Google Tag Manager: Installation und Einpflege von Google Analytics

Beitrag aus Ausgabe 75 / Dezember 2018
Analytics
Maximilian Geisler

ist SEO-Berater und Mobile-Experte bei der SEO-/SEA-Agentur Bloofusion Germany.

Der Google Tag Manager kann die Webanalyse auf ein neues Level heben. Er befähigt Online-Marketer dazu, genau die KPIs aus der Website herauszuziehen, die für ihre Analyse entscheidend sind, und das ohne die Hilfe der IT. Unabhängig davon, ob Verkaufsabschlüsse, Formulare, Videos oder das allgemeine Interesse an der Seite gemessen werden sollen – mit dem Tag Manager eröffnen sich neue Möglichkeiten der Analyse.

Der folgende Artikel behandelt die Einpflege des Google Tag Managers (GTM) auf der Website und die Zusammenstellung des Analytics Tags.

Google-Tag-Manager-Konto und -Container einrichten

Für die Nutzung des GTM wird ein Google-Konto benötigt. Sofern nicht vorhanden, kann das entsprechende Konto unter accounts.google.com/signup/v2/webcreateaccount?flowName=GlifWebSignIn&flowEntry=SignUp angelegt werden.

Mit einem aktiven Google-Konto gelingt der Login auf www.google.de/tagmanager/.

Auf der folgenden Seite müssen einige Informationen zum Konto eingetragen werden:

1. Kontoname: Ein übergeordneter Name wie z. B. der Firmenname bietet sich an.

2. Containername: Die URL der Website ist hier sinnvoll.

3. Verwendungsort: Da sich diese Anleitung mit der Nutzung des GTM auf „normalen“ Websites befasst, wählen wir hier „Web“ aus.

4. Die Erstellung des GTM-Containers abschließen.

Nach Annahme der AGB ist der GTM-Container eingerichtet. Der nächste Schritt ist die Einpflege des Containers auf der Seite.

Den Google-Tag-Manager-Code einbinden

Nach der erfolgreichen Einrichtung des Containers werden zwei Code-Schnipsel angezeigt, die im <head> bzw. <body> jeder Seite der Website untergebracht werden müssen. Die direkt unter dem Code verlinkte Kurzanleitung von Google bietet noch eine weitere Hilfestellung.

Dies ist der einzige Schritt in dieser Anleitung, für den IT-Kenntnisse und der direkte Zugriff auf den Code der Seite benötigt werden.

Die Code-Schnipsel können jederzeit über „Verwaltung“ -> „Google Tag Manager installieren“ aufgerufen werden (siehe Abbildung 1). 

Ohne Programmier-Know-how bieten sich zwei Optionen, den Tag-Manager-Code auf der Website einzupflegen:

1. Die interne oder externe IT beauftragen

2. Ein Plugin nutzen

Google-Tag-Manager-Einpflege über ein Plugin

Für die Einpflege über ein Plugin werden Admin-Rechte im Content-Management-System (Wordpress, Drupal, Joomla, TYPO3 etc.) der Website benötigt.

Die meisten CMS bieten eine breite Auswahl an Plugins für die Einpflege des Google Tag Managers an (siehe Abbildung 2). Dazu wird in den meisten Fällen die Container-ID des GTM benötigt (siehe Abbildung 3). Zu finden ist die Container-ID im oberen Bereich des GTM-Bildschirms (siehe Abbildung 4).

Google-Analytics-Property anlegen

Für die Zusammenstellung des Google Analytics (GA) Tags wird ein GA-Konto benötigt. Sollte kein GA-Konto vorhanden sein, kann es unter analytics.google.com/analytics/web/ angelegt werden.

Für die Arbeit mit dem GTM ist es empfehlenswert, eine neue GA-Property anzulegen. Dieses Vorgehen ist aus zwei Gründen von Vorteil:

1. Fehler im GTM komprimieren nur die Daten in der neuen Property, somit kann die alte als Fallback dienen.

2. Doppelte Werte werden vermieden. Wenn bereits ein GA-Code auf der Seite vorhanden ist und die gleiche Property-ID über den Tag Manager erneut einpflegt wird, zählt jeder Klick doppelt. Diese Fehlerquelle wird durch die neue Property umgangen.

Es ist also kein Problem, wenn bereits ein GA-Code auf der Website vorhanden ist, einen weiteren GA-Code über den Tag Manager einzupflegen, solange es sich um unterschiedliche Propertys handelt.

Eine neue GA-Property lässt sich über das Zahnrad-Menü in Google Analytics anlegen (siehe Abbildung 5).

Die Tracking-ID der neuen Property bitte merken, kopieren oder aufschreiben, sie wird für den nächsten Schritt im GTM benötigt.

Variable mit Google-Analytics-Einstellungen erstellen

Der erste Schritt des GA-Tags ist die Erstellung einer GA-Variable mit der Tracking-ID und den GA-Einstellungen, das spart Zeit und umgeht Fehlerquellen.

Der Klickweg dazu lautet: „Variables“ -> „New“ -> „Variable Configuration“ -> „Google Analytics Settings“ (siehe Abbildung 6).

Danach kann die Tracking-ID eingetragen und das Feld „anonymizeIP“ festgelegt werden (siehe Abbildung 7).

Diese Variable kann für alle Tags genutzt werden, die GA-Einstellungen benötigen.

Den Trigger – also die Regel, wann das Tag ausgelöst wird – gibt es in diesem Fall schon vorgefertigt. Dadurch entfällt die manuelle Konfiguration des Triggers und es kann direkt mit der Erstellung des Tags begonnen werden.

Google Analytics Tag erstellen

Unter dem Punkt „Tags“ kann das GA-Tag zusammengestellt werden. Der Klickweg dazu lautet: „Tags“ -> „New“ -> „Tag Configuration“ -> „Universal Analytics“ (siehe Abbildung 8).

Im Tag müssen dann noch folgende Schritte durchgeführt werden (siehe Abbildung 9).

Abb. 9: Konfiguration des Analytic Tags

1. Track Type: Page View

2. Google Analytics Settings: Hier im Dropdown den Namen der im Vorfeld erstellten GA-Variablen eintragen.

3. Als Trigger den vorgefertigten „All Pages“ Trigger auswählen (siehe Abbildung 10).

Danach kann das Tag abgespeichert werden. Vor der Veröffentlichung des Containers sollte dieser über den „Preview“-Modus getestet werden (siehe Abbildung 11).

Dabei kann live auf der Seite verfolgt werden, wann welches Tag ausgelöst wird (siehe Abbildung 12). Zusätzlich bietet sich ein Test über die Echtzeit-Ansicht in Google Analytics an. Danach kann die neuste Container-Version mit dem GA-Tag dann über den „Submit“-Button rechts oben ausgespielt werden.

Weitere Tutorials zum GTM, bspw. das Anlegen von Event-Tags und die Einpflege des Facebook-Pixels über den GTM, gibt es im Blog unter: bloo.link/tagmanagertutorial.

Spannend? Dieser Artikel ist im suchradar #75 erschienen

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