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Ausgabe 26
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YouTube Promoted Videos:
Self-Service-Werbung für Videos
Auf YouTube werben steht nicht nur den "Big Brands"
zur Verfügung. Auch kleinere Unternehmen können
dort ihre Videos bewerben und so wertvolle Kontakte erzeugen.
Von Markus Hövener.
YouTube wird von Google gerne als zweitgrößte
Suchmaschine bezeichnet. Wo aber gesucht wird, da kann man
ja auch werben. Eine Möglichkeit, YouTube für Werbung
zu nutzen, sind die so genannten YouTube Promoted Videos.
Wer auf YouTube nach etwas sucht, stößt manchmal
in den Suchergebnissen auf ein paar Videos, die mit "Gesponserte
Videos" übertitelt sind. Dies sind die YouTube Promoted
Videos, also YouTube-Videos, die um eine Werbebotschaft ergänzt
werden und zum Klicken einladen. Wer auf das Video klickt,
landet wie bei einem "normalen" YouTube-Video auch
auf der Seite, auf der das Video abgespielt wird und zudem
weitere Informationen dazu verfügbar sind - nur dass
der Aufruf dieses Videos das werbende Unternehmen eben Geld
kostet.
Zunächst handelt es sich bei den Promoted Videos um
ein interessantes Werkzeug, um gezielt Suchende auf eigene
Videos zu locken. Aber wie geht man dabei vor? Und welche
Regeln sollten beachtet werden?
Setup
Bevor mit YouTube Promoted Videos gestartet werden kann,
muss man zunächst neben seinem YouTube-Account ein Google
AdWords-Konto anlegen (falls noch keins vorhanden ist) und
die beiden Konten miteinander verbinden. Das ist manchmal
etwas hakelig und funktioniert nicht immer beim ersten Versuch.
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Abbildung 1: So setzt man den Text für ein Overlay
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Wer nun seinen YouTube-Account mit einem AdWords-Konto verbunden
hat, kann von einem zusätzlichen Feature profitieren:
den Overlays. Wie in Abbildung 1 zu sehen ist, kann dann zu
jedem eigenen Video Text für ein Overlay definiert werden,
das über das Bild geblendet wird. Wer auf das Overlay
klickt, wird dann zu einer - in der Regel - externen Seite
geführt.
Interessanterweise reicht es aus, dass YouTube- und AdWords-Account
miteinander verbunden sind. Weder muss ein Video ein Promoted
Video sein noch muss überhaupt Geld ausgegeben werden,
um Overlays definieren zu können.
Promoted Videos
Wer sein Video aber bei YouTube bewerben möchte, kann
dies nun tun. Hierfür muss zunächst ein Video ausgewählt
werden, um dann dafür eine so genannte Promotion zu erstellen
(siehe Abbildung 2). Für die Promotion muss ein Text
geschrieben werden und ein Bild als Thumbnail ausgewählt
werden.
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Abbildung 2: Erstellen einer Promotion bei YouTube
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Für die Texte gelten - wie bei "normalen"
AdWords-Anzeigen auch - Richtlinien, an die man sich halten
muss (http://www.youtube.com/t/promoted_videos_editorial_policy).
So sind kreative Interpunktion (z. B. Ausrufezeichen) oder
konsequente Großschreibung nicht erlaubt. Aber auch
explizite Handlungsaufforderungen wie "Klicken Sie jetzt
hier!" sind untersagt.
Einbettung in AdWords
Zusätzlich zu der Promotion müssen dann auch noch
Keywords ausgewählt (siehe Kasten: Keyword-Tool) und
ein Gebot für den Klick gesetzt werden. Diese Schritte
klingen nicht nur nach dem "normalen" AdWords, sondern
sind es auch: Wer sich mit seinem Account nun bei Google AdWords
anmeldet, sieht eine normale Kampagnenstruktur mit einer Kampagne
namens "YouTube Promoted Videos Campaign" (Name
kann natürlich geändert werden) und Anzeigengruppen,
die zu den jeweiligen Promotions passen (im Beispiel: "Wandern
in Sri Lanka").
In AdWords kann man dann auch wie gewohnt Gebote ändern
und Keywords ändern/hinzufügen/löschen. Die
unterschiedlichen Keyword-Optionen (Broad Match, Exact Match,
Phrase Match) gibt es hier wie gewohnt.
Auch die Anzeigen können direkt in seinem AdWords-Interface
geändert werden. Hinzufügen lassen sich Anzeigen
hier aber leider nicht direkt; dafür muss man dann doch
wieder auf YouTube zurückgreifen.
