SEO How-To (Teil 3): Wie repariere ich Broken Links?

Beitrag aus Ausgabe 73 / August 2018
SEO
Markus Hövener

ist Chefredakteur des Magazins suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEA-Agentur Bloofusion Germany.

Externe Verlinkungen sind wichtig für Rankings. Fast jede Website verfügt aber über Links, die von Google nicht gewertet werden. Wie reaktiviert man solche Broken Links?

Ebenfalls erschienen:

SEO How-To (Teil 1): Warum rankt eine bestimmte Seite nicht?
suchradar 71 (April 2018)

SEO How-To (Teil 2): Wie finde ich Chancen-Keywords?
suchradar 72 (Juni 2018)

Ein externer Broken Link ist ein Link, bei dem das Linkziel nicht mehr funktioniert. In der Regel wird dabei auf eine Seite verlinkt, die einen Code 404 liefert – „Seite nicht gefunden“. Es gibt sicherlich noch einige andere Codes aus dem 4xxer- und 5xxer-Block, die aber alle eines gemein haben: Solche Links werden von Google nicht gewertet, zahlen also in Bezug auf die externe Verlinkung nicht auf die eigene Website ein.

Das Reaktivieren solcher Links hat daher einen klaren Vorteil: potenziell bessere Rankings bei recht geringem Zeitaufwand. Und das Ganze hat auch noch den positiven Nebeneffekt, dass man externe Benutzer, die über solche Links kommen, auch noch glücklich macht.

Schritt 1: Broken Links finden

Zunächst muss man wissen, welche Seiten der eigenen Website von extern verlinkt werden. Dafür gibt es den Report „Links zu Ihrer Website“ in der Google Search Console. Leider zeigt dieser Report jedoch nur Links auf existierende Seiten – also solche, die einen HTTP-Code 200 liefern. Da man aber genau diese nicht braucht, ist der Report für diesen Aspekt leider unbrauchbar.

Man kann natürlich auf den Report „Crawling-Fehler“ (Tab „Nicht gefunden“) zurückgreifen. Dort werden Seiten aufgeführt, die es nicht mehr gibt – die also einen 404-Fehler liefern. Allerdings sind dort nur URLs zu finden, die intern oder extern verlinkt sind. Man wird also URL für URL durchklicken müssen, um dann unter „Verlinkt über“ zu erfahren, ob es externe Links gibt oder nicht (siehe Abbildung 1). Das ist äußerst mühselig und auch nicht zwangsweise treffsicher, weil nicht unbedingt immer alle externen Links angezeigt werden.

Die Google Search Console hilft an dieser Stelle also nur bedingt weiter. Um alle externen Broken Links zu ermitteln, bieten sich eher Link-Datenbanken wie Majestic, Ahrefs oder Moz an. Wer hier einen kostenpflichtigen Account hat, sollte diesen an dieser Stelle nutzen. Wer keinen hat, kann auch einen kostenlosen Majestic-Account nutzen. Für bis zu fünf eigene „Verified Domains“ – also Domains, die man z. B. über ein Meta-Tag freischaltet – kann man dann auf die Daten von Majestic zugreifen.

Über den Report „Pages“ kann man auf alle extern verlinkten Seiten zugreifen und die Daten einfach per „Export Data“ in Excel weiterverarbeiten. In Excel sollte man außerdem alle Seiten herausfiltern, die keine Verlinkungen haben (Spalte „ReferringExtDomains“ muss also > 0 sein). Und dann hat man in Spalte B alle URLs, die laut Majestic extern verlinkt werden.

Eine Warnung vorab: Wer eine Link-Datenbank nutzt, erhält immer nur einen Teil der Daten, da alle Link-Datenbanken einen eigenen Index aufbauen. Wer also möglichst vollständige Daten haben möchte, sollte möglichst viele dieser Datenbanken miteinander kombinieren – oder ein Tool wie die LinkResearchTools nutzen, das mit dem Modul „Link Juice Recovery“ auch gleich ein passendes Modul zur Erkennung von Broken Links anbietet.

Schritt 2: Überprüfen

Falls man den letztgenannten Weg nicht gehen möchte, muss man nun die extern verlinkten Seiten überprüfen. Liefern diese einen 404 (Umleitung benötigt)? Oder einen 200 (alles o. k.)? Oder vielleicht einen 301 (Umleitung)? Und wohin zeigt die Umleitung?

Um das zu prüfen, bietet sich ein Tool wie http://httpstatus.io/ an, das max. 100 URLs zur gleichen Zeit prüfen kann. Wer mehr als 100 URLs hat, muss diese dann nacheinander überprüfen. Für größere URL-Mengen bietet sich daher ein Tool wie HEADmasterSEO (siehe Abbildung 2) an, das URL-Mengen schnell prüfen kann. Für bis zu 500 URLs ist das Tool kostenlos. Wer mehr URLs gleichzeitig prüfen möchte, kann auf eine kostenpflichtige Version umsteigen, die bei 45 Euro (einmalig) beginnt.

Die Prüfung der URLs funktioniert schnell und effizient. In der Spalte „Status Code“ muss man dann nur die URLs heraussuchen, bei denen ein Code 4xx zu finden ist. Auch die anderen Codes (z. B. 5xx) sollte man sich an dieser Stelle natürlich anschauen, da es auch dort manchmal zu Überraschungen kommen kann.

Natürlich kann man auch Tools wie den beliebten Screaming Frog SEO Spider nutzen, um die URL zu überprüfen. Dort gibt es dann den sehr nützlichen Report „Redirect Chains“, der nach der Prüfung von URLs alle wichtigen Informationen liefert.

Schritt 3: Reparieren

Sobald man mit dem Tool nun alle URLs gefunden hat, die repariert werden müssen, muss man für jede alte URL eine möglichst passende neue URL finden.

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Lesen Sie den Artikel weiter in unserer suchradar Ausgabe 73 von August 2018 mit dem Titelthema „Google Ads Automatisierung: Skripte, Gebotsstrategien und dynamische Anzeigen“.

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