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Ausgabe 25 > SEO
für Einsteiger - Google Webmaster Tools
SEO für Einsteiger:
Google Webmaster Tools
Google ist als Suchmaschine zurzeit das Maß der
Dinge. Und weil das so ist, möchten Website-Betreiber
dort gut platziert werden. Schön, wenn man für Verbesserungen
im Ranking von Google einige Insider-Tipps bekommen kann -
durch die Webmaster Tools des Branchenführers. Von Maik
Bruns.
Wieso werden in den Suchergebnissen bei Google immer nur
Auszüge meiner Website statt einem von mir definierten
zweizeiligen Text gezeigt? Und auf welchem Platz werde ich
für "Suchanfrage X" überhaupt gefunden?
Laufen Backlinks auf meine Seite ins Leere? Die Google Webmaster
Tools (kurz "GWT" und erreichbar über http://www.google.de/webmasters/)
helfen Ihnen, mit vielseitigen Informationen einen Überblick
und Einblick in die Belange Ihrer Website zu bekommen. Gleichzeitig
geben sie Ihnen Mittel an die Hand, Fehler auf der Website
zu erkennen und zu beheben, die die Suchmaschine für
wichtig hält.
Warum sprechen wir in diesem Artikel nur von den Google Webmaster
Tools? Hierfür gibt es mehrere Gründe. Zum einen
ist Google unbestritten Suchmaschinen-Marktführer in
Deutschland. Daher sollte sich ein Unternehmen zu Herzen nehmen,
welche Anregungen aus einem Tool des Marktführers hervorgehen.
Des Weiteren können aber auch die Webmaster Tools der
Konkurrenz (Bing, Yahoo! etc.) derzeit in Sachen Komfort,
Funktionalität und Umfang (noch) nicht mithalten. Zwar
hat Bing noch vor kurzem seine Webmaster Tools (http://www.bing.com/webmaster/)
ordentlich aufgehübscht und neue sinnvolle Funktionen
integriert - und die Bing Webmaster Tools sind auch einen
Blick wert -, dennoch ist die Vielfalt der Google Webmaster
Tools bislang noch unübertroffen.
Anmeldung einer Website
Die Anmeldung in den Google Webmaster Tools ist schnell und
einfach gemacht. Zunächst ein Google-Konto anlegen, dann
in den GWT anmelden. Dort begrüßt Sie eine einfache
Startseite, auf der Sie die Möglichkeit haben, über
einen Button Ihre Website(s) anzumelden (und auch wieder aus
den Tools zu löschen). Geben Sie einfach die URL Ihrer
Website ein.
Um zu überprüfen, ob Sie tatsächlich der Eigentümer
der Site oder zumindest ein Berechtigter sind, werden Sie
gebeten entweder in den HTML-Kopfbereich der entsprechenden
Website ein Meta-Tag der Form <meta name="google-site-verification"
content="XYZ" /> einzubauen, eine HTML-Datei
auf den Server zu laden oder einen DNS-Eintrag zu ergänzen.
Am einfachsten ist es dabei häufig, eine HTML-Datei auf
den Server hochzuladen. Im Anschluss müssen Sie nur noch
auf "Bestätigen" klicken und Google schaut
kurz auf Ihrer Seite vorbei, um die Bestätigung einzuholen.
Bitte entfernen Sie aber nach der Prüfung das Meta-Tag
oder die HTML-Datei nicht wieder, denn Google ruft diese Informationen
in regelmäßigen Abständen wieder ab.
Let's go: das Dashboard
Nachdem Ihre Website hinzugefügt wurde, können
Sie auf der Startseite der GWT neben wichtigen Nachrichten
von Google - diese sollten Sie hier prüfen oder sich
via E-Mail (das lässt sich einstellen) zuschicken lassen
- auch den Namen Ihrer Website sowie einen Hinweis auf "Eigentümer
hinzufügen oder entfernen" sehen. Hiermit lassen
sich weitere Verwalter für diese Website anlegen, sofern
Sie nicht alleine damit betraut sind.