Inhaltliche Fragen
Grundsätzlich muss bedacht werden, dass - auch wenn
YouTube Promoted Videos auf AdWords basieren - es sich doch
bei YouTube um eine andere Umgebung als Google handelt. Bei
AdWords ist man es gewöhnt, Suchbegriffe wie "saunaofen
günstig" einzubuchen, um dann Google-Nutzer auf
eine passende Seite zu lenken.
YouTube ist da anders: Kaum jemand würde hier nach "saunaofen
günstig" suchen. Stattdessen wird nach Musikvideos
gesucht, nach Stars, nach Ereignissen, nach TV-Serien, nach
Ländern, nach Orten und so weiter. Der Suchbegriff "saunaofen
günstig" wäre hier vollkommen fehl am Platz.
Selbst wenn man einen guten Begriff gefunden hat, der bei
YouTube gesucht wird, ist man noch nicht am Ziel. Denn der
Besucher, der auf ein Promoted Video klickt, wird ja nicht
direkt auf die Website des Werbetreibenden gelotst. Auch das
Video muss überzeugen. Das Overlay wird erst nach einigen
Sekunden eingeblendet, so dass jemand das Overlay nur dann
sieht, wenn er das Video nicht wegklickt.
Wer also Saunaöfen verkauft, sollte nicht einfach nur
20-Sekunden-Spots von jedem Saunaofen drehen, sondern "etwas
um die Ecke denken". So könnte man einen Sport über
die Saunameisterschaften drehen und diesem Video dann eine
Promotion für den Sauna-Shop hinzufügen.
Auch ist zu beachten, dass man ja zwei Werbetexte braucht:
- Der erste Werbetext erscheint auf der YouTube-Suchergebnisseite
und sollte neugierig auf das Video machen ("Die Saunaweltmeisterschaft
2010 | Das spannende Finale: Wer sitzt am längsten?").
- Der zweite Werbetext erscheint dann im Overlay des Videos,
das der YouTube-Nutzer sich anschaut. Hier sollte der Bogen
vom Inhalt des Videos zur eigenen Website gespannt werden
("Auch Bock auf Sauna? Komplettsauna ab 2.499 Euro
- für kommende Weltmeister!").
Erfahrungen
Die Erfahrungen mit Promoted Videos sind recht unterschiedlich.
In der Regel ist es aber so, dass YouTube zunächst ein
recht hohes Gebot beim Einstellen einer Promotion verlangt,
damit die Werbung überhaupt angezeigt wird. Danach sinken
die nötigen Gebote aber schnell, sobald sich die entsprechend
notwendigen Qualitätsfaktoren eingestellt haben.
Interessant ist in jedem Fall die Möglichkeit, Overlays
zu definieren, weil man so Besucher viel effektiver auf die
eigene Website leiten kann. Sofern Suchbegriff, Video und
Zielseite in einem sinnvollen Zusammenhang stehen, kann man
hier auch recht gute Weiterklickraten erzielen.
Der Erfolg einer Kampagne sollte aber nicht nur anhand der
Weiterklickraten und der effektiven Kosten pro Besucher errechnet
werden. Denn: Es geht ja hier auch meistens darum, Markenaufbau
zu betreiben und auch YouTube-Abonnenten zu gewinnen.
Fazit
YouTube Promoted Videos sind - gute Videos vorausgesetzt
- ein interessantes Mittel, das derzeit nur von sehr
wenigen Werbetreibenden eingesetzt wird. Dabei können
diese gerade von zum Teil niedrigen Klickpreisen profitieren,
wenn sie denn einige Grundregeln beachten.
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YouTube Promoted Videos
YouTube bietet auf der Website leider relativ wenige
Informationen zu den so genannten Self-Service-Anzeigen.
Wer mit YouTube Promoted Videos starten möchte,
sollte dennoch hier beginnen:
http://www.youtube.com/t/advertising_self_service
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Keyword-Recherche
Für YouTube gibt es ein Keyword-Tool, mit dem
Suchbegriffe überprüft werden können
(was wird wie oft auf YouTube gesucht?). Auch können
zu einem bestimmten Video passende Suchbegriffe ermittelt
werden.
https://ads.youtube.com/keyword_tool
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Über den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins
suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion Germany.
E-Mail:
markus@suchradar.de
Markus Hövener (@bloonatic)
bei Twitter:
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