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- Werbung -

YouTube Promoted Videos:
Self-Service-Werbung für Videos

Auf YouTube werben steht nicht nur den "Big Brands" zur Verfügung. Auch kleinere Unternehmen können dort ihre Videos bewerben und so wertvolle Kontakte erzeugen. Von Markus Hövener.

YouTube wird von Google gerne als zweitgrößte Suchmaschine bezeichnet. Wo aber gesucht wird, da kann man ja auch werben. Eine Möglichkeit, YouTube für Werbung zu nutzen, sind die so genannten YouTube Promoted Videos.

Wer auf YouTube nach etwas sucht, stößt manchmal in den Suchergebnissen auf ein paar Videos, die mit "Gesponserte Videos" übertitelt sind. Dies sind die YouTube Promoted Videos, also YouTube-Videos, die um eine Werbebotschaft ergänzt werden und zum Klicken einladen. Wer auf das Video klickt, landet wie bei einem "normalen" YouTube-Video auch auf der Seite, auf der das Video abgespielt wird und zudem weitere Informationen dazu verfügbar sind - nur dass der Aufruf dieses Videos das werbende Unternehmen eben Geld kostet.

Zunächst handelt es sich bei den Promoted Videos um ein interessantes Werkzeug, um gezielt Suchende auf eigene Videos zu locken. Aber wie geht man dabei vor? Und welche Regeln sollten beachtet werden?

Setup

Bevor mit YouTube Promoted Videos gestartet werden kann, muss man zunächst neben seinem YouTube-Account ein Google AdWords-Konto anlegen (falls noch keins vorhanden ist) und die beiden Konten miteinander verbinden. Das ist manchmal etwas hakelig und funktioniert nicht immer beim ersten Versuch.

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Abbildung 1: So setzt man den Text für ein Overlay

Wer nun seinen YouTube-Account mit einem AdWords-Konto verbunden hat, kann von einem zusätzlichen Feature profitieren: den Overlays. Wie in Abbildung 1 zu sehen ist, kann dann zu jedem eigenen Video Text für ein Overlay definiert werden, das über das Bild geblendet wird. Wer auf das Overlay klickt, wird dann zu einer - in der Regel - externen Seite geführt.

Interessanterweise reicht es aus, dass YouTube- und AdWords-Account miteinander verbunden sind. Weder muss ein Video ein Promoted Video sein noch muss überhaupt Geld ausgegeben werden, um Overlays definieren zu können.

Promoted Videos

Wer sein Video aber bei YouTube bewerben möchte, kann dies nun tun. Hierfür muss zunächst ein Video ausgewählt werden, um dann dafür eine so genannte Promotion zu erstellen (siehe Abbildung 2). Für die Promotion muss ein Text geschrieben werden und ein Bild als Thumbnail ausgewählt werden.

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Abbildung 2: Erstellen einer Promotion bei YouTube

Für die Texte gelten - wie bei "normalen" AdWords-Anzeigen auch - Richtlinien, an die man sich halten muss (http://www.youtube.com/t/promoted_videos_editorial_policy). So sind kreative Interpunktion (z. B. Ausrufezeichen) oder konsequente Großschreibung nicht erlaubt. Aber auch explizite Handlungsaufforderungen wie "Klicken Sie jetzt hier!" sind untersagt.

Einbettung in AdWords

Zusätzlich zu der Promotion müssen dann auch noch Keywords ausgewählt (siehe Kasten: Keyword-Tool) und ein Gebot für den Klick gesetzt werden. Diese Schritte klingen nicht nur nach dem "normalen" AdWords, sondern sind es auch: Wer sich mit seinem Account nun bei Google AdWords anmeldet, sieht eine normale Kampagnenstruktur mit einer Kampagne namens "YouTube Promoted Videos Campaign" (Name kann natürlich geändert werden) und Anzeigengruppen, die zu den jeweiligen Promotions passen (im Beispiel: "Wandern in Sri Lanka").

In AdWords kann man dann auch wie gewohnt Gebote ändern und Keywords ändern/hinzufügen/löschen. Die unterschiedlichen Keyword-Optionen (Broad Match, Exact Match, Phrase Match) gibt es hier wie gewohnt.

Auch die Anzeigen können direkt in seinem AdWords-Interface geändert werden. Hinzufügen lassen sich Anzeigen hier aber leider nicht direkt; dafür muss man dann doch wieder auf YouTube zurückgreifen.

