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Ausgabe 31 > SEO und SMO: Checklisten für gemeinsame Potenziale
SEO und SMO: Checklisten für gemeinsame Potenziale
SEO und SMO wachsen immer mehr zusammen. Dies birgt enorme Potenziale für den, der die Synergieeffekte zu nutzen weiß. Worauf kommt es dabei an? Von Richard Maier.
Durch den Boom von sozialen Netzwerken wie etwa Facebook oder Twitter versuchen auch Suchmaschinen - im Bemühen, ihren Nutzern die relevantesten Suchergebnisse liefern zu können - diesen Trend entsprechend zu berücksichtigen. Microsoft beispielsweise schloss spezielle Vereinbarungen mit Facebook und Twitter für seine Suchmaschine Bing. Google hingegen versucht es gleich mit einem eigenen Facebook-Konkurrenten und startete vor Kurzem sein eigenes soziales Netzwerk namens Google+.
Es ist in der Zwischenzeit schwierig geworden, eine klare Grenze zwischen Suchmaschinen-Optimierung (SEO) und Social-Media-Optimierung (SMO) zu ziehen. Schließlich kann die Präsenz in den sozialen Medien – beispielsweise die Häufigkeit, mit der eine Seite „ge-like-t“ wird – einen Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking haben. Umgekehrt können Social-Media-Inhalte oft nur dann gut verbreitet werden und für Aufmerksamkeit sorgen, wenn diese auch entsprechend sichtbar sind und gefunden werden können.
Wer seine Angebote vorausschauend bewerben und vermarkten möchte, sollte SEO und SMO gekonnt miteinander zu vereinen wissen, um sich mit Hilfe der daraus ergebenden Synergieeffekte von der Konkurrenz abzuheben und seine Position weiter zu stärken.
In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, die folgenden Tipps zu berücksichtigen und für die eigenen Inhalte anzuwenden.^
SEO für Social Media
Unterschiedliche Methoden der Suchmaschinen-Optimierung können dazu beitragen, dass die eigenen Social-Media-Aktivitäten besser wahrgenommen und auffindbar gemacht werden.
1. Das Profil
Bei der Suchmaschinen-Optimierung dreht sich bekanntlich viel um die relevanten Suchbegriffe und deren richtige Verwendung. Die identifizierten Suchbegriffe müssen deshalb auch in Social-Media-Profilen sinnvoll verwendet werden, damit Suchmaschinen das eigene Profil mit den richtigen Begriffen in Verbindung bringen können. Wo es möglich bzw. erlaubt ist, sollte in jedem Fall die URL zum eigenen Internet-Auftritt untergebracht werden.
Checkliste:
- Öffentliches Profil: Grundvoraussetzung für die Auffindbarkeit der Profile ist, diese für Suchmaschinen öffentlich zugänglich zu machen. Je nach Social-Media-Angebot müssen hier die richtigen Einstellungen gewählt werden.
- Info-Seiten: Auf den Info- oder Profil-Seiten wird Unternehmen die Möglichkeit geboten sich innerhalb eines Social-Media-Angebots vorzustellen. Diese Chance sollte auf jeden Fall genutzt werden. Die Texte sollten sachlich, gleichzeitig aber auch für Kunden ansprechend verfasst werden. Hier sollte auf die Verwendung der relevanten Keywords geachtet werden!
2. Links
Manche Social-Media-Angebote – beispielsweise LinkedIn oder Facebook – ermöglichen es, relevante Webseiten zu verlinken. Diese Möglichkeit sollte unbedingt genutzt werden, wobei ein spezieller Fokus auf den verwendeten Ankertext gelegt werden sollte.
Checkliste:
- Aussagekräftige Anchor-Texte verwenden: Statt auf der Info- bzw. Profil-Seite mit „unsere Website“ oder „folgen Sie uns auf Twitter“ zu verlinken, sollte auch hier stets darauf geachtet werden, relevante Suchbegriffe unterzubringen.
