SEO How-To (Teil 2): Wie finde ich Chancen-Keywords?

Beitrag aus Ausgabe 72 / Juni 2018
SEO
Markus Hövener

ist Chefredakteur des Magazins suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEA-Agentur Bloofusion Germany.

Wo sollte man mit der Optimierung der eigenen Website beginnen? Chancen-Keywords sind oft ein guter Startpunkt, um schnell und einfach Potenziale zu finden. Aber wie geht man dabei konkret vor?

Wer seine Website kontinuierlich verbessern und erweitern möchte, wird irgendwann beim Konzept der sogenannten „Chancen-Keywords“ landen. Für viele Websites findet man damit recht schnell gute Potenziale – und dafür braucht man nicht mal unbedingt teure Werkzeuge. Auch mit der kostenlosen Google Search Console kann man gute Ergebnisse erzielen.

Neue Serie: SEO How-To

In dieser Serie erscheinen ab sofort praxisorientierte Artikel zu bekannten Fragen. Wie löst man ein bestimmtes Problem? Mit welchen Tools kommt man an welchen Stellen vorwärts?

Bisher erschienen:

Teil 1: Warum rankt eine bestimmte Seite nicht? (suchradar: Ausgabe 71)

Was sind Chancen-Keywords?

Chancen-Keywords sind Suchbegriffe, für die die eigene Website nicht auf der ersten Seite gefunden wird. Häufig geht es dabei um die zweite Suchergebnisseite – also um die Rankings 11–20 (nach „klassischer Zählweise“, siehe unten).

Der Gedanke ist nun der, dass man ja bereits Rankings hat. Google sieht die eigene Website also schon als relevant an. Nur sind eben andere Websites noch etwas relevanter. Mit Änderungen an den bestehenden Inhalten sollte es also möglich sein, auf die erste Suchergebnisseite zu kommen und damit deutlich mehr Klicks zu erhalten.

Wo kommen die her?

Eine gängige Quelle von Chancen-Keywords stellen SEO-Tools wie SISTRIX, SEMrush, Searchmetrics, XOVI & Co. dar. Diese verfügen über große Datenbanken mit Keywords und den jeweiligen Rankings. Über Filter kann man so gezielt Suchbegriffe identifizieren, die als Chancen-Keywords in Frage kommen. In den Abbildungen 1 und 2 ist zu sehen, wie das bspw. bei SEMrush und SISTRIX umgesetzt wird.

Leider ist es bekanntermaßen so, dass alle derartigen Tools nur einen Teil der Suchbegriffe kennen, die für die eigene Website in Frage kommen. Gerade in Nischenbereichen wird es also schwierig, passende Suchbegriffe zu identifizieren. Auch muss immer klar sein, dass das Ergebnis in keiner Weise vollständig ist.

SEO-Tools bieten aber einen großen Vorteil: Man kann die Analyse nicht nur auf die eigene Website beschränken. Mit solchen Werkzeugen ist es leicht möglich, auch Wettbewerber zu analysieren: Gibt es Suchbegriffe, für die Wettbewerber gut gefunden werden, während die eigene Website dafür gar nicht gefunden werden kann? Das sind keine klassischen Chancen-Keywords – sie sollten aber auch unbeachtet bleiben.

Eine weitere Datenquelle ist in Abbildung 3 zu sehen: die Google Search Console (in diesem Fall: die neue Google Search Console mit dem Bereich „Leistung“). Dort kann gezielt gefiltert werden, um Suchbegriffe mit einer Position > 10 zu finden.

Dabei muss man etwas vorsichtig sein, denn die Zählweise bei diesen Daten ist mitunter etwas kontraintuitiv, da es nicht unbedingt immer genau zehn Suchergebnisse auf einer Seite gibt. Wer sich hierzu weiterbilden möchte, sei auf die sehr hilfreiche, aber zugleich auch recht komplexe Informationsseite bei Google verwiesen („Was sind Impressionen, Position und Klicks?“, https://support.google.com/webmasters/answer/7042828).

Auch muss man vorsichtig sein, wenn es für Mobile- und Desktop-Nutzer unterschiedliche Rankings gibt. Die Daten, die in der Search Console angegeben werden, sind immer Durchschnittswerte über viele einzelne Datenpunkte, sodass eine Position von 11 auch bedeuten kann, dass einige wenige Nutzer die Seite auf Position 1 und viele andere die Seite auf Position 15 gesehen haben.

Was macht man mit den Informationen?

Leider gibt es nicht immer eindeutige Empfehlungen für den Umgang mit Chancen-Keywords. Vor allem sollte man aber erstmal prüfen, ob man für den jeweiligen Suchbegriff überhaupt Rankings anstrebt. Wie in Abbildung 3 zu sehen ist, hat die Website Bloofusion.de z. B. ein Ranking für „h4hotel münster“. Dieser Suchbegriff hat natürlich überhaupt keine Relevanz für die Optimierung.

Spannend? Jetzt Artikel zu Ende lesen!

Lesen Sie den Artikel weiter in unserer suchradar Ausgabe 72 von Juni 2018 mit dem Titelthema „Social-Media-Marketing: Spannende Werbemöglichkeiten mit WhatsApp, Instagram & Co.“.

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