Formulare zur Leadgenerierung: 5 Tipps für einen nutzerfreundlichen Aufbau

Beitrag aus Ausgabe 71 / April 2018
Conversion-Optimierung
Andreas Engelhardt

ist SEO-Berater und Head of CRO bei der SEO-/SEA-Agentur Bloofusion Germany.

Formulare sind das Rückgrat für die Leadgenerierung. Für Unternehmen bedeuten ausgefüllte Formulare Umsatz und Wachstum. Um den Nutzer dazu zu bringen, das Formular auszufüllen, sollte dieses möglichst nutzerfreundlich aufgebaut sein. Entsprechende Tipps, wie das gelingen kann, sind in diesem Beitrag zu finden.

Für die Generierung eines Leads stehen zwei Formen von Formularen zur Verfügung. Zum einen das klassische Kontaktformular, zum anderen ein Formular für eine Registrierung. Bei Ersterem stehen die Kontaktaufnahmen mit dem Unternehmen im Vordergrund, beim Zweiten kann z. B. die Registrierung für einen Newsletter angestrebt werden.

Häufig vervollständigen Nutzer das Formular jedoch nicht. Dies kann der Unübersichtlichkeit oder der Unverständlichkeit des Formulars geschuldet sein. Kommen Nutzern Zweifel oder haben sie beim Ausfüllen Probleme, brechen sie den Vorgang frustriert ab und verlassen die Seite.

Die folgenden Tipps können dabei helfen, Formulare nutzerfreundlicher und ansprechender zu gestalten. Bei allen Tipps gilt selbstverständlich, dass man nur dann Gewissheit bekommt, ob sie funktionieren, wenn sie ausgiebig getestet werden.

Tipp 1: Titel mit Beschreibung und CTA

Über jedem Formular sollte genau beschrieben werden, zu welchem Zweck das Formular ausgefüllt wird. Das sollte für den Nutzer gut ersichtlich in der Überschrift zum Ausdruck kommen. Es bietet sich an, die Überschrift mit einem CTA, also einer Handlungsaufforderung, zu kombinieren.

Ein guter CTA besteht aus zwei Elementen: a) einer Aufforderung und b) einem Benefit. Das könnte beispielsweise so aussehen: „Trage dich in den Newsletter ein, um einen 5-Euro-Gutschein zu bekommen“.

Das Beispiel zeigt eine weitere Möglichkeit auf, den Nutzer für das Ausfüllen des Formulars zu begeistern: Man kann dem Nutzer gut eine Belohnung anbieten, wie z. B. einen Gutschein oder ein gratis E-Book. Ein kleiner Anreiz kann die Motivation für Nutzer enorm steigern, das Formular vollständig auszufüllen.

Tipp 2: Labels und Eingabefelder

Über jedem Eingabefeld sollte eine kurze Beschreibung – ein Label  – stehen, das beschreibt, welche Information der Nutzer in das Feld eintragen soll. Studien belegen, dass linksbündig ausgerichtete Labels die Lesbarkeit erhöhen (www.nngroup.com/articles/form-design-placeholders/).

Das Label (siehe Abbildung 1) sollte auch nicht durch einen Platzhalter, der Instruktionen oder Hinweise enthält, im Eingabefeld ersetzt werden. Die Studie belegt auch, dass Nutzer eher nach leeren Feldern Ausschau halten und Eingabefelder, die einen Platzhalter enthalten, schnell übersehen. Hinzu kommt, dass der Platzhalter verschwindet, wenn der Nutzer in das Eingabefeld klickt. Das führt dazu, dass Nutzer teilweise ihre Eingaben löschen, um den Platzhalter noch einmal zu überprüfen. Durch eine dauerhafte Auszeichnung des Eingabefeldes mit einem Label kann diese Hürde leicht übersprungen werden. 

Tipp 3: So wenig Felder wie möglich, so viele wie nötig

Formulare sollten schlank gehalten werden. Es sollten nur Informationen erfragt werden, die auch tatsächlich benötigt werden. Ist beispielsweise nicht geplant, einem Kunden etwas per Post zuzusenden, ist es nicht nötig, die komplette Adresse zu erfragen. Gleiches gilt für die Telefonnummer.

Befinden sich potenzielle Kunden noch am Anfang des Kaufprozesses und möchten lediglich ein paar weitere Informationen erhalten, sind prinzipiell nur wenige Angaben, wie z. B. eine E-Mail-Adresse und eine Name, erforderlich. Der Lead kann dann in weiteren Prozessschritten qualifiziert werden. Informationen wie Firmenname, Jobbeschreibung und Adressdaten sind erst für spätere Maßnahmen relevant. Dementsprechend können diese erst zu gegebener Zeit erfragt werden. Der Prozess der sukzessiven Weiterentwicklung eines Leads wird auch als Lead Nurturing bezeichnet.

Tipp 4: Optimierung für mobile Endgeräte

Selbstverständlich sollten Formulare auch für die Nutzung mobiler Endgeräte optimiert sein. Dazu gibt es einige technische Möglichkeiten, die durch einfaches HTML5 umsetzbar sind und dem Nutzer die Eingabe von Daten deutlich vereinfachen. Entwickler können dies bei der Programmierung der Formularfelder beachten.

Eingabefelder für E-Mail-Adressen

Bei Eingabefeldern für E-Mail-Adressen ist ein @-Zeichen zwingend erforderlich. Auf der Tastatur des Endgerätes erscheint dies, wenn der Input-Type des Formularfeldes wie folgt programmiert ist: <input type=”email” name=”email” />

Eingabefelder für Telefonnummern

Besonders praktisch bei der Eingabe von Telefonnummern ist die verkürzte Tastatur, auf der lediglich das Zahlenfeld erscheint. Eingabefelder für Telefonnummern sollten den folgenden HTML-Code enthalten: <input type=”tel” name=”telephone” />

Eingabefelder für Zahlen

Werden Zahlen über Eingabefelder abgefragt, kann durch den entsprechenden HTML-Code ebenfalls die numerische Tastatur aufgerufen werden. Darüber hinaus können auch minimale und maximale Werte, die in das Formular eingegeben werden sollen, definiert werden: <input type=”number” name=”number” min=”10″ max=”100″ step=”10″ value=”10″ />

Tipp 5: Komplexe Formulare in mehrere Schritte unterteilen

Bei komplexen Formularen empfiehlt sich die Gliederung in Themenblöcke, die in unterschiedlichen Schritten abgefragt werden. Jeder Abschnitt sollte übersichtlich und möglichst so gestaltet sein, dass der Nutzer auf einen Blick erkennen kann, welche Daten in diesem Schritt abgefragt werden. Eine Fortschrittsanzeige sorgt dafür, dass dem Nutzer bei jedem Schritt bewusst ist, welcher Weg noch vor ihm liegt.

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Lesen Sie den Artikel weiter in unserer suchradar Ausgabe 71 von April 2018 mit dem Titelthema „Conversion-Rate-Optimierung: Tipps und Strategien für umsatzstarke Websites“.

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