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Ausgabe 27 > Was
war, was wird? Zurück in die Zukunft
Was war, was wird?
Zurück in die Zukunft
Welche Entwicklungen haben sich in diesem Jahr bei Google
und Co. vollzogen - und welche kommen im nächsten Jahr?
Ein Rückblick auf 2010 - und ein Ausblick auf 2011. Von
Markus Hövener.
Vor einigen Tagen gab es ein sehr interessantes Zitat von
Matt Cutts, der als "Head of Google's Webspam team"
arbeitet und große Teile der Kommunikation mit Website-Betreibern
steuert. Auf der Konferenz PubCon hat sich Matt Cutts zu verschiedenen
Fragen geäußert, wobei vor allem die folgende Meinung
interessant ist:
"Matt recommends SEOs do not 'chase the algorithm'
and instead try to predict where Google will be going in
the future."
http://searchengineland.com/key-takeaways-from-googles-matt-cutts-talk-at-pubcon-55457
Wer also in den Google-Suchergebnissen erfolgreich vertreten
sein möchte, sollte sich anschauen, in welche Richtungen
sich die Suchmaschine entwickelt und vor allem welche Faktoren
für die Bewertung der eigenen Website zukünftig
relevant werden könnten.
SEOs vor der Kamera
Wir haben die SEOs Marcus Tandler, Marco Janck, Herbert
Hartung und Stefan Fischerländer über das
vergangene Jahr und das kommende 2011 befragt. Welche
Entwicklungen gab es im Jahr 2010 und welche Trends
deuten sich für das kommende Jahr 2011 an?
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Googles Innovationskraft in vielen unterschiedlichen Bereichen
ist hinreichend bekannt. Während von Yahoo und Bing nur
recht sporadisch Neuerungen kommen, bastelt Google ständig
an kleinen und größeren Baustellen. Wer diverse
-Blogs wie googleblog.blogspot.com
liest oder Accounts wie @GoogleAgencyDE
auf Twitter folgt, wird wohl nur selten einen Tag ohne Neuerungen
erleben. Diese mögen nicht immer relevant für jedes
Unternehmen gleichermaßen sein, aber man muss schon
am Ball bleiben, um die vielen kleinen Potenziale auch ausnutzen
zu können.
Google passt sich an
Auch wenn sich die SEO-Grundzutaten einer erfolgreichen Website
in den letzten Jahren sicherlich kaum geändert haben
(gute Verlinkung, guten auf Suchbegriffe abgestimmten Content),
hat sich drumherum doch viel verändert. So war es deutlich
leichter, Google in den Anfangstagen mit einigen wenigen Links
auf drittklassigen Seiten zu beeindrucken und so gute Rankings
zu erzielen. Auch Unsitten wie Doorway Pages sieht man nur
noch selten, weil das Unternehmen aus Mountain View tausendfach
erzeugte Seiten mit wenig Unique Content sehr leicht erkennen
kann und dementsprechend negativ bewertet.
Und es steht natürlich zu erwarten, dass Google in den
nächsten Jahren noch deutlich besser darin werden wird,
die Spreu vom Weizen zu trennen - auch wenn z. B. der Kampf
gegen gekaufte Links fast aussichtslos erscheint. Denn ein
geschickt eingebundener gekaufter Link ist als solcher nicht
zu erkennen und von einem freiwillig gesetzten Link nicht
zu unterscheiden.
So ist auch zu erklären, dass Google auf der Suche nach
Signalen ist, die zur Ranking-Berechnung herangezogen werden
können und die viel schwieriger zu manipulieren sind.
Ein besonderes Schlaglicht liegt dabei im Moment wohl auf
Social Media - möglicherweise ein Hype-Thema, aber auch
etwas, an dem Google ein klares Interesse hat.
Denn wer mit seiner Website Begeisterungsstürme auf
Twitter und Facebook entfachen kann, kann ja gar nicht so
schlecht sein. Hundert Links kann man schnell kaufen, aber
Tausend aktive Facebook-Nutzer? Gar nicht so einfach. Dass
auch eine Manipulation versucht werden wird, ist klar. Aber
wie gesagt: Der Aufwand ist deutlich größer und
damit für die breite Masse an Unternehmen nicht mehr
möglich.
Der Ausblick
Google passt sich also algorithmisch an Entwicklungen an
- das klassische Katz-und-Maus-Spiel. Aber es würde nicht
ausreichen, nur einen Blick auf derartige Aspekte zu werfen,
weil Google eben auch Änderungen an der Suche selber
durchführt und permanent neue Produkte einführt.
