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Ausgabe 27
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Praxistipp:
Linkaufbau mit Beziehungen
Von seinem Gegenüber bekommt leichter etwas, wer
vorher auch schon etwas gegeben hat. Das gilt auch für
Links. Und so lassen sich Twitter & Co. sehr gut für
den Linkaufbau nutzen. Von Markus Hövener.
Linkaufbau ist nach wie vor sehr wichtig, um bei Google vordere
Positionen einnehmen zu können. Aber wer keine Links
kaufen möchte oder über ein eigenes großes
Netzwerk verfügt, muss eben kreativer werden. Dazu gehört
auch, dass man andere Website-Betreiber kontaktiert und diese
um einen Linktausch bittet. Das kann dann entweder ein direkter
Linktausch oder ein indirekter Linktausch (Dreieckstausch)
sein.
Da aber sehr viele Unternehmen mittlerweile derartige Anfragen
per E-Mail verschicken, ist die Antwortrate darauf in letzter
Zeit immer stärker gesunken - zumindest, wenn man selber
keine außerordentlich attraktive Website besitzt. Wer
hier gewinnen will, sollte also auch die Psychologie bemühen.
So ist es leichter etwas zu bekommen, wenn man dem Gegenüber
vorher schon etwas gegeben und so eine gewisse Beziehung aufgebaut
hat. Und für diese Zwecke lassen sich Twitter und die
Google-Blog-Suche recht gut verwenden.
Beispiel 1: Twitter
Wer selber twittert, weiß, dass es bei Twitter unterschiedliche
Bewertungen gibt: die Anzahl der Follower und die Anzahl der
Re-Tweets. Wer seinem Gegenüber also das Gefühl
geben möchte, dass man ihn/sie schätzt, kann genau
an diesen beiden Punkten angreifen.
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Abbildung 1: Ein Tweet aus dem Themenbereich "Wandern"
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Wer z. B. ein Portal im Bereich Outdoor/Wandern betreibt,
könnte sich über die Twitter-Suche Tweets suchen,
in denen das Wort "wandern" kommt. Ein Beispiel
findet sich in Abbildung 1. Wer hier an einem Linktausch interessiert
ist, könnte also @harzhotel folgen und dann auch seinen
Beitrag re-tweeten.
Natürlich weiß man nie, ob die Gegenseite derlei
Maßnahmen auch aktiv mitbekommt, da das von dem jeweiligen
Twitter-Programm, mit dem dort gearbeitet wird, und dessen
individuellen Einstellungen oder sonstigen Monitoring-Maßnahmen
abhängt. Aber: Einen Versuch ist es wert. Und dank der
Möglichkeiten des Kurznachrichtendienstes muss man der
Gegenseite dann nicht einmal eine E-Mail schreiben, sondern
kann via Twitter eine direkte Nachricht dorthin verschicken.
Beispiel 2: Blogs
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Abbildung 2: Blog-Posts über die Google-Suche
finden
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Ähnlich kann man auch bei Blogs vorgehen. Wer die Google-Blog-Suche
nutzt, findet dann z. B. Blog-Posts wie http://www.tripwolf.com/de/blog/2010/11/03/7-gute-grunde-schneeschuh-wandern-auszuprobieren/
(siehe Abbildung 2).
Bei Blogs ist es leider etwas aufwändiger, das Interesse
der Gegenseite zu erwecken. In diesem Fall könnte man
im eigenen Blog einen kurzen Beitrag schreiben, in dem auf
den fremden Beitrag hingewiesen wird (inkl. URL und Verlinkung).
Dieser eigene Beitrag könnte z. B. Ergänzungen oder
Gegenargumente zum fremden Beitrag liefern (in diesem Fall:
Was ist der achte gute Grund für eine Schneeschuhwanderung?).
Falls alles gut läuft - und das eigene Blogsystem diese
Technik unterstützt -, erhält die Gegenseite einen
Pingback und wird über den Beitrag und die erfolgte Verlinkung
informiert. Selbstverständlich kann man hier auch noch
einen Kommentar in dem anderen Blog hinterlassen und sich
für den tollen Blog-Post bedanken. Danach muss der Website-Betreiber
dann aber auch noch (i. d. R. via E-Mail) kontaktiert werden,
um wegen eines Backlinks nachzufragen.
Ein bisschen Psychologie
Die beiden Beispiele sollen kein "How-to" sein,
sondern nur eine Idee verdeutlichen, die bei vielen Linktauschanfragen
oft vergessen wird - und zwar: "Was ist da für mich
drin?". Das muss jede Anfrage natürlich beantworten,
denn Altruismus ist beim Linkaufbau nicht sehr verbreitet.
Das Gegenüber bewertet jede Anfrage natürlich hinsichtlich
des eigenen Nutzens. Und genau da kann man positiv eingreifen,
indem der Gegenseite schon vorab ein Nutzen erbracht wurde.
Außerdem geht es hier nicht nur um Nutzen, sondern auch
um Anerkennung.
Wie gesagt: Hier ist eher die Grundidee wichtig. Natürlich
kann man das auch auf Facebook und andere Dienste ausweiten.
Wichtig ist dabei eben nur, dass zuerst etwas für das
Gegenüber getan wird.
Fazit
Dieser Tipp aus der täglichen Praxis zeigt eine
grundsätzliche Idee auf, die beim Linkaufbau wichtig
sein kann: Fast jeder möchte etwas als Gegenleistung
für einen Link. Und da ist es oftmals hilfreich,
wenn man diese Gegenleistung schon vorab erbringt.
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Über den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins
suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion Germany.
E-Mail:
markus@suchradar.de
Markus Hövener (@bloonatic)
bei Twitter:
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