Mein Tipp:
Linkaufbau durch Rampenlicht

Geben und nehmen - das kann auch ein Motto für kreativen Linkaufbau sein. Denn mit Interviews kann man jemanden Reichweite geben und dafür Links bekommen. Von Thomas Kilian.

Gute Links sind wie Popstars: Es ist schwierig, an Sie ranzukommen. Doch wer es einmal geschafft hat, darf sich in den meisten Fällen über ein tolles Erlebnis freuen. Dabei führt der Weg zum Promi meistens übers Management, das natürlich daran interessiert ist, für sein Sternchen neue Auftrittsmöglichkeiten zu organisieren. Je nach Art und Umfang der Veranstaltung bringen sich Stars zwar auch mal für einen guten Zweck ein, in den meisten Fällen kosten sie jedoch eine Stange Geld. Die Parallelen zum Linkaufbau sollten hinreichend zu erkennen sein.

Eine gute Methode für thematisch passende Verlinkungen ist es, Webmastern eine Bühne zu bieten. Die Links kommen dann meistens ganz von allein. Als Beispiel kann ich hier unseren Neukunden-Podcast (www.neukunden-podcast.de) anführen, in dem ich Interviews mit Experten zum Thema Neukundengewinnung führe.

Am Anfang musste ich die Interviewpartner selbst suchen. Mittlerweile fragen Verkaufstrainer und Akquise-Fachleute selbst bei mir an, weil sie gerne eine Folge produzieren würden. In den meisten Fällen berichten die Befragten vom Erscheinen des Beitrags in ihren Blogs, bei Twitter oder XING. Dabei habe ich häufig erlebt, dass nicht nur die Podcast-Folge an sich, sondern auch meine Agentur-Site und andere Websites mit verlinkt wurden.

Worin liegt nun der besondere Vorteil, auf diese Weise für Backlinks zu sorgen?

  1. Die Links sehen nicht nur natürlich aus, sie sind es auch! Die Verlinkung eines eigenen Interviews oder Fachbeitrags macht absolut Sinn, schließlich soll das eigene Netzwerk vom „Auftritt“ erfahren.
  2. Die Links passen thematisch hervorragend! Wenn ich für mein Angler-Portal meine Angelfreunde zum Thema Angeln interviewe und sie meine Seite verlinken, bekomme ich in den meisten Fällen „Angel-Links“.
  3. Die Links bleiben dauerhaft stehen! Anders als bei Linklisten oder anderen Formen des Linktauschs bleiben die Blog-Artikel und Hinweise zu „Veröffentlichungen“ in der Regel sehr lange online.
  4. Die Links haben passende Ankertexte! Wenn ich die Überschrift des Artikels oder Interviews mit sinnvollen Suchbegriffe bestücke, bekomme ich in der Regel auch eine Verlinkung dieses Titels vom Linkgeber, so dass der richtige Ankertext verlinkt wird.
  5. Viele Links mit einer Klappe schlagen! Nicht nur der Beitrag an sich, sondern auch weiterführende Informationen werden meistens mit verlinkt.

Es gibt zahlreiche Wege, um über die „Rampenlicht-Taktik“ an gute Links zu kommen. Es muss nicht immer gleich ein Podcast sein (der ja auch technisch etwas anspruchsvoller ist).

Nehmen wir als Beispiel einen Online-Shop für Motorrad-Bekleidung. Hier könnte ein Blog hilfreich sein, in dem ich verschiedene Marken und Hersteller präsentiere. Gleichzeitig lade ich bloggende Motorrad-Fahrer dazu ein, über ihre Erfahrungen zu berichten. Dazu reichen meisten 3-4 kurze Fragen aus, die ich als Blogserie „Fahrer berichten von ihrem schönsten Erlebnis“ in der Motorrad-Community bewerbe. Schnell sind die ersten Artikel mit Fotos oder kleinen Galerien online. Dies zieht weitere Begeisterte an.

Mit einigen Artikeln im Gepäck, lassen sich nun auch Motorrad-Profis ansprechen, die an Europa- oder Weltmeisterschaften teilnehmen. Habe ich erstmal Interviews mit diesen Motorrad-Stars bekommen (vielleicht auch als kurzes Videostatement, das ich bei Youtube einstellen kann) läuft der Rest von ganz allein. Immer mehr Motorradfahrer werden an der für sie kostenfreien Aktion teilnehmen wollen und dann ihren Bekannten vom Beitrag berichten. Als Anreiz könnten ja auch kleine Preise oder ein Meet & Greet bei einem Rennen dienen.

Natürlich gibt es keine „Backlink-Garantie“. Nicht jeder Interviewpartner hat ein eigenes Blog und nicht jeder bewirbt von sich aus das Angebot. Doch hier hilft häufig schon eine freundliche Nachfrage, um doch noch an den Wunschlink zu kommen.
Einen weiteren Trick darf ich an dieser Stelle noch verraten. Immer wenn Ihr mehrere Beiträge in einer Serie habt, lassen sich diese gut bei XING oder in Foren bewerben. Eine Sammlung von 10 oder 20 Interviews mit Motorrad-Profis als Linkliste ist schnell erstellt. Das sorgt neben thematisch passenden Verlinkungen für neue Besucher und manch einer findet die Serie als Gesamtpaket so interessant, dass er darüber auch noch mal einen Bericht auf seiner Website schreibt. Was fällt dabei ab? Natürlich, ein Link!

 

Über den Autor

Thomas Kilian leitet die Internetagentur Thoxan GmbH in Ostwestfalen und hat sich mit seinem Team auf die Neukunden-Gewinnung im Internet spezialisiert. Dazu gehören für den studierten Germanisten und Buchautor („Der Igel-Faktor“) neben SEO und Linkaufbau natürlich auch innovative Strategien im Social Web.