Der Online-Marketing-Stundenplan für Google Shopping

Beitrag aus Ausgabe 76 / Februar 2019
SEA

Miriam Eilers ist Online-Marketing-Managerin (SEA) bei der SEO-/SEA-Agentur Bloofusion Germany GmbH.

Der Shopping-Feed ist hochgeladen, die Kampagnen sind aufgesetzt und die Gebote eingestellt. Doch damit beginnt die eigentliche Arbeit an Shopping-Kampagnen erst. Welche To-dos täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich für eine effektive Aussteuerung notwendig sind, wird in diesem Shopping-Stundenplan erklärt.

Shopping-Kampagnen sind ein Must-have für jeden Shop-Betreiber und das Medium, um die eigenen Produkte bei Google zu bewerben. Sie unterscheiden sich grundlegend von Such-Kampagnen: Im Produktdatenfeed sind sämtliche Informationen zum Produkt, wie bspw. der Preis, ein Artikelbild, die Marke etc. hinterlegt. Sucht nun ein Nutzer bei Google nach einem Produkt, greift Google auf den Produktdatenfeed zurück und spielt eine passende Anzeige aus. Dadurch enthält die Anzeige deutlich relevantere Informationen für den Kunden als bspw. eine Such-Anzeige, bei der der Kunde erst durch weitere Klicks zu den Produktdetails gelangt. Gebote können bei Shopping-Kampagnen auf Produktgruppen-Ebene vergeben werden und nicht auf Keyword- oder Anzeigengruppen-Ebene wie in Such-Kampagnen.

Erster Schritt: Ziele definieren und Struktur schaffen

Der wichtigste Teil einer Shopping-Kampagne ist ihre Struktur, da sich nur mit einer gut durchdachten Struktur auch die gesetzten Ziele erreichen lassen. Hierbei gibt es jedoch keine allgemeingültige „richtige“ Strategie. Sollen bspw. einige Marken besonders beworben werden, können die Produktgruppen nach ebendiesen geordnet und die Gebote entsprechend den Zielvorgaben angepasst werden. Mithilfe der Produktgruppen können dann auch Bestseller andere Gebote bekommen als schlecht laufende Artikel etc. Weiterhin ist es möglich, mithilfe von auszuschließenden Keywords und Prioritäten auf Kampagnen-Ebene generischen Suchbegriffen bspw. andere Gebote zu geben als spezifischen Keywords. Dies sind jedoch nur Beispiele, jeder muss für seine Produktbereiche eigene Ziele festlegen und danach die Struktur anpassen. Wichtig ist nur, dass man versucht, die Suchanfragen nach Relevanz zu gliedern, damit effektive Gebote vergeben werden können.

Dinge, die in diesem Stundenplan fehlen, da sie zum Start einer Shopping-Kampagne einmalig richtig eingestellt bzw. erstellt werden müssen:

  • Kampagnen-Einstellungen bzgl. Standort, Priorität usw.
  • Merchant-Center-Einstellungen bzgl. Versand, Steuern etc.
  • Feed
  • Ausarbeitung einer geeigneten Struktur zur Zielerreichung
  • Auszuschließende Keywords auf Kampagnen-Ebene

Die To-dos in Shopping-Kampagnen

Die To-dos in Shopping-Kampagnen sind nicht allgemeingültig, da durch unterschiedliche Budgets, Ziele, Produktportfolios und Strukturen andere Grundvoraussetzungen gegeben sind. Außerdem findet die ständige Optimierung nicht nur in der Google Ads-Oberfläche statt, sondern auch im Merchant Center. Die folgenden To-dos sind wichtig für alle, die bei Google Shopping werben, jedoch muss die Regelmäßigkeit den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

Täglich

Google Ads-Oberfläche: In laufende Shopping-Kampagnen muss nicht grundsätzlich jeden Tag geschaut werden, bei größeren Accounts ist dies jedoch zu empfehlen. So lassen sich Ausreißer und Unregelmäßigkeiten schnell entdecken und es kann gegengesteuert werden. Vor allem in den ersten Tagen nach dem Aktivieren einer Shopping-Kampagne ist es wichtig, die Suchbegriffe zu überprüfen, um unpassende Begriffe ausschließen zu können und nicht unnötig Geld auszugeben. Je nach Struktur der Kampagne kann anhand der Suchbegriffe auch überprüft werden, ob die angedachte Struktur funktioniert.

Merchant Center: Es ist außerdem wichtig, dass der Feed täglich aktualisiert hochgeladen wird, damit nicht mehr vorhandene und neue Produkte immer tagesaktuell mit korrektem Preis etc. im Feed hinterlegt sind.

Wöchentlich

Google Ads-Oberfläche: Sofern die Kampagne nicht gerade erst gestartet wurde, reicht es aus, einmal wöchentlich die Suchbegriffe zu prüfen und unpassende Keywords auszuschließen. Außerdem sollte wöchentlich überprüft werden, ob mit den aktuellen Geboten und Strategien die gesetzten Ziele erreicht werden können. Die Gebote sollten dementsprechend angepasst werden, wobei manuelle Gebotsanpassungen oder auch automatisierte Gebotsstrategien verwendet werden können. Hierbei ist es jedoch wichtig, dass die Gebote nicht zu häufig angepasst werden. Größere Veränderungen sollten als Notiz in der Oberfläche hinterlegt werden, damit Veränderungen besser nachzuvollziehen und einfacher auszuwerten sind.

Merchant Center: Ca. einmal wöchentlich sollte das Merchant Center überprüft werden, da hier schon auf der Übersichtsseite Unregelmäßigkeiten, wie bspw. eine stark gesunkene Artikelanzahl (siehe Abbildung 1) oder eine sinkende Anzahl der Klicks, direkt ins Auge fallen. Es sollte außerdem nachgesehen werden, ob Artikel-, Feed- oder Kontoprobleme vorliegen, damit auch hier etwaige Probleme behoben werden können.

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Lesen Sie den Artikel weiter in unserer suchradar Ausgabe 76 von Februar 2019 mit dem Titelthema „Der Online-Marketing-Stundenplan: Strukturiert durch das Jahr“.

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