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In aller Kürze: schema.org

Nach wie vor ist guter Content wichtig für Suchmaschinen. Dank schema.org kann man für diesen nun auch noch mehr Semantik übermitteln. Von Markus Hövener.

Ende Mai 2011 haben die drei Suchmaschinenbetreiber Google, Yahoo! und Bing eine neue Initiative vorgestellt: Schema.org (siehe auch Blogpost http://googlewebmastercentral.blogspot.com/2011/06/introducing-schemaorg-search-engines.html). Dabei geht es darum, dass Inhalte auf Websites mit Markups versehen werden können, so dass Suchmaschinen automatisiert bestimmte Inhalte klassifizieren können (z. B. eine Adresse oder Telefonnummer).

Hierfür gab - und gibt es immer noch - unterschiedliche Initiativen von den einzelnen Suchmaschinen. So hat etwa Google eigene Markups veröffentlicht (http://www.google.com/support/webmasters/bin/topic.py?topic=21997), um z. B. Bewertungen oder auch Kochrezepte entsprechend markieren zu können.

Die neue Initiative Schema.org definiert nun deutlich mehr einheitliche Markups und hat somit den Vorteil, dass die so gekennzeichneten Daten potenziell von allen Suchmaschinen erkannt werden können. Grundsätzlich können Website-Betreiber recht unterschiedlich davon profitieren:

  1. Rich Snippets: Wie auch schon bei den Google-eigenen Markups kann eine Website potenziell so genannte Rich Snippets erhalten, so dass die Bewertungen auf einer Website z. B. als Sternchen in den Suchergebnissen dargestellt werden und damit eine höhere Klickrate erzielen können.
  2. Vertikale Suchfilter: Bei Google.com ist bereits ein Rezept-Filter vorhanden, der bei einer Suchanfrage wie "muffins" gezielt Filter wie „Zutaten“ oder auch „Zubereitungszeit“ anbietet. Wer also seine Daten für Suchmaschinen aufbereitet, kann in Zukunft davon profitieren, dass die eigene Website in speziellen Suchen besser gefunden werden kann (vorstellbar z. B. für Immobilien, Reisen, ...).
  3. Bessere Semantik der eigenen Daten: Wer Daten aufbereitet, sorgt natürlich dafür, dass Suchmaschinen potenziell ein besseres semantisches Verständnis für die Daten bekommen.
  4. Bessere Semantik auf fremden Websites: Die Semantik kann aber auch potenziell anderen Websites zu gute kommen. Wer z. B. als Hotel in Berlin von Seiten verlinkt wird, bei denen das Markup auf ein Berliner Hotel-Listing hinweist, kann darauf hoffen, dass Suchmaschinen diese Signale auch werten und den Links mehr Gewicht zuweisen.

Zum Teil ist das noch Zukunftsmusik, weil es zumindest für den dritten und vierten Punkt keine Beweise gibt. Auch zum ersten Punkt - den Rich Snippets - ist zu sagen, dass Google derzeit bei vielen Websites darauf verzichtet, Rich Snippets anzuzeigen, obwohl die Daten durchaus vorhanden sind. Im Moment profitieren eher große Portale von einer solchen Einbindung, aber nur sehr selten kleinere Websites.

Da das Einbauen des Schema.org-Markups insgesamt einen gewissen Aufwand darstellt, empfiehlt es sich derzeit eher für größere Portale. Deren Betreiber sollten sich die unterschiedlichen Markups sehr genau anschauen und in die eigene Website einbauen - in der Hoffnung, dass Google & Co. diese Daten dann auch positiv verwenden.

 

schema.org

Auf der Seite http://www.schema.org/docs/full.html finden sich alle derzeit unterstützten Markups - von „Article“ bis „Zoo“. Die Liste umfasst sehr viele Markups für lokale Daten (“Store“, “TouristAttraction“), aber auch solche, die z. B. für Online-Shops („Product“, „Offer“, „Review“, ...) und Portale („VideoObject“, „Event“, ...) interessant sind.

 

Porträt Jan Büchter
Über den Autor

ist Chefredakteur des Magazins suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion Germany.

E-Mail: markus@suchradar.de
Markus Hövener (@bloonatic) bei Twitter: Follow bloonatic on Twitter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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