Wenn Sie auf den Namen Ihrer Website klicken, sehen Sie im
daraufhin erscheinenden Dashboard in aller Kürze eine
Übersicht über relevante Informationen. Alle Informationen
im Dashboard sind auch in den Untermenüs auf der linken
Seite wiederzufinden. Die wichtigsten von Ihnen werden wir
Ihnen auf den nächsten Seiten kurz erklären.
Wieviele Seiten sind im Index? Website-Konfiguration/XML-Sitemaps
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Abbildung 1: Die Webmaster Tools von Google zeigen,
wieviele URLs einer Sitemap bereits im Index enthalten
sind.
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Eine XML-Sitemap ist die Auflistung der einzelnen Seiten
Ihrer Website. Wenn eine oder mehrere XML-Sitemaps in den
GWT hinterlegt sind, wird Ihnen unter dem Menüpunkt "Website-Konfiguration
> XML-Sitemaps" angezeigt, wie viele der dort aufgeführten
Seiten Ihrer Website bereits im Google-Index verfügbar
sind (siehe Abbildung 1). Eine schöne Sache, denn so
lässt sich der Fortschritt bei der Indexierung stets
nachverfolgen.
Wenn Sie XML-Sitemaps in Ihrem System nicht automatisch erstellen
können, lassen sie sich mit verschiedenen anderen, kostenlosen
Programmen erstellen. So sind beispielsweise die Tools GSiteCrawler
(http://gsitecrawler.com/de/)
oder auch Xenu's Link Sleuth (http://home.snafu.de/tilman/xenulink.html)
(Infos zu Xenu auch im Artikel SEO
in Action in dieser suchradar Ausgabe) in der Lage Sitemaps
zu erstellen.
Legen Sie die Sitemap einfach per FTP in einem beliebigen
Ordner Ihrer Website ab und lassen Sie Google im Menü
"XML-Sitemaps" wissen, wo sie abgelegt ist. Kurz
darauf holt sich die Suchmaschine die Sitemap(s) ab und zeigt
Ihnen auch schnell an, wie viele Seiten bereits indexiert
sind. Leider aber nicht, welche.
Achten Sie darauf, die XML-Sitemaps regelmäßig
zu aktualisieren. Je nachdem wie häufig Sie Inhalte aktualisieren,
ist eine wöchentliche oder monatliche Aktualisierung
sinnvoll. Täglich zu aktualisieren bringt nicht wirklich
einen Mehrwert. Denn zum einen indexiert Google dadurch weder
häufiger noch schneller und zum anderen beeinflusst eine
XML-Sitemap nicht das Ranking innerhalb der Suchergebnisse.
Sie können also relativ entspannt damit umgehen.
Grundlegendes: Website-Konfiguration/Einstellungen
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Abbildung 2: Im Menü Einstellungen lassen sich
grundlegende Dinge ändern.
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Unter dem Menüpunkt "Website-Konfiguration >
Einstellungen" lässt sich allerhand Grundlegendes
für die Website und das Crawling definieren (siehe Abbildung
2).
Sofern Sie keine länderspezifische Top-Level-Domain
(TLD), z. B. ".de", ".at", ".nl"
oder andere, besitzen, sondern eine neutrale wie ".com"
oder ".net", können Sie unter dem Untermenü
"Einstellungen" im Menüpunkt "Website-Konfiguration"
grundlegend festlegen, auf welches Gebiet Ihre Website ausgerichtet
ist. Wenn Sie beispielsweise einen Shop haben, der hauptsächlich
oder sogar ausschließlich in Deutschland verkauft, geben
Sie hier entsprechendes an. Wenn Sie hier nichts angeben (was
nicht schlimm ist), interpretiert Google die Ausrichtung Ihrer
Website aus verschiedenen Merkmalen, wie etwa der IP-Adresse
des Servers, der verwendeten TLD usw. Wenn Sie auf Ihrer Website
verschiedene Sprachversionen abgelegt haben, ganz gleich ob
in Unterordnern (www.domain.com/de, www.domain.com/en usw.)
