Fan und Kunde zugleich: Der YouTube-Kanal von elbenwald.de

Beitrag aus Ausgabe 60 / Juni 2016
Online Marketing
Lisa Bekurdts

war bis 2017 bei der SEO-/SEA-Agentur Bloofusion Germany Beraterin für SEO und Video-Marketing.

Es existieren viele Möglichkeiten, Online-Videos erfolgreich zu nutzen, ohne dafür professionelle Schauspieler zu engagieren oder aufwendige Special Effects zu nutzen. Wie elbenwald.de einen erfolgreichen YouTube-Kanal entstehen ließ und welche Rolle eine Community dabei spielt, darüber berichtet u. a. dieses Interview.

Hallo Herr Wiedenhaupt! Bitte stelle dich und elbenwald.de einmal kurz vor.

Wir sind das Nerd-Paradies schlechthin! Bei uns kann man alles zu seinen Lieblingsfilmen,
-serien und -Computerspielen kaufen. Also Harry-Potter-Zauberstäbe, Game-of-Thrones-T-Shirts, Star-Wars-Müslischalen und noch 12.000 andere Produkte mehr.
Das kann man online auf
www.elbenwald.de tun oder in einer unserer Filialen in Deutschland und Österreich.
Ich bin einer der Gründer (wir sind insgesamt drei) und das schon seit 15 Jahren (unfassbar wie die Zeit vergeht …).

Beginnen wir doch ganz von vorne. Was hat euch dazu bewogen, für elbenwald.de einen YouTube-Kanal zu betreiben bzw. erste Videos zu erstellen? Gab es einen bestimmten Auslöser?
Einen konkreten Auslöser gab es eigentlich gar nicht. Wir sind ja selbst alle Film-Freaks und da liegt das Medium YouTube natürlich sehr nahe.
Wir nutzen YouTube für ganz verschiedene Sachen. Das können einfache Produktvorstellungen sein, Gewinnspiele, aber auch inhaltliche Diskussionen und natürlich auch Quatsch …

Hattet Ihr Bedenken bei dem Projekt „Video“? Wenn ja, welche waren es und traten diese auch ein?
Nicht wirklich, wir haben einfach angefangen. Natürlich kostet es Zeit und Energie. Man muss auch ständig ausprobieren, was funktioniert und was nicht. Man sollte es auch nicht zu ernst nehmen, sondern eher als Möglichkeit des direkten Kontakts zu seinen Kunden sehen.

Welchen Tipp hast du für Unternehmen, die noch in den Anfängen des Videomarketings stecken?
Einfach mit gesundem Menschenverstand anfangen. Sich überlegen: Was würde einen als Kunden interessieren? Viele machen den Fehler und überlegen, was man aus Unternehmenssicht zu sagen hat. Man muss das aber umdrehen und sich fragen, was die Kunden wissen wollen, und vor allem auch, wie.
Am Anfang gar nicht so viel in Technik investieren. Eine normale billige Kamera tut’s auch. Die richtigen Anforderungen kommen dann irgendwann schon von allein.
Und man braucht jemanden, der sich vor der Kamera wohlfühlt (obwohl man da auch reinwächst).

Euer YouTube-Kanal hat über 12.000 Abonnenten und die Videos erlangen bis zu mehreren Tausend Aufrufe. Das sind sehr gute Werte. Welche Rolle spielt eure Community und schafft ihr es, sie kontinuierlich zu „beschäftigen“?
Wenn man immer aktuell an den Kunden dran bleibt, ergeben sich die Inhalte von allein. Viele Anfragen kommen direkt aus der Community (übrigens auch sehr viele von Facebook, wir verzahnen das recht eng). Inzwischen ist es so, dass wir beim Erstellen der Inhalte kaum hinterherkommen.

Über 300 veröffentlichte Videos – das müssen eine Menge Ideen sein! Wie entstehen diese Ideen für neue Inhalte? Begebt ihr euch gezielt auf Keyword-Recherche und welche Rolle spielt auch hier wieder eure Community?

Gezielte Keyword-Recherche machen wir gar nicht. Wir überlegen selbst, was für Themen oder Produkte gerade relevant sind, und machen dazu was. Die meisten Wünsche kommen aber inzwischen aus der Community.
Am Anfang ist das natürlich schwieriger. Hier muss man viel ausprobieren und einen langen Atem haben.

Euer Kollege Tim ist in vielen Videos präsent. Wie kam es dazu, dass er in den Videos auftritt, und welchen Tipp hat er für Neulinge vor der Kamera?
Tim hat in einer unserer Filialen als Verkäufer angefangen und so vor Begeisterung gesprudelt, dass wir ihn nach Cottbus vor die Kamera geholt haben. Für ihn am wichtigsten sind zwei Dinge.
Originalton Tim: „Zum einen, dass ich mich vor der Kamera nicht verstelle und ehrlich bleibe. Gleichzeitig versuche ich, meine eigene Begeisterung auf die Zuschauer zu übertragen. Am Ende ist die Art, wie man etwas sagt, wichtiger als der eigentliche Inhalt.

Arbeitet ihr mit Influencern zusammen, die auch eigene YouTube-Kanäle betreiben?
Nein, noch gar nicht. Das fällt uns auch schwer, da wir natürlich als kommerzieller „Onlineshop“ wahrgenommen werden.

Welche Rolle spielen die Videos für eure Website? Könnt ihr von Synergieeffekten sprechen?
Die Produktvideos binden wir in den Onlineshop ein. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten (Tetris-Lampe https://www.elbenwald.de/Tetris/Tetris-Leuchte-p.html siehe Abbildung 3, Smaug Räucherfigur …) macht das natürlich Sinn und unsere Kunden sehen so viel besser, um was für ein Produkt es sich handelt. Das geht in einem Video viel besser als über die normale Produktbeschreibung oder -fotos.

Spannend? Jetzt Artikel zu Ende lesen!

Lesen Sie den Artikel weiter in unserer suchradar Ausgabe 60 von Juni 2016 mit dem Titelthema „Content Marketing (nicht nur) für Onlineshops“.

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