- Ein relevantes Netzwerk aufbauen: Es macht einen guten Eindruck und zeugt von Authentizität, wenn auch zu anderen, branchenrelevanten Seiten (News-Portale, Blogs, Verbände etc.) verlinkt wird. Verlinken diese oder andere Seiten auch zurück, kann das Suchmaschinen signalisieren, dass das eigene Unternehmen in sein thematisches Umfeld integriert ist, was sich positiv auf die Vertrauenswürdigkeit auswirken kann.
3. Lokalisierung
Um die lokale Sichtbarkeit steigern zu können, sollte innerhalb von Social Media auch immer wieder ein für das eigene Unternehmen relevanter, lokaler Bezug hergestellt werden.
Checkliste:
- Info-Seite: Um die lokale Auffindbarkeit zu begünstigen, kann wieder die Info-Seite verwendet werden. Bei vielen Social-Media-Diensten ist es möglich, Adresse, Telefonnummer und beispielsweise die Öffnungszeiten anzugeben. Stimmen diese Daten mit denen der anderen, genutzten Profilen sowie denen im Impressum des Internet-Auftritts überein, kann das die Glaubwürdigkeit und die Chance auf ein gutes, lokales Ranking verbessern.
4. Beiträge
Es ist wichtig, dass aktuelle Branchentrends aufgegriffen und besprochen werden. Das kurbelt nicht nur die Interaktion mit der Zielgruppe an, sondern vermittelt auch Kompetenz und erhöht die Wahrscheinlichkeit, geteilt zu werden.
Checkliste:
- Multimedial arbeiten: Neben informativen Texten werden multimediale Inhalte wie Bilder und Videos von Usern immer gerne gesehen. Derart geteilter Content erhöht die Aufmerksamkeit. So können z. B. mit Hilfe von Infografiken komplizierte Sachverhalte übersichtlich und verständlich aufgearbeitet werden.
- Mit Nutzern auf derselben Stufe: Eine effektive Kommunikation mit dem Zielpublikum kann nur dann stattfinden, wenn man sich mit seinen Kunden auf derselben Augenhöhe unterhält.
- Die Interaktion aufrechterhalten: Antworten Nutzer auf einen veröffentlichen Beitrag, sollte bei sinnvollen Kommentaren alles daran gesetzt werden, den Austausch aufrechtzuerhalten. Werden Nutzer ignoriert, verlieren sie schnell das Interesse und ein potenzieller Kunde geht verloren. Unternehmen sollten auch auf Kritik eingehen und das Bemühen zeigen, diese konstruktiv zu verwerten. So fühlen sich Kunden berücksichtigt, was die Bindung zum Unternehmen stärkt.
5. Querverlinkung
Wo es möglich und sinnvoll ist, sollte zwischen den unterschiedlichen Social-Media-Aktivitäten und der eigenen Website eine Verbindung in Form von Links hergestellt werden. So ergibt sich ein feinmaschiges Netz, das für Suchmaschinen und Nutzer gleichermaßen wertvoll ist.
Checkliste:
- Info-Seiten: Bereits auf den Info- bzw. Profil-Seiten sollte eine Querverlinkung erfolgen.
- Beiträge: Aktuelle Veränderungen auf der eigenen Website (beispielsweise neue Blog-Beiträge, Produkte oder Dienstleistungen) sollten mit Hilfe von Social Media bekannt gemacht werden.
SMO für die Suchmaschinen-Optimierung
Suchmaschinen-Optimierung kann von Social Media speziell in Form von Verlinkungen profitieren. Je bekannter und besser die Inhalte, desto besser sind die Chancen, dass andere Nutzer diese verlinken und so dazu beitragen, die Popularität zu steigern und Rankings zu verbessern.
1. An Social Media teilnehmen
So banal es klingt: Die Grundvoraussetzung, um von dieser Dynamik profitieren zu können, ist die Beteiligung an bekannten und populären Portalen wie etwa Twitter, Facebook oder YouTube. Dort angelegte Profile können vernetzt und mit einem wertvollen Backlink auf den eigenen Internet-Auftritt versehen werden.
Checkliste:
- Auf zielpublikumsrelevante Formate fokussieren: Bei der Fülle an unterschiedlichen Social-Media-Diensten muss naturgemäß eine Auswahl getroffen werden. Um den Streuverlust möglichst gering zu halten, sollten deshalb nur solche Formate gewählte werden, in denen auch die Zielgruppe präsent ist.