Auch diese sind größtenteils für Unternehmen
relevant.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit geht es daher auf
den folgenden Seiten um den Stand der Dinge sowie die aktuelle
Relevanz und die Trends für das Jahr 2011 in den folgenden
Bereichen - natürlich in Bezug auf Suchmaschinen-Ergebnisse:
- Lokale Suche
- Bewertungen
- Video
- Social Media & Realtime
- Google Produktsuche, Google Base
- Verlinkung, Linkaufbau
- Google-Suche und -Algorithmus
Dieser Artikel verfügt übrigens über kein
Fazit - vor allem, weil es doch sehr schwierig wäre,
alle diese Entwicklungen und Trends in drei Sätzen zusammenfassen.
Wer wissen möchte, was kommt, muss also dieses Mal auch
alles lesen
Lokale Suche
Stand der Dinge
In diesem Jahr gab es einige Änderungen, vor allem bei
der Darstellung der lokalen Ergebnisse aus Google Places.
Während vorher die bekannten 7- oder 3-Packs (den Suchergebnissen
vorangestellte sieben/drei Suchergebnisse rechts neben einer
Karte) dominierten, werden die Places-Einträge jetzt
mit normalen organischen Suchergebnissen gemischt. Je nach
Suchanfrage sind die Suchergebnisse dann etwas anders strukturiert.
So sieht man bei einer Suchanfrage wie "hotel STADT"
zwar in der Regel sieben Places-Ergebnisse in den Suchergebnissen
(erkennbar an dem Link "Google Places-Profil"),
aber diese stehen mal am Anfang und mal in der Mitte der Suchergebnisliste.
Relevanz
Zur Frage, wieviel Prozent der Suchanfragen lokal sind, gibt
es recht unterschiedliche Einschätzungen - auch, weil
es unterschiedliche Definitionen gibt: Für die einen
sind die Suchanfragen lokal, in denen auch eine Ortsangabe
angegeben wird (z. B. "steuerberater köln").
Für die anderen genügt schon ein "local search
intent", also dass jemand etwas sucht, was es auch lokal
gibt (z. B. "porzellan kaufen" - eine interessante
Anfrage für ein lokales Porzellangeschäft).
Ungeachtet dieser Definitionsfragen ist auf jeden Fall zu
erkennen, dass Google die lokale Suche sehr ernst wird. Lokale
Aspekte finden sich in vielen Google-Produkten: Google Earth,
Google Maps und Google Street View. Aber auch eine Google-Personalie
wirft ein Schlaglicht auf die lokale Suche: So wechselt Marissa
Mayer, bislang VP of Search Products, in den Bereich "location
and local services" - ein Wechsel, den sie wohl nur vornehmen
würde, wenn dieser auch für Google selber relevant
ist.
Wenn Google dieses Thema ernst nimmt, sollten Unternehmen
das natürlich erst recht. Es ist unbestritten, dass im
Internet stetig mehr nach einer Vielzahl von Unternehmen lokal
gesucht wird: Hotels, Restaurants, Ärzte, Anwälte
und vieles mehr. Die Relevanz von gedruckten Verzeichnissen
wird also definitiv abnehmen, während die Bedeutung lokaler
Ergebnisse auf Suchmaschinen definitiv noch mehr zunehmen
wird.
Interessanterweise deckt sich das bisher aber noch nicht
mit dem Interesse der lokalen Unternehmen. Viele der Places-Listings
sind noch nicht "geclaimt", also von dem jeweiligen
Unternehmen aus der Obhut von Google übernommen - von
einer Optimierung der Listings gar nicht erst zu sprechen.
Prognose
Mit dem wichtigsten lokalen Produkt, Google Maps bzw. Places,
verdient Google derzeit in Deutschland direkt noch kein Geld.
Zwar werden auch hier natürlich die allgegenwärtigen
AdWords eingeblendet, aber der Eintrag ist nach wie vor kostenlos.
Ob das so bleibt, ist natürlich noch offen. Derzeit gibt
es aber noch keine Anzeichen dafür, dass sich das ändern
wird.
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Abbildung 1: Google Tags in Aktion (rot markiert)
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Interessant ist aber, dass Google mit verschiedenen Testprodukten
bereits an die lokale Suche andockt und versucht, den dortigen
Traffic zu monetarisieren. So gibt es bereits seit einiger
Zeit in den USA die so genannten Google Tags (http://www.google.com/help/tags/),
bei denen man sein Places-Listing für 25 Dollar pro Monat
um ein Angebot erweitern kann (siehe Abbildung 1). Dieses
Produkt wird wahrscheinlich in nächster Zeit auch jenseits
der USA verfügbar sein und könnte für Werbetreibende
durchaus attraktiv sein.
