Zusätzlich zu der rein textlichen Übereinstimmung mit den Suchbegriffen werden bei der internen YouTube-Suche aber noch ganz andere Faktoren gewertet. Wer sich diese Informationen zu einem Video einmal anschaut (der Verweis hierhin findet sich unterhalb des Videofensters, rechts neben der Beschreibung, siehe Abbildung 3), erhält viele Informationen zu einem Video. So kann YouTube etwa auf vielfältige Metriken, wie Anzahl der Aufrufe, Verteilung der Aufrufe über die Zeit, Bewertungen, Kommentare, Abonnenten, Weiterleitungen und vieles mehr zugreifen, um ein Video hinsichtlich der Attraktivität (insgesamt und für bestimmte Suchbegriffe) zu bewerten. Weiter geht'sEs existiert aber ein grundlegendes Problem für alle, die Videos auf YouTube hochladen: Der Besucher war entweder schon auf YouTube und ist dort auf das Video gestoßen oder er hat bei Google gesucht und ist dann zu YouTube gekommen - aber er ist eigentlich nicht da, wo man ihn haben möchte: auf der eigenen Website. Streng genommen wurde bis zu diesem Punkt nur YouTube geholfen, mehr Besucher zu erhalten und seine Marktführerschaft auszubauen. Wer das Video nicht nur als Mittel zum Markenaufbau einsetzen möchte, ist gezwungen, die Besucher von YouTube auf die eigene Website zu lotsen. Wie das Video in Abbildung 4 zeigt, lässt sich das auf verschiedene Weise schaffen:
Darüber hinaus gibt es noch mehr Möglichkeiten, um Besucher auf eine Website zu schicken: Wer seinen YouTube-Account mit einem AdWords-Account verbindet, kann seinen Videos Overlay-Ads zuordnen (siehe Artikel "YouTube Promoted Videos"). Auch kann jeder sein Video annotieren, also Bemerkungen hinzufügen, die innerhalb des Videos angezeigt werden. Hyperlinks sind hier aber nicht möglich. Hier ist es natürlich immer sehr wichtig, den Bogen nicht zu überspannen und YouTube-Nutzer zu verschrecken, weil die Bemerkungen zu "pushy" sind. Weg 2: Videos auf der eigenen WebsiteDer zweite grundsätzliche Weg besteht darin, die Videos auf der eigenen Website anzubieten. In der Praxis sind das dann oft FLV-Dateien, die über einen kostenfreien Flash-Player abgespielt werden. Der Aufwand ist hier gegenüber dem Hosting der Videos bei YouTube höher - und auch die positiven Effekte der YouTube-Community (einfaches Weiterleiten der Videos, Auffinden bei der internen YouTube-Suche) entfallen. Dennoch kann sich das Hosten der Videos auf der eigenen Website als vorteilhaft erweisen. So kann man etwa ein Listing wie in Abbildung 5 erhalten: Das normale Suchergebnis wird um einen Thumbnail ergänzt, der dafür sorgt, dass das Suchergebnis im Vergleich zu anderen Listings stärker auffällt. Wer auf das Listing klickt, landet dann übrigens nicht direkt im Videoplayer, sondern nur auf der Seite, auf der sich das Video befindet. Video-SitemapsPrinzipiell würde Google Videos wohl auch indexieren, wenn es diese einfach beim Crawlen der Websites finden würde. In diesem Fall würden allerdings sehr viele relevante Informationen fehlen. Je nach Dateiformat (von denen die Suchmaschine jede Menge unterstützt) würde Google dann nicht mal über einen Namen oder eine Beschreibung des Videos verfügen. Es wäre also sehr unwahrscheinlich, dass ein Video dann auch relevante Rankings erzeugen könnte. Diese Meta-Informationen zu einem Video müssen Google
also mitgeteilt werden - und das geht derzeit in Form einer
so genannten Video-Sitemap. Die notwendigen Spezifikationen
finden sich in der Google-Hilfe (http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=80472).
ExperimenteWer selber Videos über XML-Sitemaps bei Google anmelden möchte, wird nicht vermeiden können, die Spezifikationen zu lesen. Aber wie gesagt: Man muss auch nicht alles glauben, was dort steht. So gibt es ein Attribut namens "<video:thumbnail_loc>", das auf ein Thumbnail-Bild verweist. Laut Google-Hilfe ist dieses Attribut erforderlich und darf somit nicht weggelassen werden. In der Beispiel-Sitemap fehlt dieses Attribut allerdings, was die Suchmaschine allerdings nicht daran gehindert hat, die Video-Datei trotzdem zu indexieren. Insgesamt muss also in jedem Fall etwas experimentiert werden. Wenn man z. B. nach einem Teil der Video-Beschreibung sucht (z. B. "Dieses Video gibt einen kurzen Überblick über den Stand der Dinge im April 2010"), findet Google das Video nicht. Das lässt den Rückschluss zu, dass die Beschreibung eben (noch) nicht für die Suche relevant ist.
