein Link organisch entstanden ist, kann man vielleicht ein Muster erkennen und so zusätzlich bei anderen ähnlichen Websites nach einem Link fragen. Monatlich
Eigene Backlinks beobachten: Negative Links Auch wenn es seit dem Panda-4.0-Update nicht mehr unbedingt dringend nötig ist, sollte man trotzdem die eigenen Backlinks laufend beobachten, um negative Links zu entdecken. Gemeint sind damit Links, die gegen Google-Richtlinien verstoßen oder die aussehen, als könnte Google sie algorithmisch als Versuch erkennen, Rankings beeinflussen zu wollen (also z. B. viele Links, die ein Keyword als Ankertext haben). Über die oben genannten Keyword-Datenbanken und die Google Search Console kann man sich regelmäßig einen Überblick über seine Links verschaffen und diese bei Bedarf entwerten (Disavow Tool). Monatlich
Broken Links finden und reparieren Externe defekte Links können repariert werden, um die Nutzererfahrung zu verbessern und die Links wieder von Google werten zu lassen (siehe Artikel „Wie repariere ich Broken Links?“ im suchradar 73). Vierteljährlich
Top Pages überprüfen Über die genannten kostenpflichtigen Linkdatenbanken können auch sogenannte „Top Pages“ ermittelt werden: Seiten, die besonders oft extern verlinkt werden. Das kann für die eigene Website, aber auch für Wettbewerber erfolgen – mit dem Ziel, daraus Strategien abzuleiten: Welche Inhalte haben zu vielen Links geführt? Kann man daraus Strategien für den Linkaufbau ableiten? Monatlich

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Lesen Sie den Artikel weiter in unserer suchradar Ausgabe 76 von Februar 2019 mit dem Titelthema „Der Online-Marketing-Stundenplan: Strukturiert durch das Jahr“.

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