Ein neues Produkt ist auch Google Boost, das derzeit in einigen
Metropolen der USA getestet wird (http://www.google.com/support/places/inproduct/bin/answer.py?hl=en&answer=1040967).
Mit Boost soll es für lokale Unternehmen leichter werden,
Werbung zu schalten. So gibt man in seinem Places-Konto nur
noch ein Werbebudget an - den Rest (z. B. die Auswahl passender
Keywords) übernimmt Google selbständig. Derzeit
ist noch vollkommen offen, ob dieses Produkt auch in den Regelbetrieb
übernommen wird, aber es zeigt auf jeden Fall, dass der
Suchmaschinenriese ein starkes Potenzial in der lokalen Suche
sieht. Google hat aber wohl auch erkannt, dass bei vielen
lokalen Unternehmen wenig Online-Marketing-Know-How vorhanden
ist, so dass ein Produkt wie Google Boost Unternehmen helfen
kann, die mit der Betreuung eines AdWords-Kontos überfordert
wären.
Über Google Places hinaus gibt es aber auch noch andere
Aspekte, bei denen man erkennen kann, dass in dem Unternehmen
ein Fokus auf Lokales gelegt wird. So steht zu erwarten, dass
auch die Produktsuche bald um lokale Angebote ergänzt
wird. In den USA gibt es auch das schon: Wer hier nach Produkten
sucht, kann auch herausfinden, welche Ladengeschäfte
in der Nähe das gesuchte Produkte führen. Hier zeigt
sich aber auch, dass diese Option eher von großen Einzelhändlern
wie Sears genutzt wird.
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Abbildung 2: Hotel-Eintrag mit Preisangaben
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Google versucht auch immer mehr Daten in seinen lokalen Ergebnissen
zu aggregieren. So werden etwa seit einiger Zeit bei der Suche
nach einem Hotel in Deutschland auch die ungefähren Zimmerpreise
angezeigt (siehe Abbildung 2). Andere Daten wie Bewertungen,
verschiedene Attribute und Fotos von anderen Websites aggregiert
Google ja bereits seit längerer Zeit. Lokal agierende
Unternehmen müssen also darauf achten, dass sie auf vielen
für die Suchmaschine relevanten Plattformen vertreten
sind und dass die dort präsentierten Informationen auch
kohärent sind.
Bewertungen
Stand der Dinge
Derzeit gibt es bei Google die folgenden Stellen, an denen
Bewertungen für Shops, Produkte etc. eine Rolle spielen:
- Lokale Suche: Bereits seit einigen Jahren werden für
Objekte aus Google Places (also lokale Einträge wie
Hotels, Restaurants und Rechtsanwälte) durch Benutzer
angelegte Bewertungen angezeigt. Diese können zwar
auch direkt bei Google abgegeben werden, stammen aber überwiegend
von anderen Sites (Yelp, Qype,
).
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Abbildung 3: Bewertungen erscheinen auch in den
AdWords (Seller Rating Extensions)
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Online-Shops: Auch Online-Shops verfügen bereits über
Bewertungen, die allerdings noch nicht direkt bei Google
abgegeben werden können. Diese werden stattdessen auf
externen Websites gefunden (siehe Kasten: Shop-Bewertungen)
und in der Google Produktsuche dargestellt - und neuerdings
auch in den AdWords (siehe Abbildung 3).
Google wird immer mehr zum Aggregator, da Daten (in diesem
Fall Bewertungen) von anderen Plattformen eingelesen werden,
um die Suchergebnisse damit anzureichern. Dieser Trend besteht
schon seit längerer Zeit und wird wohl auch noch anhalten.
Für Website-Betreiber bedeutet dies, dass sie wissen
müssen, welche Plattformen von Google beachtet werden,
um dann dort gezielt zu optimieren. Wer also z. B. möchte,
dass die Suchmaschine mehr Bewertungen für den eigenen
Online-Shop erkennen kann, sollte Kunden auf Anbieter wie
Trusted Shops oder ShopAuskunft.de lenken, da dort abgelegte
Bewertungen von Google erkannt werden.
Relevanz
Zumindest bei Google Places sind Bewertungen (eher die Anzahl
als die Qualität) ein wichtiges Ranking-Kriterium. Aber
auch für Nutzer sind Bewertungen natürlich hilfreich.
Wer zwei Websites zur Auswahl hat, wird sich wohl tendenziell
eher für die besser bewertete entscheiden.