Auch wenn Google Daten wie Titel und Beschreibung also mehr oder weniger übernimmt, sollte man hier nicht (wie früher oftmals bei Meta Keywords üblich) beliebige, mit Suchbegriffen vollgestopfte Texte verwenden. Es empfiehlt sich eher, die Beschreibung zu übernehmen, die Google auch auf der HTML-Seite in der unmittelbaren Nähe des Videos finden kann (siehe Abbildung 6). Wie gesagt: Hier muss jeder ein bisschen experimentieren. Es ändert sich relativ viel beim Google-Video-Index, so dass man hier immer wieder die Möglichkeiten und Grenzen ausloten muss. Ein Nachteil dabei ist leider die Geschwindigkeit der Indexierung. Wer von Google eine Indexierung am selben oder folgenden Tag gewohnt ist, muss sich beim Video-Index an deutlich längere Wartezeiten gewöhnen. Es kann derzeit Wochen, manchmal Monate dauern, bis Videos aufgenommen werden. Fehler-MeldungenWer seine Videos per Video-Sitemap anmeldet, wird dies i. d. R. über die Google Webmaster Tools machen ("Website-Konfiguration > XML-Sitemaps"). Nach dem Anmelden einer Sitemap erhält man hier allerdings nur grundlegende Meldungen zum Feed an sich (z. B. in Bezug auf XML-Konformität) oder auf bestimmte URLs (wenn beispielsweise eine URL nicht erreichbar ist). Umfangreichere Fehlermeldungen (z. B. bei falscher Größe der Video-Thumbnails) verspricht Google neuerdings in einem neuen Tool, das man unter "Google Labs > Video-Sitemaps" findet. Sonderlich gut funktioniert dieses jedoch derzeit noch nicht, da es uns dort selbst bei fehlenden Attributen nicht möglich war, Fehlermeldungen zu erhalten. EffekteDass Videos auch ein Hype-Thema sind, merkt man an manchen im Internet kursierenden Meinungen - vor allem von Unternehmen, die mit Videos ihr Geld verdienen. Es ist wie so oft leider recht schwierig, den Effekt (eine Verbesserung des Rankings) der Maßnahme (dem Einbau eines Videos in eine Seite) zuzuordnen, weil der Effekt ja auch auf anderen Maßnahmen (Verbesserung der Verlinkung, ) beruhen kann. Bei sehr vielen Tests in den letzten Monaten hatte ich allerdings nie das Gefühl, dass allein die Existenz eines Videos in einer HTML-Seite spürbare Auswirkungen auf das Ranking dieser Seite hat. Interessant sind Videos aber schon, weil Sie wie gesagt eine bessere Sichtbarkeit im Google-Index erzeugen. Weg 3: HybridBeide Wege sind recht unterschiedlich, schließen sich aber auch nicht aus. Also: Man kann derzeit beides parallel machen. Der Video-Index ist zumindest derzeit noch nicht so ausgetüftelt, dass es dort keine Videos gäbe, die man nicht auch auf anderen Video-Plattformen findet. Ein Video kann also sowohl bei YouTube als auch im Google-Video-Index abgelegt sein, ohne dass es hier zu Problemen käme. Langfristig mag sich das ändern, aber derzeit gibt es diese Möglichkeit eben noch. Auch wenn das Video selber dann nicht "unique"
ist, sollte man darauf achten, dass es die Meta-Daten schon
sind. Für die YouTube-Beschreibung und die Beschreibung
in der XML-Sitemap dürfen also gerne unterschiedliche
Texte verwendet werden.
Streng genommen kann das alles schon erreicht werden, indem man das Folgende macht:
Die erste Maßnahme ist gut für YouTube und Ihre
Marke, da so idealerweise das YouTube-Video oft aufgerufen
wird, was wiederum dem YouTube-internen Ranking hilft. Die
zweite Maßnahme ist dann dafür geeignet, das Video
über die XML-Sitemap bei Google anzumelden und es dementsprechend
mit Rich Snippet versehen im organischen Suchergebnis wiederzufinden.
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