oder in Subdomains (de.domain.com, en.domain.com usw.), können
Sie hier für die jeweiligen Ordner/Subdomains auch eigenständige
Länderausrichtungen angeben. Bislang ist es ist leider
nicht möglich, außer auf Länder auch auf die
Sprache abzuzielen. So könnte eine deutsche Website zwar
aufgrund der deutschen Sprache auch in Österreich und
der Schweiz verstanden werden, die Länderausrichtung
in den GWT lässt aber nur den Wert "Deutschland"
ODER "Österreich" bzw. "Schweiz"
zu, was Google im ersten Moment die Zuordnung erschwert. Noch
extremer geht die Schere natürlich bei "Englisch"
auseinander
Außerdem können Sie (müssen es aber nicht)
hier angeben, ob Ihre Domain in den Google-Suchergebnissen
mit oder ohne "www." dargestellt werden soll. Ein
konkrete Empfehlung, was hier sinnvoll ist, gibt es nicht.
Es sollte allerdings, wenn Sie sich für eine Art der
Darstellung entscheiden, auch die Website entsprechend eingestellt
sein, dass nur eine Variante auftaucht (beispielsweise per
301-Umleitung aller Adressen ohne "www." auf die
entsprechende Adresse bei "www.domain.de". Ansonsten
kann es auch dazu kommen, dass ein Teil der Seiten mit, ein
anderer ohne "www." in den Ergebnissen angezeigt
wird.
Weiterhin lässt sich hier auch die Crawling-Geschwindigkeit
definieren. Damit ist nicht - wie häufig angenommen wird
- die Zeit zwischen zwei Besuchen des Googlebots gemeint,
der die Internetseiten indexiert, sondern die Geschwindigkeit,
mit der der Googlebot im Moment der Erhebung der Daten seine
Aufgabe ausführt. Diese Einstellungen sollten Sie daher
nicht ändern.
Ein sehr wichtiger Punkt ist die Möglichkeit, Parametereinstellungen
vornehmen zu können (mehr zu diesem Feature finden Sie
in suchradar Ausgabe 20 "Kampf
gegen Duplicate Content: Neue Option bei den GWT"").
Da sich der Googlebot beim Indexieren Ihrer Internetseite
ähnlich wie ein Browser verhält, bekommt auch er
Session-IDs (z. B. "sid=1a3b4c"), Produkt-IDs und
sonstige Anhängsel an eine URL geliefert. Diese können
aber teilweise auch dafür sorgen können, dass nach
jedem Crawling-Vorgang die besuchten Seiten andere URLs haben.
Die Folge ist doppelter Inhalt (Duplicate Content). Um das
zu verhindern, können an dieser Stelle Parameter angegeben
werden, die für den Aufbau der Seite überflüssig
oder - umgekehrt - absolut notwendig sind, um Ihre Internetseite
zu betrachten. Die GWT machen Ihnen hierfür sogar Vorschläge,
bei denen man so manches Mal staunt, welche Parameter Google
findet. Mit der Definition geben Sie Google eine Hilfestellung
beim Crawlen und können somit Duplicate Content vermeiden.
Denn dieselbe Seite wird so nicht über zwei verschiedene
URLs, die sich evtl. nur in der Session-ID unterscheiden,
indexiert.
Bessere Darstellung: Website-Konfiguration/Sitelinks
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Abbildung 3: Sitelinks werden manchmal angezeigt. Nicht
passende können gelöscht werden.
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Bei einigen Internetseiten zeigt Google in den Suchergebnissen
bis zu acht so genannte "Sitelinks" an (siehe Abbildung
3). Diese bildet die Suchmaschine aus thematisch passenden
Seiten der Website, ist dabei aber manchmal etwas unglücklich
in der Auswahl. Im Menü "Website-Konfiguration/Sitelinks"
können Sie unerwünschte Sitelinks blockieren. Aber
bedenken Sie: Selbst wenn es nicht immer 100%ig passende Sitelinks
sind, bringen Sie Ihnen doch mehr Platz in den Suchergebnissen.