Indem man dafür sorgt, dass Google viele Bewertungen
für die eigene Website findet, sorgt man also nicht nur
für ein besseres Ranking, sondern eventuell auch für
bessere Klick-Raten im Vergleich zu anderen Listings mit schlechteren
Bewertungen.
Prognose
Zwar kann man Bewertungen (zumindest für Objekte aus
Google Places) auch direkt bei Google abgeben, aber der Großteil
der Bewertungen wird kurz- und mittelfristig von externen
Websites stammen. Website-Betreiber müssen also die entsprechenden
Websites kennen und Kunden gezielt dorthin lenken.
Shop-Bewertungen
Google importiert Bewertungen für Online-Shops
vor allem aus den folgenden Quellen:
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Es ist auch zu erkennen, dass Bewertungen in die bezahlte
Suche einfließen: So gibt es seit November 2010 in Deutschland
die so genannten Seller Rating Extensions (siehe Abbildung
3). Wenn ein Online-Shop mehr als 30 Bewertungen und eine
durchschnittliche Bewertung von 4,0 oder besser hat, werden
die Bewertungen auch in den AdWords angezeigt. Derzeit funktioniert
das aber nur für Online-Shops. Zukünftig könnte
das aber auch für lokale Anbieter erfolgen, so dass die
Bewertungen aus Google Places auch in den AdWords erscheinen.
Video
Stand der Dinge
2010 war laut Google das Jahr der Videos, also ein Jahr,
in dem man sich besonders um Videos und die Suche danach kümmern
wollte. Das wurde sicherlich auch gemacht - wenn auch nicht
in gewaltigem Umfang.
In jedem Fall wurden einige Veränderungen an den Video-Sitemaps
durchgeführt und auch an der Unterstützung für
Videos in den Google Webmaster Tools wurde gearbeitet. So
gibt es in den Webmaster Tools nun einen eigenen Unterpunkt,
der eventuelle inhaltliche Fehler in der Google-Video-Sitemap
anzeigt.
Relevanz
Videos sind in Bezug auf Suchmaschinen-Optimierung vor allem
deshalb interessant, weil sie via Universal Search angezeigt
werden oder auch, weil Suchergebnisse um ein Video-Thumbnail
ergänzt werden können.
Aber auch YouTube - laut eigenen Angaben immerhin die zweitgrößte
Suchmaschine der Welt - ist für Website-Betreiber interessant,
weil dort in vielen Themengebieten hohe Suchvolumina zu finden
sind. Grundsätzlich erfordert YouTube allerdings auch
oft ein Umdenken hinsichtlich der Inhalte, da auf YouTube
sehr selten nach konkreten Produkten gesucht wird. Wer auf
YouTube erfolgreich sein möchte, muss vielmehr relevante
Inhalte anbieten, die auch nicht primär werblich sein
sollten.
Prognose
Videos sind schon deshalb interessant, weil der Konkurrenzgrad
meist nicht besonders hoch ist. Denn nicht alle Unternehmen
können oder wollen sie bereitstellen. So hat zwar jede
gute Ferienwohnung mittlerweile eine Website, aber für
kaum eine findet man auf YouTube oder im Google-Index ein
Video. Bei Videos existiert also noch eine echte Marktlücke,
bei der - zumindest zurzeit - noch viele Unternehmen Neuland
innerhalb ihrer Branche betreten können.
Insgesamt werden sich Videos wohl immer weiter durchsetzen,
was dann aber leider wieder dazu führen wird, dass der
Konkurrenzdruck auch hier zunehmen wird. So fluten derzeit
bereits viele Online-Shops YouTube und den Google-Video-Index
mit automatisiert erstellten Produkt-Videos.
Langfristig wird eine solche Strategie wohl nicht aufgehen.
Unternehmen, die auch Videos erstellen möchten, sollten
sich also eine klare Strategie überlegen, um sich positiv
abzugrenzen: Welche Inhalte wünscht der Kunde? Wie sucht
er danach? Und wie produziert man möglichst preisgünstig
Videos, die vom Kunden als relevant eingestuft werden?
Mehr zum Thema
Mehr zum Thema Videos (und auch Video-SEO) finden Sie
im letzten suchradar, Ausgabe 26. Dort erfahren Sie
auch mehr über YouTube Promoted Videos und YouTube
Analytics.