Inhaltliche Fragen

Grundsätzlich muss bedacht werden, dass - auch wenn YouTube Promoted Videos auf AdWords basieren - es sich doch bei YouTube um eine andere Umgebung als Google handelt. Bei AdWords ist man es gewöhnt, Suchbegriffe wie "saunaofen günstig" einzubuchen, um dann Google-Nutzer auf eine passende Seite zu lenken.

YouTube ist da anders: Kaum jemand würde hier nach "saunaofen günstig" suchen. Stattdessen wird nach Musikvideos gesucht, nach Stars, nach Ereignissen, nach TV-Serien, nach Ländern, nach Orten und so weiter. Der Suchbegriff "saunaofen günstig" wäre hier vollkommen fehl am Platz.

Selbst wenn man einen guten Begriff gefunden hat, der bei YouTube gesucht wird, ist man noch nicht am Ziel. Denn der Besucher, der auf ein Promoted Video klickt, wird ja nicht direkt auf die Website des Werbetreibenden gelotst. Auch das Video muss überzeugen. Das Overlay wird erst nach einigen Sekunden eingeblendet, so dass jemand das Overlay nur dann sieht, wenn er das Video nicht wegklickt.

Wer also Saunaöfen verkauft, sollte nicht einfach nur 20-Sekunden-Spots von jedem Saunaofen drehen, sondern "etwas um die Ecke denken". So könnte man einen Sport über die Saunameisterschaften drehen und diesem Video dann eine Promotion für den Sauna-Shop hinzufügen.

Auch ist zu beachten, dass man ja zwei Werbetexte braucht:

  1. Der erste Werbetext erscheint auf der YouTube-Suchergebnisseite und sollte neugierig auf das Video machen ("Die Saunaweltmeisterschaft 2010 | Das spannende Finale: Wer sitzt am längsten?").
  2. Der zweite Werbetext erscheint dann im Overlay des Videos, das der YouTube-Nutzer sich anschaut. Hier sollte der Bogen vom Inhalt des Videos zur eigenen Website gespannt werden ("Auch Bock auf Sauna? Komplettsauna ab 2.499 Euro - für kommende Weltmeister!").
Erfahrungen

Die Erfahrungen mit Promoted Videos sind recht unterschiedlich. In der Regel ist es aber so, dass YouTube zunächst ein recht hohes Gebot beim Einstellen einer Promotion verlangt, damit die Werbung überhaupt angezeigt wird. Danach sinken die nötigen Gebote aber schnell, sobald sich die entsprechend notwendigen Qualitätsfaktoren eingestellt haben.

Interessant ist in jedem Fall die Möglichkeit, Overlays zu definieren, weil man so Besucher viel effektiver auf die eigene Website leiten kann. Sofern Suchbegriff, Video und Zielseite in einem sinnvollen Zusammenhang stehen, kann man hier auch recht gute Weiterklickraten erzielen.

Der Erfolg einer Kampagne sollte aber nicht nur anhand der Weiterklickraten und der effektiven Kosten pro Besucher errechnet werden. Denn: Es geht ja hier auch meistens darum, Markenaufbau zu betreiben und auch YouTube-Abonnenten zu gewinnen.

 

Fazit

YouTube Promoted Videos sind - gute Videos vorausgesetzt - ein interessantes Mittel, das derzeit nur von sehr wenigen Werbetreibenden eingesetzt wird. Dabei können diese gerade von zum Teil niedrigen Klickpreisen profitieren, wenn sie denn einige Grundregeln beachten.

 

YouTube Promoted Videos

YouTube bietet auf der Website leider relativ wenige Informationen zu den so genannten Self-Service-Anzeigen. Wer mit YouTube Promoted Videos starten möchte, sollte dennoch hier beginnen:
http://www.youtube.com/t/advertising_self_service

 

Keyword-Recherche

Für YouTube gibt es ein Keyword-Tool, mit dem Suchbegriffe überprüft werden können (was wird wie oft auf YouTube gesucht?). Auch können zu einem bestimmten Video passende Suchbegriffe ermittelt werden.
https://ads.youtube.com/keyword_tool

 

Über den Autor

ist Chefredakteur des Magazins suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion Germany.

E-Mail:
markus@suchradar.de

Markus Hövener (@bloonatic) bei Twitter:
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