SEA FAQ (Teil 1): Wie startet man mit AdWords?

Beitrag aus Ausgabe 70 / Februar 2018
SEA
Martin Röttgerding

ist Head of SEA bei der SEO-/SEA-Agentur Bloofusion Germany.

Wer mit AdWords loslegen möchte, bekommt von Google viel Hilfestellung. Dabei muss man sich im Klaren darüber sein, dass diese Hilfestellung zunächst darauf abzielt, dass man schnell Geld bei AdWords ausgibt. So wird man als Neuling zwangsläufig Fehler machen und kaum eine hocheffiziente Kampagne erstellen können.

Letztendlich müssen Sie sich zwischen Zeit und Geld entscheiden: Entweder Sie investieren in die eigene Weiterbildung oder in eine professionelle Betreuung. Falls Sie sich für Letzteres entscheiden, können Sie auch direkt zum Anbieterverzeichnis blättern.

Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, es selber machen zu wollen. Das dazu notwendige Wissen kann sich jeder kostenlos aneignen, denn über AdWords wird viel geschrieben. Ein Anlaufpunkt ist Googles 2018 gegründete „Academy for Ads“ (https://landing.google.com/academyforads). Wer alle Grundlagen durcharbeiten und nichts auslassen möchte, kann dort auch gleich die AdWords-Zertifizierungsprüfungen ablegen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Googles eigenen Lernmaterialien oftmals die kritische Distanz fehlt. Dort liegt der Fokus eben darauf, Werbung von Google zu verkaufen. Werbetreibende haben hingegen ein Interesse daran, teure Streuverluste zu vermeiden. Dieser Interessenskonflikt findet sich leider auch in AdWords selbst wieder, etwa in Form reichweitenorientierter (=teurer) Voreinstellungen.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, auch andere Quellen heranzuziehen, die AdWords aus der Sicht von Werbetreibenden erklären. Wer es strukturiert angehen möchte, kann sich im deutschsprachigen Raum bspw. die Serie „SEA für Einsteiger“ aus dem suchradar vornehmen.

Ansonsten kann man sich auch gezielt informieren, denn es gibt eine Vielzahl von Blogs (meistens von Agenturen) und einige Portale, die über AdWords berichten. Wenn man also herausfinden möchte, ob ein bestimmtes Feature sinnvoll ist und wie man damit umgeht, hilft eine Google-Suche oftmals gut weiter.

Einen Nachteil haben leider all diese Quellen: Sie sind nicht immer auf dem neuesten Stand. AdWords entwickelt sich rasant und verändert sich ständig. Da sind sogar die Materialien von Google oft einen Schritt hinterher (von den Prüfungsfragen ganz zu schweigen).

So oder so: Wer als Anfänger mit AdWords starten möchte, hat viele Möglichkeiten. Um es halbwegs ordentlich zu machen, muss man allerdings viel Zeit in die eigene Weiterbildung stecken.

Spannend? Dieser Artikel ist im suchradar #70 erschienen

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