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Unser Blog-Tipp
Wer sich für Video SEO und Video-Marketing interessiert,
sollte bei diesem Blog viele aktuelle Informationen
finden:
www.reelseo.com
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Social Media & Realtime
Stand der Dinge
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Abbildung 4: Realtime-Suche bei Google
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Seit 2010 gibt es in Google auch die Realtime-Ergebnisse,
die aus Twitter, Facebook, Blogs & Co. stammen. Wer etwas
sehr aktuelles sucht, sieht manchmal die Realtime-Ergebnisse
in den Suchergebnissen. Oder aber man nutzt den neuen Filter
namens "Statusupdates", der dann die aktuellsten
Nachrichten anzeigt und diese laufend um die neuesten Beiträge
ergänzt (siehe Abbildung 4).
Um das überhaupt machen zu können, hat das Unternehmen
aus Mountain View in diesem Jahr ein Update namens Caffeine
umgesetzt. Während es früher recht lange dauerte,
bis Google neue Seiten in den Index aufnahm, ist man dank
Caffeine in der Lage, sekundenschnell neue Beiträge einzufügen.
Grundsätzlich muss man aber sagen, dass man zumindest
derzeit mit diesen Änderungen und auch der Anzeige der
Realtime-Resultate nur extrem selten in Berührung kommt.
Die Einbindung der Realtime-Resultate in die Suchergebnisse
erfolgt wie gesagt nur sehr selten und auch dann werden diese
nicht unbedingt wahrgenommen.
Relevanz
Auch wenn die Auswirkungen derzeit sehr gering sind, darf
man die Perspektive hier nicht außer Acht lassen. Google
wird die neuen Social-Media-Beiträge sicherlich nicht
nur zur Anzeige auf aktuellen Suchergebnisseiten nutzen.
Vielmehr geht es hier um unterschiedliche Aspekte:
- Discovery:
Google kann z. B. via Twitter verbreitete URLs dazu nutzen,
den eigenen Crawler zu "füttern". So kann
Google aktuelle, beliebte Seiten schneller finden und gezielt
indexieren.
- Ranking:
Die Nennung von URLs auf Twitter und Facebook validiert
entsprechend verbreitete Websites. Wenn eine Vielzahl von
Menschen rund um den Globus eine bestimmte URL via Social
Media erwähnen, ist das ein starkes Signal, dass es
sich dabei um eine legitime Website handelt.
- Trends:
Wenn bestimmte Themen kurzfristig gehäuft Erwähnung
finden, kann Google hieraus schließen, dass es sich
um ein aktuelles Thema handelt. Dann greift der so genannte
QDF-Mechanismus (Query deserves Freshness), bei dem vermehrt
aktuelle Medien in den Ergebnislisten erscheinen.
Relevant ist hier insbesondere der zweite Faktor. Die gehäufte
Nennung via Social Media kann eine Website in den Augen Googles
validieren.
Prognose
Die Realtime-Suche wird sicherlich noch an Bedeutung zunehmen,
auch wenn sie natürlich für viele Themen nicht greifen
kann, weil über diese in sozialen Medien einfach nicht
geredet wird (große Teile des B2B-Segments, aber auch
Erotik-Angebote).
Informationen aus Social-Media-Quellen sind für Google
aber viel zu verlockend, um sie nur als Realtime-Ergebnisse
anzuzeigen. Unternehmen sollten sich damit - soweit das für
die eigene Branche sinnvoll ist - auseinandersetzen, aber
auch nicht in Panik verfallen. Der aktuelle Hype um Social
Media ist sicherlich nicht gerechtfertigt.
Google Produktsuche, Google Base
Zunächst zur Klärung der Begrifflichkeiten: Google
Base ist die Schnittstelle, mit der man Produktdaten strukturiert
an Google übergeben kann. Die Google Produktsuche ist
eine Ausprägung von Google Base, bei der nach Produkten
gesucht werden kann.
Stand der Dinge
Die Google Produktsuche hat grundsätzlich zwei Vorteile:
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Abbildung 5: Google-Nutzer werden auf die Produktsuche
geleitet
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Die Produktsuche generiert für viele Online-Shops signifikant
viel Traffic. Google-Nutzer werden bei einer Suche nach
einem Produkt oftmals auf die Produktsuche geleitet (siehe
Abbildung 5). Auch wenn jemand seine Suche nicht direkt
in der Produktsuche beginnt (Link "Shopping" auf
der Suchergebnisseite), wird er durch diesen Mechanismus
die Produktsuche oftmals doch nutzen - vielleicht, ohne
sich dessen bewusst zu sein.
- Das Einstellen von Shop-Daten in die Google Produktsuche
ist kostenlos. Umso mehr verblüfft es, dass derzeit
nur ca. 30 Prozent aller Online-Shops dies nutzen (http://www.internetkapitaene.de/2010/08/09/nutzung-der-google-produktsuche-durch-online-shops-kein-signifikanter-zuwachs-seit-oktober-2009/).