Beim Blockieren wird darüber hinaus auch kein direkter
Ersatz für den blockierten Sitelink angeboten, daher
blockieren Sie nicht alle, auch wenn es eine bessere Seite
gäbe, auf die ein Sitelink verweisen könnte.
Für welche Suchanfragen werde ich gefunden? Ihre Website
im Web/Suchanfragen
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Abbildung 4: Sehr eindrucksvoll ist die Darstellung
der Suchanfragen. Mit welcher Suchanfrage landete man
auf welcher Position (hier für www.suchradar.de)?
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Für welche Begriffe wird Ihre Website eigentlich in
den Suchergebnissen angezeigt? Das können Sie mit einem
Klick auf den Untermenüpunkt "Suchanfragen"
im Menü "Ihre Website im Web" herausbekommen.
Dort (siehe Abbildung 4) werden Ihnen linkerhand die durchgeführten
Google-Suchbegriffe genannt, die zur Anzeige geführt
haben, und rechterhand die dazugehörigen Werte wie Impressionen,
Klicks (und Clickthrough Rate) sowie die durchschnittliche
Position, auf der Ihre Seite für die Anfragen abgeschnitten
hat. Wer es genauer wissen möchte, kann noch auf eine
der Suchanfragen links klicken, um sich anzeigen zu lassen,
wie die durchschnittliche Anzeigeposition entstanden ist.
Dort wird aufgelistet, wie oft man an welcher Stelle der Suchergebnisse
zu finden war.
Mit Klick auf die Spalten-Überschriften können Sie
übrigens die gesamte Tabelle nach dem angeklickten Kriterium
sortieren lassen. Das ist vor allen Dingen dann praktisch,
wenn Ihr Unternehmen eine recht populäre Website mit
großer thematischer Breite hat. Dementsprechend groß
ist dann die Anzahl der verschiedenen Suchanfragen und die
Übersichtlichkeit geht verloren. Aber auch, um die Keywords
zu identifizieren, die Ihnen den meisten Traffic bringen oder
anderes, lohnt schon Mal ein Klick auf eine der Überschriften.
Natürlich lässt sich anhand der Auflistung auch
erkennen, für welche Suchbegriffe Ihre Internetseite
noch nicht optimal rankt. Hieraus können dann wiederum
SEO-Maßnahmen abgeleitet werden.
Für Auswertungs- und Excel-Fans lassen sich die Suchanfragen
auch im csv-Format exportieren. Allerdings sind dort dann
nicht die Details der einzelnen Suchanfragen hinterlegt, sondern
nur die zuerst erwähnten Grunddaten "Suchanfrage",
"Impressionen", "Klicks", "CTR"
und "durchschnittliche Position".
Was steht eigentlich auf meiner Website? Ihre Website im
Web/Keywords
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Abbildung 5: Welche Keywords findet man bei Ihnen auf
der Website am häufigsten (hier für
www.suchradar.de)?
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Anders als bei den Suchanfragen wird für den Menüpunkt
"Ihre Website im Web"/"Keywords" nicht
die Google-Suche bemüht, sondern Ihre eigene Website.
Der von Google gecrawlte Index Ihrer Seite wird dabei durchforstet
und die wichtigsten Wörter der Internetpräsenz in
Rangfolge aufgelistet (siehe Abbildung 5).
Dabei spielen sowohl die Platzierung auf der Website (örtlich)
als auch die Häufigkeit eine Rolle. Wenn Sie bei der
Durchsicht der Tabelle feststellen, dass Ihre Haupt-Schlagwörter
sehr weit unten aufgeführt werden, können Sie der
Tabelle natürlich einen großen praktischen Nutzen
abgewinnen - und das Vorkommen der Wörter verbessern.
