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Kurz getestet:
Linkbird

Zur Verwaltung des Linkaufbaus gibt es viele unterschiedliche Tools. Mit Linkbird gibt es nun ein neues, das durchaus einen Blick wert ist. Von Markus Hövener.

Linkaufbau ist ohne Zweifel eine Aufgabe mit hohem manuellem Aufbau. Aber es geht ja nicht nur darum, einfach Links aufzubauen, sondern dabei auch noch den Überblick zu behalten: Mit wem hat man Links getauscht? Ist das Budget eigentlich schon aufgebraucht? Gibt es noch aktuelle Anfragen, die noch unbeantwortet sind?

Für derartige Fragen gibt es sicherlich schon einige Hilfsmittel, aber mit Linkbird stellt sich ein neues Tool aus Deutschland vor, das mit dem Slogan "control your links" wirbt. Vor einigen Jahren hätte man Linkbird noch als ASP-Lösung bezeichnet - mittlerweile ist man damit schon "in der cloud" unterwegs.

Es muss also keine Software installiert werden, was aber für den einen oder anderen auch als Malus gelten kann. Denn: Wer Linkbird nutzt, übermittelt alle seine Linkdaten an eine zentrale Instanz. Derzeit kann man also nur darauf vertrauen, dass die Daten nicht missbraucht werden und vor allem, dass diese hinreichend gegen Ausspähungen geschützt sind. Eine solche Datenbank in den Händen von Google, Bing & Co. wäre wohl extrem schädlich. Vielleicht gibt es Linkbird ja eines Tages auch als lokal zu installierende Version.

Umfang

Die Zielsetzung von Linkbird ist relativ einfach zu umreißen: Der Prozess des Linkaufbaus soll vereinfacht und laufend überwacht werden. Dabei geht es nicht darum, potenzielle Link-Quellen zu finden. Wer nicht weiß, woher Links für ein Projekt kommen sollen, wird von Linkbird keine Hilfe erwarten werden können.

Es geht bei Linkbird vielmehr darum, vor allem drei Aspekte abzubilden:

  • Wer einen Link mit einer anderen Website tauscht, muss sich zunächst mit dem Gegenüber auf die Modalitäten einigen. Hierbei kann das Tool ein wenig helfen, weil es z. B. automatisiert E-Mails mit Standard-Vorgaben verschicken kann. Vor allem hilft es aber dabei, zu prüfen, ob der getauschte Link nach wie vor dort zu finden ist, wo er wie vereinbart stehen sollte. Erfahrungsgemäß verschwinden getauschte Links schon mal mit der Zeit, so dass eine Kontrolle durchaus sinnvoll ist.
  • Wer einen Link kauft oder mietet, hat natürlich ein ähnliches Interesse daran, dass der Link auch bestehen bleibt. Zusätzlich ist es aber hier auch interessant, den Überblick über das Budget zu behalten.
  • Linkaufbau umfasst häufig mehr als eine Person. Mit dem Linkaufbau werden oft Freelancer oder studentische Hilfskräfte beauftragt, so dass es möglich sein muss, deren Leistungen zu überwachen und vor allem allen eine gemeinsame Plattform zu bieten.
Links

Zunächst fällt beim Testen das Wort "unbegrenzt" auf: Man kann unbegrenzt Projekte (= in der Regel Websites) anlegen und dort dann unbegrenzt Links eintragen und verwalten.

Abbildung 1: Ein Link wird eingepflegt
 

Wer einen Link einträgt (siehe Abbildung 1), kann dazu viele Informationen hinterlegen:

  • Projekt
  • Kosten (monatlich/einmalig)
  • Konkrete Informationen des Links (Ankertext, Ziel-URL)
  • Angaben zum Partner

Das Tool scheint recht gut durchdacht zu sein. Wer z. B. den Link eines Partners einpflegt, kann entweder aus der Liste der bestehenden Partner auswählen oder direkt an dieser Stelle einen neuen Partner anlegen - ohne erst in die Partner-Liste wechseln zu müssen.

Diese eingetragenen Links werden dann von Linkbird regelmäßig überprüft. Dabei wird überprüft, ob der Link immer noch wie vereinbart zu finden ist. Wenn ein Link verschwindet, wird das natürlich in der Datenbank vermerkt. Es kann aber auch automatisiert eine E-Mail verschickt werden, die den Linktauschpartner informiert und hoffentlich dafür sorgt, dass der Link wieder eingebaut wird.

System

Es gibt auch noch weitere Situationen, in denen automatisiert E-Mails verschickt werden (z. B. Danke-Nachrichten, wenn ein Linktausch zustande gekommen ist). Diese E-Mails können jeweils vollkommen frei formuliert werden.

Insgesamt ist positiv zu vermerken, dass viele Aspekte bei Linkbird an die eigene Arbeit angepasst werden können. So können z. B. unterschiedliche Arten von Links definiert werden ("Blog", "Artikelverzeichnis", ...) und unterschiedliche Status-Meldungen ("Wir warten auf einen Artikel vom Partner", "In Bearbeitung", ...) festgelegt werden.

Bei Linkbird hat man sich offensichtlich auch Gedanken dazu gemacht, wie man ältere Datenbestände in das Tool integrieren kann. Hierfür gibt es eine Importfunktion mit einer CSV-Vorlage, in die dann alle bestehenden Links einzutragen sind.

Auch dem Thema Controlling wird Linkbird gerecht. So können für Projekte und für einzelne am Linkaufbau beteiligte Personen Leistungsdaten abgerufen werden. Vor allem die Überwachung der Linkbuilder ist natürlich gerade bei verteilten Unternehmen und Personen sehr wichtig.

Linkbird hinterlässt einen sehr runden Eindruck, weil es durchdacht ist und sich an vielen Stellen gut anpassen lässt. Man merkt schnell, dass es von Personen entwickelt wurde, die auch Erfahrung beim Linkaufbau haben. Dennoch muss natürlich jedes Unternehmen für sich feststellen, ob Linkbird allen eigenen Ansprüchen genügt und ob auch der Workflow passt. Das System wirkt sehr aufgeräumt, aber mit einer gewaltigen Anzahl an Projekten, Links und Partnern könnte es auch unübersichtlich werden.

Mit monatlichen Kosten von 19,90 Euro sind die Investitionen in das System allerdings so gering, dass man Linkbird auch einfach mal testen kann.

Fazit

Linkbird ist ein Online-Tool, das hilft, Linkaufbau zu überwachen und zu verwalten. Dabei scheint es sehr gut an übliche Fragestellungen und Herangehensweisen angepasst zu sein. Gerade das Controlling und die Verwaltung auf mehrere Personen sind Aspekte, bei denen man mit Excel-Dateien oder ähnlichen Mechanismen schnell an Grenzen stößt.

 

Linkbird

Mehr Informationen über Linkbird finden Interessierte auf der Website www.linkbird.de. Dort kann auch ein Testlink angefordert werden. Auch steht dort ein Video zur Verfügung, das durch die Funktionen des Tools führt.

 

Porträt Markus Hövener
Über den Autor

ist Chefredakteur des Magazins suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion Germany.

E-Mail: markus@suchradar.de
Markus Hövener (@bloonatic) bei Twitter: Follow bloonatic on Twitter

 

 

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Ausgabe 35 (26. April 2012)

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