Relevanz
Die Produktsuche wird von vielen Online-Shops, die dort Informationen
hinterlegt haben, als sehr wichtiger Traffic- und Umsatz-Kanal
angesehen. Da die Nutzung der Google Produktsuche derzeit
kostenlos ist, sollten Betreiber von Online-Shops das Angebot
nutzen - wenn sie nicht davor zurückschrecken, alle ihre
Daten in strukturierter Form bei Google abzuliefern. Um herauszufinden,
ob die Maßnahme Erfolg hatte, ist es natürlich
wichtig, dass das eigene Web-Analytics-Tool den Traffic aus
der Produktsuche vom normalen organischen Traffic unterscheiden
kann.
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Abbildung 6: Produktsuche meets AdWords
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Die Produktsuche ist übrigens auch für AdWords-Werbetreibende
relevant, da es eine Erweiterung gibt, bei der die Produkte
auch in den AdWords angezeigt werden (siehe Abbildung 6).
Diese Erweiterung ist aber seit geraumer Zeit im Beta-Stadium
und damit noch nicht für alle Unternehmen verfügbar.
In den USA hat es diese Erweiterung jetzt unter dem Namen
Google Product Ads (http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=en&answer=188479)
in den Regelbetrieb geschafft. Auch für Deutschland steht
das in absehbarer Zeit zu erwarten.
Prognose
Die Google Produktsuche wird sich sicherlich weiterentwickeln.
So gibt es derzeit in den USA interessante Erweiterungen,
bei denen zu allgemeinen Suchanfragen "Popular Products"
(häufig gekaufte Produkte) und "Aisles" (Unterkategorien)
angezeigt werden (siehe http://googleblog.blogspot.com/2010/11/improvements-to-product-search-for-this.html).
Es wäre aber nicht fair, Google Base nur auf die Produktsuche
zu reduzieren - auch wenn das zumindest in Deutschland derzeit
noch der Realität entsprechen würde. In Base können
auch viele andere Informationen (Immobilien, Stellenangebote,
Fahrzeuge, Veranstaltungen,
) abgelegt werden. Das hat
derzeit noch keine Auswirkungen, aber in den USA hat der Marktführer
bereits mit einer Immobiliensuche experimentiert, die auf
Google Base basiert.
Grundsätzlich ist es nicht unbedingt sinnvoll, bereits
jetzt alle Daten strukturiert bei Google abzuliefern. Aber
es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis für bestimmte
vertikale Themen (z. B. Immobilien) auch Suchmechanismen ähnlich
der Google Produktsuche eingebaut werden.
Technisch wäre das mit Sicherheit bereits möglich,
so dass man sich schon fragen kann, warum Google diese Einbindungen
noch nicht vornimmt. Immerhin wird bereits seit ca. fünf
Jahren mit diversen Möglichkeiten experimentiert. Es
kann sein, dass die Datenqualität oder -quantität
noch nicht ausreicht, aber es könnte eben auch sein,
dass Google seine zahlenden Kunden nicht verärgern möchte.
Schließlich geben z. B. Immobilienportale viel Geld
für Google AdWords aus und diese Kundschaft würde
man mit einer prominent eingebundenen Immobiliendatenbank
sicherlich verärgern.
Verlinkung, Linkaufbau
Stand der Dinge
Es ist relativ schwierig, den aktuellen Stand der Dinge in
Bezug auf Linkaufbau zusammenzufassen, da es hier sehr viele
unterschiedliche Aspekte und dazu auch sehr unterschiedliche
Meinungen gibt. Google bewertet nach wie vor Websites vor
allem auf Basis ihrer externen Verlinkungen - nur dass bei
der Bewertung der Links eben immer intelligenter vorgegangen
werden muss.
Denn grundsätzlich handelt es sich beim Linkaufbau um
ein Katz-und-Maus-Spiel. Google gibt seit Jahren die ewig
gleiche Devise aus: "Bau eine tolle Website und die Links
kommen wie von selber." Selbst wenn man an diese Devise
glaubt, muss man anerkennen, dass diese Strategie einfach
zu viel Zeit braucht - Zeit, die viele nicht haben. Außerdem
sind gerade im Affiliate-Segment viele Websites zu finden,
die keinerlei wirklich gute Inhalte oder Funktionalität
haben, so dass ein organischer Linkaufbau hier überhaupt
nicht funktionieren würde. Unter diesen Voraussetzungen
setzen Website-Betreiber eben auf Tricks, um Verlinkungen
aufzubauen - und Google muss gegen diese Tricks vorgehen.