Böse: Diagnose/Malware
Für den Fall, dass Ihre Website gehackt oder Malware
auf Ihrer Seite identifiziert wurde, informiert Google Sie
darüber unter dem Menüpunkt "Diagnose"
im Untermenü "Malware". Eine entsprechende
Warnung sollten Sie durchaus ernst nehmen, denn Benutzern
der Google-Suche wird im Moment des Besuchs u. a. ein Warnschild
(siehe Abbildung 6) gezeigt, das darauf hinweist, dass Ihre
Internetseite möglicherweise Schadcode ausführt.
Das wirkt auf Besucher nicht besonders einladend.
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Abbildung 6: Diese Warnung wird potenziellen Besuchern
von Google gezeigt, wenn auf Ihrer Website Schadcode
ausgeführt wird.
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Sie können allerdings, sofern Sie sicher sind, dass entweder
der Schadcode entfernt wurde oder niemals welcher auf Ihrer
Website war, eine erneute Begutachtung durch Google mittels
des erscheinenden Formulars anfordern.
Der Teufel steckt im Detail: Diagnose/Crawling-Fehler
Zu den Crawling-Fehlern (Menü "Diagnose", Untermenü
"Crawling Fehler") zählt Google alles, was
dem Googlebot beim Durchsuchen der Website "im Weg steht"
oder tatsächlich Fehler verursacht hat (siehe dazu auch
Abbildung 7). Hierzu gehören etwa Einträge in der
robots.txt, die Seiten definiert, die der Googlebot nicht
crawlen soll. Wenn in dieser Rubrik Einträge vorhanden
sind, handelt es sich nur im weitesten Sinne um einen "Fehler",
denn die Datei robots.txt wurde im Allgemeinen ja durch den
Besitzer der Website editiert. Falls nicht, gibt es hier zumindest
einen Hinweis darauf.
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Abbildung 7: Google zeigt eine Menge Fehler an, die
beim Crawlen der Website aufgefallen sind.
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Viel gravierender sind dagegen die anderen angezeigten Fehler.
So deuten die Meldungen unter den Reitern "HTTP-Fehler",
"In XML-Sitemaps", "Nicht aufgerufen",
"Nicht gefunden", "Unerreichbar", "Soft-404s"
auf Probleme mit Seiten hin, die nicht mehr gefunden werden,
verschoben, temporär nicht erreichbar oder an der erwarteten
Stelle nicht verfügbar sind usw. Alle Fehlerlisten lassen
sich übrigens wieder im csv-Format exportieren und somit
für Tabellenkalkulationen nutzen.
Speziell die Pages unter "Nicht gefunden" sind
auch für den Linkaufbau interessant. Sollten Sie schon
einmal Backlinks auf eine Unterseite mit mittlerweile anderer
URL erhalten haben, zählen diese für Suchmaschinen
als "Website nicht gefunden" und sind somit für
die Verlinkung wertlos. Prüfen Sie die exportierte csv-Datei
einmal daraufhin, welche externen Websites auf Ihre nicht
mehr existenten Seiten verlinken. Danach gibt es zwei Wege,
den Backlink wieder zu "aktivieren". Entweder Sie
setzen sich mit jedem Besitzer einer verlinkenden Seite in
Verbindung und bitten ihn, den Link zu korrigieren oder -
und das ist oft die einfachere Möglichkeit - Sie leiten
die alte, nicht mehr vorhandene Adresse per 301-Weiterleitung
auf Ihrem Server auf eine passende neue.
Unscheinbar, aber wirkungsvoll: Diagnose/HTML-Vorschläge
Ein wichtiger Teil des Contents auf Ihrer Website sind auch
die Metadaten "Title" und "Description".
Während der Title im Browserfenster (abhängig vom
Browser) meist oben im Rahmen angezeigt wird, ist bei der
Meta Description der Nutzen nicht sofort ersichtlich. Beide
werden aber von Suchmaschinen für die Darstellung der
Suchergebnisse verwendet.
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Abbildung 8: Diese Seite hat offenbar viele "Doppelte".
Gut, dass Googles Webmaster Tools darauf hinweisen.
