So einfach geht’s: Google-AdWords-Optimierung mithilfe von Skripten

Beitrag aus Ausgabe 59 / April 2016
SEA
Valeska Neubert

ist Teamleiterin Marketing bei HEROLÉ Reisen in Dresden. Hier verantwortet sie strategisch, konzeptionell und operativ alle Marketing-Maßnahmen sowie Online-Marketing-Kanäle, nachdem sie zuvor in einer Online-Marketing-Agentur tätig war.

Zehntausende Keywords, eine Fülle an URLs und Kampagnen – wie soll man da immer den Überblick behalten? Skripte für Google AdWords können hier Abhilfe schaffen und dem Kampagnen-Manager den einfachen Überblick ermöglichen. Im Beitrag werden deshalb sechs Skripte für Einsteiger vorgestellt.

Wie entwickeln sich die Qualitätsfaktoren in den einzelnen Kampagnen? Sind die hinterlegten URLs noch korrekt? Gibt es Produkte, die noch beworben werden, obwohl sie gar nicht mehr verfügbar sind? Wer sich diese Fragen schon einmal gestellt hat, ist gut damit beraten, einen genaueren Blick auf die Einsatzmöglichkeiten von AdWords-Skripten zu werfen. Welche Möglichkeiten diese bei der Optimierung bieten und wie sich damit Zeit sparen lässt, soll anhand von sechs Skripten dargestellt werden, die nicht nur für Einsteiger interessant sind.

Die wichtigsten Fragen vorweg

Wer AdWords-Skripte einsetzen möchte, muss in der Regel kein Entwickler sein. Denn es gibt eine Fülle an Vorlagen, die auch ein Laie sinnvoll für sich nutzen kann. Neben findigen AdWords-Spezialisten stellt auch Google selbst zahlreiche Skripte zur Verfügung. Die fertigen Skripte werden einfach per Copy and Paste übernommen und im Konto unter Bulk-Vorgänge > Skripts hinterlegt. Speichern, Zeitplan und Benachrichtigungen festlegen und schon kann es losgehen. Darüber hinaus sind die Skripte in der Regel mit einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen versehen, die eine leichte Implementierung ermöglichen.

Einen einfachen Einstieg in die Thematik bietet die Plattform Google Developers: https://developers.google.com/AdWords/scripts/. Anhand von Leitfäden, Referenzen und Beispielen wird erläutert, wie AdWords-Skripte funktionieren. Darüber hinaus stellt die Plattform bereits fertige Skripte zur Verfügung, die für jedermann frei zugänglich sind. Neben AdWords-Skripten, die auf Kontoebene eingesetzt werden, findet man auch Skripte, die auf Verwaltungsebene (MCC) genutzt werden können und somit die Handhabung verschiedener Accounts erleichtern.

Viele Skripte greifen auf Google-Tabellen zurück, um die Ergebnisse darzustellen. Somit können die Daten auch für andere Nutzer freigegeben und genutzt werden.

Skripte für die Konto-Überwachung

1. Link Checker

Das Skript prüft alle im Konto hinterlegten URLs hinsichtlich ihres Status-Codes und kennzeichnet die Links, die den Status „404 – Seite nicht gefunden“ oder andere Fehlercodes auswerfen. Wird ein Fehler entdeckt, erhält der Werbetreibende diesbezüglich eine E-Mail. Der umfassende Bericht wird über ein Spreadsheet mit entsprechendem Dashboard über Google-Tabellen zur Verfügung gestellt (Abb. 1).

https://developers.google.com/AdWords/scripts/docs/solutions/link-checker

2. Negative Keyword-Konflikte

Mithilfe dieses Skripts können Werbetreibende negative Keywords identifizieren, die die Ausspielung eines im Konto hinterlegten Keywords behindern. Dieses Problem tritt vor allem dann auf, wenn ein negatives Keyword in einer anderen Keyword-Option, etwa „weitgehend“, eingebucht wird.

Die Konflikte werden vom Skript in einer Google-Tabelle zur Verfügung gestellt. Zudem können sich Werbetreibende via E-Mail über eventuelle Probleme benachrichtigen lassen.

Für optimale Ergebnisse sollte der Zeitplan so gestaltet werden, dass das Skript immer dann ausgeführt wird, wenn neue Suchbegriffe hinzugefügt wurden.

https://developers.google.com/AdWords/scripts/docs/solutions/negative-keyword-conflicts

3. Konto-Anomalien

Plötzliche Leistungseinbrüche im AdWords-Konto können vielfältige Ursachen, aber auch Folgen haben. Damit Werbetreibende entsprechend reagieren können, vergleicht das Skript relevante Leistungsdaten wie Impressionen, Kosten oder Klicks mit den Daten der Vorwochen und sendet einen Alarm per E-Mail, wenn sich diese signifikant unterscheiden.

Zeiträume und Leistungsdaten können individuell vom Werbetreibenden angepasst werden, um etwa Saisonalitäten entsprechend abzubilden. Auch hier werden die Daten über eine Google-Tabelle ausgegeben.

https://developers.google.com/AdWords/scripts/docs/solutions/account-anomaly-detector

Skripte für das Reporting


4. Konto-Leistung im Überblick

Das Skript ermöglicht die Auswertung der Leistung des gesamten Kontos auf Tagesbasis. In einer Google-Tabelle werden alle relevanten Leistungsdaten übersichtlich dargestellt, wodurch eine schnelle Auswertbarkeit ermöglicht wird.

Darüber hinaus erhalten Werbetreibende auf Wunsch eine E-Mail mit den relevanten Konto-Statistiken und können diese auch weiteren Nutzern – zum Beispiel Kunden – zur Verfügung stellen.

Das Skript ist gut geeignet, um die Leistung des Kontos auf Wochenbasis auszuwerten und eventuelle Schwankungen zu erkennen (Abb. 2).

https://developers.google.com/AdWords/scripts/docs/solutions/account-summary

5. Entwicklung der Qualitätsfaktoren

Wer die Entwicklung der Qualitätsfaktoren über einen längeren Zeitraum verfolgen möchte, ist mit dem Skript von Martin Röttgerding gut beraten.

Die gerade veröffentlichte neue Version des Quality Score Tracker verfügt über zahlreiche nützliche Funktionen, die eine Auswertung erleichtern. So zeichnet das Skript alle Qualitätsfaktoren des Kontos auf und stellt diese über eine Google-Tabelle zur Verfügung.

Den Kern des Quality Trackers bildet das Dashboard, welches einen Blick auf den aktuellen Stand ermöglicht. Darüber hinaus können Einzelwerte für jedes Keyword ausgewertet werden (Abb. 3).

Das Skript verfügt zudem über individuelle Einstellungsmöglichkeiten und stellt ein FAQ zur Verfügung.

http://www.internetkapitaene.de/2016/03/11/der-neue-AdWords-quality-score-tracker-ist-da-2/

Skripte für die Automatisierung

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Lesen Sie den Artikel weiter in unserer suchradar Ausgabe 59 von April 2016 mit dem Titelthema „SEO-Analysen selber durchführen“.

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