Man kann davon ausgehen, dass die meisten Verlinkungen nicht
das sind, was die Erfinder der Suchmaschine eigentlich gerne
hätten: Ein Link soll nach dem klassischen PageRank-Modell
ein "Vote" sein, also ein positives Indiz dafür,
dass die verlinkte Website relevant ist. Folglich muss Google
gegen diese "falschen" Links vorgehen und z. B.
Heuristiken entwickeln, um Links bewerten zu können.
So kann ein Link in einem Forum legitim sein (ein Forenmitglied
äußert sich positiv über eine Website) oder
eben auch illegitim (der Website-Betreiber schreibt dort unter
falschem Namen selber etwas).
Google wird zwar immer besser darin, legitime von illegitimen
Links zu unterscheiden, aber es ist nach wie vor möglich,
die Verlinkung zu beeinflussen. Insbesondere beim Kampf gegen
gekaufte Links ist man nahezu machtlos, weil ein gekaufter
Link prinzipiell nicht von einem organischen Link zu unterscheiden
ist.
Relevanz
Links stellen im Google-Algorithmus einen sehr wichtigen
Baustein dar. Eine Website kann gute Inhalte und Features
haben: Ohne eine gute Verlinkung, vor allem von thematisch
passenden und ebenfalls gut verlinkten Websites, hat eine
Website innerhalb einer größeren Konkurrenz keine
Chance.
Prognose
Da es Jahre dauern kann, bis sich Links auf "normalem"
Wege einstellen, wird es auch so bleiben, dass Website-Betreiber
hier "nachhelfen". In den letzten Jahren haben sich
die einfachen Link-Potenziale deutlich verringert. Ein paar
Eintragungen in Social-Bookmarking-Verzeichnisse, Artikelverzeichnisse
und allgemeine Verzeichnisse erzeugen meist keinen spürbaren
Effekt mehr - mal davon abgesehen, dass es meist ohnehin nur
noch Nofollow-Links gibt.
Insgesamt sind wohl verschiedene Trends zu spüren:
- Die Tatsache, dass es kaum noch gute "leicht erreichbare"
Links gibt, könnte dazu führen, dass die Anzahl
der gekauften Links zunehmen wird.
- Social Media wird - je nach Branche - eine gewisse Relevanz
erreichen, weil auf diesem Wege eben relevante Links aus
der Community und von gut verlinkten Medienportalen erzeugt
werden können. Dadurch, dass immer mehr Unternehmen
hier ihr Glück versuchen, wird es allerdings auch schwieriger
werden, für die eigenen Maßnahmen noch die nötige
Aufmerksamkeit zu erlangen.
- Beziehungen werden wichtiger werden - sei es zu anderen
SEOs oder Agenturen, um Links zu erhalten, aber auch zu
relevanten Bloggern und Portalen. Da viele Website-Betreiber
mit Linkanfragen überhäuft werden, ist es natürlich
von Vorteil, wenn man eine Beziehung zu einer relevanten
Linkquelle unterhält, um so einen Link zu erhalten,
den andere nicht bekommen können.
In jedem Fall aber wird es wohl immer mehr Grips erfordern,
um ohne gekaufte Links relevante Reichweiten zu erzielen.
Google-Suche und -Algorithmus
Stand der Dinge
Bei der Google-Suche an sich gab es verschiedene Änderungen
im Jahr 2010. Einige waren optischer Natur, einige funktional
und wieder andere betrafen das Herz der Suche, den Algorithmus.
Vor allem Google Instant hat ein recht großes Presse-Echo
erzeugt, auch wenn die Auswirkungen auf SEO und SEM gering
bis gar nicht messbar waren. Bei Instant erscheinen die Suchergebnisse
bereits, während man tippt. Wer "backo" eingibt,
erhält schon die Suchergebnisse für "backofen"
angezeigt. Außerdem zeigt die Suchmaschine - ähnlich
wie schon vorher bei Google Suggest - Vorschläge für
mögliche Suchen an. Man befürchtete, dass Besucher
in bestimmte Richtungen gelockt würden. Allerdings gibt
es derzeit noch keine öffentlich bekannten Studien, die
diese Befürchtung untermauern können.
Neu hinzugekommen sind im Jahr 2010 auch die linken Navigationsfilter,
mit denen man die Suchergebnisse filtern kann. So kann man
nun dort nach Shopping- oder Blog-Ergebnissen suchen und die
Suchergebnisse auch zeitlich weiter einschränken.
Auch am Suchmaschinen-Algorithmus wurde permanent etwas geändert.
