Der Facebook-Pixel-Opt-out mit dem Google Tag Manager

Beitrag aus Ausgabe 72 / Juni 2018
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Maximilian Geisler

ist SEO-Berater und Mobile-Experte bei der SEO-/SEA-Agentur Bloofusion Germany.

Die DSGVO-Panik geht um und macht auch vor Nutzern des Facebook-Pixels (kurz: FB-Pixel) keinen Halt. Der Opt-out gibt Website-Besuchern die Möglichkeit, das Tracking zu deaktivieren. Dafür muss sowohl der FB-Pixel-Code angepasst als auch ein Button eingerichtet werden. Wie das in Verbindung mit dem Google Tag Manager funktioniert, zeigt dieser Artikel.

Vorwort

Dieser Artikel bietet keine Rechtssicherheit, aber einen Ansatz, das FB-Pixel datenschutzkonform einzusetzen. Im folgenden Artikel geht es ausschließlich um die Anpassungen, die für den Opt-out nötig sind. Eine Anleitung, wie das FB-Pixel auf der Website implementiert wird, befindet sich in unserem Blog unter: https://blog.bloofusion.de/google-tag-manager-tutorial-v-facebook-pixel-einpflegen/

Der Opt-out-Button

Bevor das FB-Pixel angepasst wird, sollte der Opt-out-Button angelegt werden. In den meisten Fällen wird dieser Schritt von der IT umgesetzt. Alternativ kann, bei entsprechender Berechtigung und Kenntnis des Content-Management-Systems, der hier abgebildete Code manuell in der Datenschutzerklärung untergebracht werden (siehe Abbildung 1).

Den Button kann man, zusätzlich zur Platzierung in der Datenschutzerklärung, auch im Cookie-Banner unterbringen.

Facebook-Pixel-Code anpassen

Die folgende Anleitung geht von einer Umsetzung über den Google Tag Manager aus, die gezeigten Code-Änderungen können aber auch direkt auf der Seite oder über ein Plugin umgesetzt werden. Dann ist statt dem Google Tag Manager Trigger ein entsprechender Event-Listener in den Code einzubauen, damit die Nutzung des Buttons den Opt-out auslöst.

Der normale FB-Pixel-Code muss nur durch die gelb markierten Zusätze ergänzt werden (siehe Abbildung 2).

Variable erstellen

Zuerst muss eine benutzerdefinierte Variable vom Typ „Benutzerdefiniertes JavaScript“ angelegt werden, die den Wert des Opt-out-Buttons wiedergibt (siehe Abbildung 3).

Trigger erstellen

Die gerade erstellte Variable wird im Trigger verwendet, um die Aktivierung des Facebook-Pixels zu verwalten (siehe Abbildung 4).

Wenn der Opt-out nicht aktiviert wurde (als Wert nicht „true“ wiedergibt), löst der Trigger aus und aktiviert damit das Facebook-Pixel.

Das komplette Tag

Nachdem der Code im Tag angepasst und der neu erstellte Trigger ausgewählt wurde, sind alle notwendigen Änderungen abgeschlossen (siehe Abbildung 5).

Das neue Tag kann veröffentlicht und z. B. die korrekte Funktion des Opt-outs mit dem Facebook-Pixel-Helper getestet werden. Das Browser-Addon kann man unter https://developers.facebook.com/docs/facebook-pixel/pixel-helper herunterladen.

Für „Advanced Matching“ reicht das Opt-out nicht aus!

Wenn Events nicht nur getracked werden, sondern „Advanced Matching“ genutzt wird, ist ein Opt-in nötig. Dieses Opt-in kann ähnlich aufgebaut werden, das Tracking darf dann allerdings erst nach dem Button-Click starten. Außerdem wäre es in diesem Fall sinnvoller, den Button im Cookie-Banner zu platzieren.

Spannend? Dieser Artikel ist im suchradar #72 erschienen

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