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Ausgabe 27 > Unique-Content-Einkauf
Unique Content:
Reibungsloser Ablauf des Einkaufs für Agenturen
Beim Content-Kauf gibt es eine Vielzahl von Stolpersteinen,
wie zum Beispiel die Wahl kompetenter Autoren, die Erstellung
eines Autoren-Briefings, und die Angabe der richtigen Keyworddichte,
die eine echte Herausforderung darstellen.
Von Dr. Arne-Christian Sigge.
Online-Agenturen beraten ihre Kunden oftmals mit dem Ziel,
ein besseres Suchmaschinen-Ranking für die Webseite des
zu betreuenden Unternehmens zu erzielen. Hierbei spielt Unique
Content neben dem gezielten Linkaufbau eine wichtige Rolle.
Der benötigte Content wird kaum noch eigenständig
durch Agenturen oder den Kunden selber erstellt. Bei der Texterstellung
schafft konsequentes Outsourcing an Textagenturen oder freie
Texter Freiräume für die eigene Kernkompetenz der
Unternehmen und Agenturen. Aber wie funktioniert die Zusammenarbeit
zwischen Agentur/Unternehmen und Textagenturen? Was muss man
dabei beachten?
Um einen reibungslosen Ablauf bei der Erstellung von Texten
durch einen Dienstleister sicherzustellen, ist ein gute Vorarbeit
unabdingbar. Eine Vielzahl von Fragen lässt sich im Vorfeld
klären und erleichtert den Textern ihre Arbeit.
Aufgaben im Rahmen einer Texterstellung
Von der Idee bis zum fertigen Text fallen eine Vielzahl von
Tätigkeiten an. Jede Agentur hat für sich zunächst
zu klären, welche Tätigkeiten eigenständig
übernommen werden können. Die Angaben zu Keywords
und Keyworddichte sollten i. d. R. durch die Agentur erfolgen,
da dies letztlich zur Kernkompetenz der Auftraggeber gehört.
Ein zielführendes Autoren-Briefing, die Wahl der Textqualität
und des richtigen Autors, der den gewünschten Ton trifft,
ist dagegen keine leichte Aufgabe, wenn man sich nicht täglich
mit dieser Thematik beschäftigt.
Die Textqualität erfolgt bei einigen Dienstleistungs-Plattformen
über die Eingruppierung in ein Bewertungssystem, das
"2 Sterne" (geringe Qualität) bis "5 Sterne"
(sehr gute Qualität) umfasst. Um ein Gefühl für
die Textqualität zu bekommen, empfiehlt sich die Anforderung
von Mustertexten der jeweiligen Qualitätsstufe.
Die Wahrung eines einheitlichen Schreibstils kann nur durch
ein abgestimmtes Autoren-Pooling sichergestellt werden. Einige
Textagenturen bietet Auftraggebern die Möglichkeit, dies
in Eigenregie vornehmen zu können. So können dort
Autoren in Gruppen zusammengefasst und Textaufträge an
diese Autorengruppe vergeben werden.
Self-Service vs. Full-Service
Grundsätzlich kann zwischen Self- und Full-Service-Dienstleistung
unterschieden werden. Den Self-Service Bereich kann jeder
Textsuchende nutzen, der die Bereitschaft mitbringt, eigene
Zeitkapazitäten in den Prozess der Texterstellung miteinzubringen.
Eigene Erfahrungen aus dem Prozess der Texterstellung sind
durchaus von Vorteil, wenngleich nicht zwingend erforderlich,
um den Self-Service erfolgreich nutzen zu können.
Beim Full-Service werden dem Auftraggeber sämtliche
Tätigkeiten abgenommen, d. h. dem Auftraggeber werden
die fertiggestellten Texte geliefert. Eine Mitwirkung des
Auftraggebers ist nach der Definition des Textauftrags in
der Regel nicht mehr erforderlich.
Vorstellung/Zielsetzung als Grundlage
Klare Vorstellungen darüber, was mit den zu erstellenden
Texten erreicht werden soll, und in welchem Kontext bzw. Content-Konzept
- sofern vorhanden - dieser Text eingebracht wird, erleichtern
die Erstellung des Autoren-Briefings und sollten sowohl für
den Self- als auch Full-Service vorhanden sein.
Die Geheimnisse eines erfolgreichen Autoren-Briefings
Im Rahmen der Abwicklung einer Full-Service-Dienstleistung
wird dieser anspruchsvolle Part vom beauftragten Dienstleister
angeboten, was beim Self-Service vom Auftraggeber selbst zu
erledigen ist.
Lobenswert ist es, wenn die Self-Service-Plattformen ihre
Kunden durch Briefing-Vorlagen bei dieser anspruchsvollen
Aufgabe unterstützen. Aber auch ohne diese Vorlagen lässt
sich ein adäquates Autoren-Briefing erstellen. Nachfolgend
werden die wichtigsten Aspekte aufgeführt, die ein Autoren-Briefing
enthalten sollte.
In der Kürze liegt die Würze
Fassen Sie sich kurz, denn die Autoren, die für externe
Dienstleister arbeiten, haben aufgrund der Vielzahl von abzuarbeitenden
Aufträgen oftmals wenig Zeit für das Lesen mehrseitiger
Textanforderungen. Faustregel: Das Briefing sollte den Umfang
einer DINA4 Seite nicht überschreiten.