- Auf die Social-Media-Präsenz aufmerksam machen: Für Besucher der eigenen Website sollte sofort ersichtlich sein, an welchen Social-Media-Formaten das Unternehmen beteiligt ist. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer auch dort zu Fans oder Followern werden.
2. Social Media als Kommunikationskanal
Wie bereits erwähnt, sollten neue Inhalte, Produkte, Dienstleistungen oder Sonderangebote prinzipiell an Twitter, Facebook & Co. gesendet werden. So werden Reichweite und Sichtbarkeit erhöht und auch Suchmaschinen werden schneller auf Inhalte aufmerksam.
Checkliste:
- Tools verwenden: Besonders dann, wenn unterschiedliche Social-Media-Formate bedient werden, verliert man schnell den Überblick. Man erspart sich eine Menge Arbeit und agiert effizienter, wenn Tools verwendet werden, welche automatisch neue Inhalte in die gewünschten Social-Media-Dienste übernehmen.
3. Social Media und virale Effekte
„Gefällt mir“, Retweets, Google +1 und Shares sind Formen von Empfehlungen, die künftig vielleicht ähnlich stark wie Verlinkungen gewichtet werden könnten. Je mehr derartige Empfehlungen man also sammeln kann, desto besser ist das für die Suchmaschinen-Reichweite.
Checkliste:
- Social-Media-Plugins: Um die Rate der Empfehlungen steigern zu können, müssen die eigenen Webseiten mit Social-Media-Plugins ausgestattet werden, welche es den Besuchern erlauben, selbstständig, schnell und einfach die gefunden Inhalte zu teilen.
- Multimedial arbeiten: Interessante, witzige, provokante oder sonst irgendwie spannende Bilder, Videos oder Infografiken begünstigen eine natürliche Verbreitung.
Fazit
Bedenkt man, dass SEO und SMO für sich allein genommen bereits zu den effizientesten Online-Marketing-Strategien gehören, kann man sich vorstellen, welche Potenziale freigelegt werden, wenn beide Strategien miteinander kombiniert werden. Aufgrund der Tatsache, dass beide immer mehr zusammenwachsen, kommt eine zeitgemäße und vorausschauende Suchmaschinen-Optimierung ohne Social-Media-Optimierung – und umgekehrt – nicht mehr aus. Dafür ist aber wichtig, dass Unternehmen die Möglichkeiten ausnutzen und dabei vor allem SEO und SMO optimal miteinander vernetzen.
SEO und SMO: Auf einen Blick
An die folgenden Punkte sollten Unternehmen immer denken
- Teilnehmen:
Um von Social Media profitieren und wichtige Synergieeffekte mit SEO erschließen zu können, muss man auf zielpublikumsrelevanten Formaten präsent sein.
- Vernetzen:
Querverbindungen in Form von Links begünstigen die Wahrscheinlichkeit, von Nutzern und Suchmaschinen wahrgenommen und geschätzt zu werden.
- Kompetenz:
Die lockeren Umgangsformen in Social Media dürfen den Eindruck der Kompetenz, Qualität und Seriosität keinesfalls negativ beeinflussen.
- Mehrwert:
Besonders bei Social Media muss man sich von der Konkurrenz abheben. Einfallsreichtum, Kreativität und „anders sein“ sind gefragt.
- Suchbegriffe:
Wann immer möglich, sollten die für die Suchmaschinen-Optimierung relevanten Suchbegriffe eingestreut werden. Darunter dürfen allerdings keinesfalls der Informationsgehalt oder die Lesbarkeit leiden.
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Über den Autor
Nach langjähriger Betreuung eigener Webprojekte, entschloss sich Richard Maier zusammen mit Markus Posor die Online-Marketing-Agentur Seosmart mit Sitz in Berlin zu gründen, um professionelle Internet-Werbung auch Kunden zugänglich zu machen. Maier ist dort als Berater in den Bereichen SEO/SEA, Social-Media-Optimierung und Online Reputation Management tätig.
Web: www.seosmart.com
Mail: r.maier@seosmart.com |
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