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Der Title-Tag wird unter anderem dazu genutzt, die oberste
Zeile des Suchergebnisses zu bilden. Ist nun der Title beispielsweise
nicht vorhanden, zu lang, zu kurz, irrelevant zum Seiteninhalt
oder verschiedene Seiten tragen den gleichen Title, was so
manches Mal ein Indiz für doppelten, ungewollten Inhalt
ist, zeigt Google das in der Rubrik "Diagnose"/"HTML-Vorschläge"
auf (siehe Abbildung 8). Diese Meldung sollte man ernst nehmen,
denn wenn verschiedene Seiten beispielsweise den gleichen
Title tragen, ist das für die Suchmaschine unter Umständen
ein Anzeichen für Duplicate Content. Entsprechende Gegenmaßnahmen
sollten also von Ihrer Seite folgen. Setzen Sie Title ein,
die einzigartig sind und die unbedingt mit dem Inhalt der
entsprechenden Seite zu tun haben.
Die Meta-Beschreibung hingegen wird von Google gerne für
das sogenannte Snippet genutzt. Das sind in der Regel die
Zeilen 2 und 3 des Suchergebnisses. Daher darf die Meta Description
nicht zu lang werden, da sie ansonsten nach 2 Zeilen beschnitten
wird. Mit einer guten Beschreibung, in der auch die Schlagwörter
der dazugehörigen Seite auftauchen, erhöht sich
gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass Suchmaschinen die
Meta Description als Snippet einsetzen. Das ist natürlich
auch abhängig von der gestellten Suchanfrage. Es gibt
also keine Garantie, dass die Meta Description immer als Snippet
eingesetzt wird. Beachten Sie daher möglichst auch die
Warnungen in den Google Webmaster Tools und korrigieren Sie
die Meta-Beschreibung entsprechend.
Geschwindigkeitsunterschreitung? Google-Labs/Website-Leistung
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Abbildung 9: Die Webmaster Tools zeigen die Ladegeschwindigkeit
im Zeitverlauf.
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Die Grafik, die unter dem Menüpunkt "Website-Leistung"
im geheimnisvoll klingenden Obermenü "Google-Labs"
erscheint (siehe Abbildung 9), hat zwar nicht die gleiche
Relevanz wie die bisher erwähnten Punkte, lässt
sich aber häufig schon durch einfache Maßnahmen
beeinflussen. Zunächst einmal: Hier wird aufgezeigt wie
lange Ihre Website durchschnittlich zum Laden benötigt
und es wird ein Vergleichswert angegeben, der die Geschwindigkeit
im Verhältnis zu anderen Websites zeigen soll. Der ist
allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn nicht alle
Websites auf der Welt haben gleich viele Informationen zu
laden.
Wer nicht weiß, warum seine Website evtl. langsamer
arbeitet, der sollte sich in seinem Firefox-Browser beispielsweise
das Modul "Page Speed" von Google installieren oder
"YSlow" von Yahoo! (siehe hierzu auch suchradar
Ausgabe 20 "Websites
und Landing Pages auf Trab bringen"). Beide geben
hilfreiche Tipps, womit sich die Website eventuell noch beschleunigen
lässt. Aber lassen Sie sich nicht übermäßig
von der Grafik beeindrucken. Die Ladegeschwindigkeit einer
Website hat bis heute kaum Einfluss auf eine Positionierung
innerhalb der Suchergebnisse. Nichtsdestotrotz lohnt es, die
Tendenzen, die die Grafik im Menü Website-Leistung aufzeigt,
langfristig im Auge zu behalten, nicht zuletzt auch, weil
Ihre Besucher natürlich kurze Ladezeiten sehr gut finden.
Fazit
Website-Besitzer finden in den Google Webmaster Tools
ein spannendes Werkzeug - und obendrein ein kostenloses
- um ihre Präsenz im Netz speziell in Hinblick
auf die Indexierung bei Google im Blick zu behalten.
Nicht nur die Vielseitigkeit der einzelnen Bestandteile,
sondern auch die Qualität der Aussagen der GWT
sind bisher im Bereich der kostenlosen Angebote einzigartig
und jedem zu empfehlen.
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