So gab es in diesem Jahr das so genannte Mayday-Update, das
dafür gesorgt hat, dass auch bei Longtail-Suchanfragen
die Google-Ergebnisse besser wurden. Über dieses Update
sollten vor allem automatisierte Inhalte ohne großen
Mehrwert gezielt aus den Suchergebnissen verbannt werden -
was natürlich nicht immer gut funktioniert.
Es scheint auch so, als seien die Effekte des 2009 durchgeführten
so genannten Vince-Updates zurückgenommen worden. Durch
dieses Update wurden besonders Marken-Websites bevorzugt -
ein Effekt, den es mittlerweile nicht mehr gibt.
Auch wird offensichtlich, dass Google nach immer mehr Signalen
sucht, die nicht einfach manipuliert werden können. Hier
sind vor allem die Verbreitung in Social Media und die Absprungrate/Besuchsdauer
zu nennen. Dadurch, dass viele Nutzer die Google Toolbar installiert
haben und durch die weite Verbreitung von Google Analytics,
verfügt Google ja auch über viele Nutzungsdaten,
die auch in die Rankings einfließen können. Der
2010 eingeführte Ranking-Parameter der Ladegeschwindigkeit
einer Website ist im Vergleich zu den Nutzungsdaten dann schon
wieder sehr einfach zu verbessern.
Relevanz
Die optischen und funktionalen Änderungen haben eigentlich
keinen spürbaren Effekt gebracht - was man über
die algorithmischen Änderungen nicht gerade sagen kann.
Derartige Updates betreffen Websites leider immer sehr unterschiedlich.
Manche spüren gar keine Effekte, manche erhalten danach
noch mehr Traffic und manche verlieren an Traffic - ob gerechtfertigt
oder nicht.
Grundsätzlich ist es natürlich hilfreich, sich
mit Algorithmus-Änderungen auseinanderzusetzen, aber
leider kann man bei SEO eben nicht kurzfristig gegensteuern.
Wer vor großen Änderungen relativ gut geschützt
sein möchte, muss sich also schon überlegen, welche
Arten von Websites der Marktführer gerne "mag"
und welche nicht.
Den Kampf gegen automatisiert erstellte, relativ Content-arme
Websites wird dabei schon lange geführt. Vor allem Affiliate-Sites
mit wenig Inhalten (so genannte Thin Affiliate Sites), die
oftmals nur über gute Links nach oben kommen, stehen
auf der Beliebtheitsskala nicht gerade weit oben.
Insgesamt ist bei alledem natürlich wichtig, dass Google
immer von Signalen spricht. So dominiert nicht ein einzelner
Aspekt die Ranking-Faktoren. Vielmehr werden diese anhand
vieler unterschiedlicher Aspekte gebildet - was auch ein Grund
dafür ist, dass die Ladegeschwindigkeit einer Website
bei ca. 99 % aller Sites (laut Google) keine Auswirkungen
auf die Rankings hat.
Prognose
Google wird sich immer stärker bemühen, reale Nutzungsdaten
in die Rankings einfließen zu lassen, da diese schwieriger
zu manipulieren sind. Aber auch Faktoren wie Social Media
werden sicherlich wichtiger werden, auch wenn Sie natürlich
die etablierten Signale nicht von heute auf morgen verdrängen
werden.
Die Grundtendenz hinter all den Änderungen dieses Jahres
(und der Jahre davor) ist relativ einfach: Google möchte
gerne legitime Websites in den Suchergebnissen anzeigen. Websites,
die starke organische Links aufweisen oder die in Twitter
und auf Facebook oft genannt werden, sind dabei solche, die
Google auch langfristig "mögen" wird.
Deswegen sollten sich Website-Betreiber natürlich vor
allem damit auseinandersetzen, wie man die eigene Website
besser und attraktiver für die Nutzer macht. SEO ist
leider ein sehr strategisches Instrument, bei dem man - anders
als bei SEM - nicht kurzfristig alles über den Haufen
werfen kann. Unternehmen sollten also grundsätzliche
Entscheidungen treffen und die entsprechenden Weichen für
die Zukunft stellen.
Die Google-Suche selber wird sicherlich noch weitere Veränderungen
in den nächsten Jahren erleben. Aber wie auch in diesem
Jahr steht hier nicht zu erwarten, dass diese Änderungen
grundlegender Natur sein werden (also z. B. die Abkehr von
zehn organischen Suchergebnissen).
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Über den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins
suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion Germany.
E-Mail:
markus@suchradar.de
Markus Hövener (@bloonatic)
bei Twitter:
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