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Ausgabe 28 > SEOmoz und Majestic SEO: Link-Datenbanken blockieren?
SEOmoz und Majestic SEO:
Sollten Link-Datenbanken blockiert werden?
Es ist sehr leicht, die Verlinkungen anderer Websites auszulesen, um von ihnen zu profitieren. Aber kann man das eigentlich verhindern, um den Konkurrenten nicht auch noch beim Linkaufbau zu helfen? Von Markus Hövener.
Wer aktiv Linkaufbau betreibt, fängt oft bei einer Analyse der Konkurrenten an: Wer verlinkt auf die Konkurrenten? Gibt es wichtige Portale, die auf einen Konkurrenten verlinken? Gibt es bestimmte Muster, die man später umsetzen kann?
Um derlei Analysen durchzuführen, benötigt man die Links zu den Konkurrenz-Websites. Zwar kann auch bei Google mit dem Kommando "link:www.konkurrent.de" gesucht werden, aber die Suchmaschine liefert leider nur einige wenige Verlinkungen. Wer also eine umfassende Analyse erstellen möchte, greift daher oft zu professionellen Link-Datenbanken - und da vor allem zu Majestic SEO (www.majesticseo.com) und zur SEOmoz Site Intelligence API (www.seomoz.org/api). Beide Produkte sind kostenpflichtig, wobei man über den Open Site Explorer (www.opensiteexplorer.org) zumindest auf Teile der Daten der SEOmoz Site Intelligence API noch kostenlos zugreifen kann.
Solche Analyse sind natürlich sehr angenehm und - abhängig von der Branche und der eigenen Marktstellung - auch recht ergiebig. Wer aber über Jahre mühsam Links aufgebaut hat, möchte wohl eher nicht, dass die Konkurrenz diese in Sekundenschnelle einsehen kann. Es stellt sich also die Frage, ob man beide Dienste blockieren kann, damit Konkurrenten eben keinen Einblick in die Verlinkungen bekommen.
Naturgemäß halten sich beide Anbieter an diesem Punkt sehr bedeckt, weil ihnen ein flächendeckendes Blockieren die Geschäftsgrundlage entziehen würde. Es ist daher recht schwierig, an entsprechende Informationen zu gelangen.
Blockieren
Zunächst die gute Nachricht: Man kann beide Dienste blockieren. Um Majestic SEO vom Crawlen der eigenen Website abzuhalten, muss man nur die folgenden Zeilen in der Datei robots.txt hinzufügen:
User-agent: MJ12bot
Disallow: /
Die SEOmoz Site Intelligence API kann man leider nicht über die robots.txt blockieren, weil SEOmoz bei der Erhebung der Daten keinen eigenen Crawler einsetzt. Um die Erfassung zu verhindern, muss man stattdessen den folgenden Code in die Startseite der eigenen Website einbauen:
<meta name="SEOMOZ" content="NOINDEX" />
Der Erfolg
Wer die beiden Maßnahmen umsetzt und einige Wochen später prüft, ob immer noch Daten über die eigene Website verfügbar sind, wird enttäuscht sein: Beide Dienste zeigen immer noch alle Linkdaten an. Denn beide Maßnahmen verhindern lediglich, dass die Dienste die eigene Website crawlen und dort ausgehende Links finden.
Wenn also z. B. www.bloofusion.de über die beiden Maßnahmen gesperrt wird und www.bloofusion.de auf www.suchradar.de verlinkt, erscheint dieser Link nicht mehr bei den Linkdaten für www.suchradar.de. Es ist also auf diesem Wege nur möglich, die ausgehenden Links der eigenen Website zu "verstecken". Alle eingehenden Links sind nach wie vor sichtbar.
In der Praxis machen die vorgestellten Maßnahmen also leider nur bedingt Sinn. Hingegen sind diese sinnvoll, um z. B. Satelliten-Websites zu verstecken. Oftmals bauen Website-Betreiber kleinere Websites auf (z. B. einen Mini-Blog zu einem bestimmten Thema), um von dort aus auf die eigene Website zu verlinken. Derlei Satelliten-Websites kann (und sollte) man auf diesem Wege sicherlich unsichtbar machen.
Wirklich undurchlässig ist dieser Schutz aber nicht, weil Linkdaten auch aus anderen Quellen stammen können: Google, Yahoo! (derzeit noch möglich in Europa), Exalead (www.exalead.com/search), SISTRIX (kostenpflichtig) und andere kleinere Datenbanken.
Wer also davon ausgeht, dass zur Linkanalyse viele unterschiedliche Quellen herangezogen werden, steht auf verlorenem Posten. Denn es ist nicht möglich, alle diese Quellen abzuschalten - allen voran natürlich Google.
Fazit
Leider ist es nicht möglich, die beiden oft genutzten Linkdatenbanken von SEOmoz und Majestic SEO so zu blockieren, dass andere Unternehmen die Verlinkungen nicht analysieren können. In Einzelfällen - vor allem bei Satelliten-Websites - macht es aber trotzdem Sinn, beide Datenbanken auszuschließen. |
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Über den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins
suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion Germany.
E-Mail: markus@suchradar.de
Markus Hövener (@bloonatic)
bei Twitter: |
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