Formulieren Sie präzise und verständlich
Analog der Erwartungshaltung, einen gut lesbaren und verständlichen
Text zu erhalten, sollte das Briefing gut strukturiert und
verständlich formuliert sein. Komplizierte Autoren-Briefings
führen zu deutlich längeren Bearbeitungszeiten und
senken zudem die Attraktivität dieser Textaufträge.
Gerade bei Aufträgen, die über einen für alle
Autoren zugänglichen Marktplatz (Open Order genannt)
angeboten werden, bleiben unter Umständen lange unbearbeitet,
oder finden im schlimmsten Fall gar keinen Autor, der den
betreffenden Auftrag bearbeiten möchte.
Vermeiden Sie ein Keyword-Korsett
Die Keyword-Anforderungen sollten nicht vollkommen konträr
zu der Anforderungen, einen gut lesbaren Text zu formulieren,
sein. Sehr starre Anforderungen schränken die Möglichkeit,
einen ansprechendes Text zu formulieren, stark ein. Das betrifft
sowohl den Umfang als auch die Positionierungswünsche
im Text.
Welche Auftragsarten gibt es?
Wer seine Textaufträge eigenständig über eine
Dienstleistungsplattform vergibt, also nicht den Full-Service
nutzt, sollte die unterschiedlichen Auftragsarten kennen.
Neben der bereits erwähnten Auftragsart Open Order,
die in erster Linie zur Sichtung guter Autoren verwendet werden
sollte, gibt es die Direct Order. Textaufträge sollten
vornehmlich als Direct Order durch bereits bekannte Autoren
bearbeitet werden. Durch diese Vorgehensweise erhält
der Auftraggeber Sicherheit in punkto Textqualität, Stil
und Tonalität.
Mit welchen Kosten muss gerechnet werden?
Die Kosten hängen vom Umfang der beauftragten Dienstleistung
ab. Die Full-Service Dienstleistung, also die Übertragung
sämtlicher Tätigkeiten an die Dienstleistungs-Plattform,
angefangen bei der Keyword-Recherche bis hin zum Korrektorat,
ist die teuerste Variante des Texteinkaufs. Als Faustregel
kann hier durchaus mit einem Aufpreis-Faktor von 2,5 auf die
jeweils gültigen Pro-Wort-Preise der am Markt agierenden
Self-Service-Plattformen gerechnet werden.
Die Self-Service-Preise liegen im untersten Preis-Segment
bei ca. 1,2 Cent und reichen bei der Vergabe eines offenen
Auftrags (Open Order) bis zu 6 Cent pro Wort im höchsten
Qualitätsbereich. Die persönlichen Preise der Autoren
im Rahmen der Abwicklung einer Direct Order beginnen bei ca.
1,9 Cent und reichen bis 30 Cent pro Wort.
5 Tipps für den Contentkauf
- Lassen Sie Texte in erster Linie für die Leser schreiben
Überzogene SEO-Anforderungen dürfen die Erstellung
eines lesbaren, ansprechenden Textes nicht unmöglich
machen.
- Erstellen Sie ein verständliches und gut strukturiertes
Autoren-Briefing
Wesentliche Bestandteile: Das Thema mit Angabe der Keywords
und der Keyworddichte, der Textaufbau, den Anforderung an
die Tonalität, etc.
- Nehmen Sie sich Zeit für die Autoren-Recherche sowie
das Finetuning des Autoren-Briefings
Lassen Sie sich über Open Order Aufträge Mustertexte
erstellen, um Autoren zu sichten und die Qualität Ihres
Autoren-Briefings zu hinterfragen.
- Fairer Umgang mit den Autoren
Vergüten Sie angemessen und kommunizieren Sie offen
und zeitnah mit Ihren Autoren. Ihr Ziel sollte es sein,
langfristige geschäftliche Partnerschaften zu knüpfen.
Preisdumping zahlt sich kaum aus, da Texte nachgearbeitet
werden müssen und ständig neue Autoren zu akquirieren
sind.
- Nutzen Sie Mehrwertdienste, wenn diese notwendig erscheinen
Werden anspruchsvolle und hochwertige Texte benötigt,
sollte ein Korrektorat oder Lektorat einkalkuliert werden.
Einige Plattformen bieten diese Dienstleistung aus einer
Hand an.
Fazit
Agenturen können ihren Workflow durch Content-Einkauf
optimieren. Der Kompetenzgewinn bei der Abwicklung von
Textaufträgen und die mögliche Erweiterung
der eigenen Angebotspalette kann zudem zur stärkeren
Bindung der eigenen Kunden genutzt werden.
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Über den Autor
Dr. Arne-Christian Sigge ist Geschäftsführer
der content.de AG und zuständig für die technische
Entwicklung des Unternehmens. content.de bringt tausende
Autoren mit Unternehmen zusammen, die anspruchsvolle
und suchmaschinenoptimierte Texte, Produktbeschreibungen
für Online-Shops und Bilder zum Festpreis suchen.
Internet:
http://www.content.de
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