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SEO für Einsteiger:
Google Webmaster Tools

Google ist als Suchmaschine zurzeit das Maß der Dinge. Und weil das so ist, möchten Website-Betreiber dort gut platziert werden. Schön, wenn man für Verbesserungen im Ranking von Google einige Insider-Tipps bekommen kann - durch die Webmaster Tools des Branchenführers. Von Maik Bruns.

Wieso werden in den Suchergebnissen bei Google immer nur Auszüge meiner Website statt einem von mir definierten zweizeiligen Text gezeigt? Und auf welchem Platz werde ich für "Suchanfrage X" überhaupt gefunden? Laufen Backlinks auf meine Seite ins Leere? Die Google Webmaster Tools (kurz "GWT" und erreichbar über http://www.google.de/webmasters/) helfen Ihnen, mit vielseitigen Informationen einen Überblick und Einblick in die Belange Ihrer Website zu bekommen. Gleichzeitig geben sie Ihnen Mittel an die Hand, Fehler auf der Website zu erkennen und zu beheben, die die Suchmaschine für wichtig hält.

Warum sprechen wir in diesem Artikel nur von den Google Webmaster Tools? Hierfür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist Google unbestritten Suchmaschinen-Marktführer in Deutschland. Daher sollte sich ein Unternehmen zu Herzen nehmen, welche Anregungen aus einem Tool des Marktführers hervorgehen. Des Weiteren können aber auch die Webmaster Tools der Konkurrenz (Bing, Yahoo! etc.) derzeit in Sachen Komfort, Funktionalität und Umfang (noch) nicht mithalten. Zwar hat Bing noch vor kurzem seine Webmaster Tools (http://www.bing.com/webmaster/) ordentlich aufgehübscht und neue sinnvolle Funktionen integriert - und die Bing Webmaster Tools sind auch einen Blick wert -, dennoch ist die Vielfalt der Google Webmaster Tools bislang noch unübertroffen.

Anmeldung einer Website

Die Anmeldung in den Google Webmaster Tools ist schnell und einfach gemacht. Zunächst ein Google-Konto anlegen, dann in den GWT anmelden. Dort begrüßt Sie eine einfache Startseite, auf der Sie die Möglichkeit haben, über einen Button Ihre Website(s) anzumelden (und auch wieder aus den Tools zu löschen). Geben Sie einfach die URL Ihrer Website ein.
Um zu überprüfen, ob Sie tatsächlich der Eigentümer der Site oder zumindest ein Berechtigter sind, werden Sie gebeten entweder in den HTML-Kopfbereich der entsprechenden Website ein Meta-Tag der Form <meta name="google-site-verification" content="XYZ" /> einzubauen, eine HTML-Datei auf den Server zu laden oder einen DNS-Eintrag zu ergänzen. Am einfachsten ist es dabei häufig, eine HTML-Datei auf den Server hochzuladen. Im Anschluss müssen Sie nur noch auf "Bestätigen" klicken und Google schaut kurz auf Ihrer Seite vorbei, um die Bestätigung einzuholen. Bitte entfernen Sie aber nach der Prüfung das Meta-Tag oder die HTML-Datei nicht wieder, denn Google ruft diese Informationen in regelmäßigen Abständen wieder ab.

Let's go: das Dashboard

Nachdem Ihre Website hinzugefügt wurde, können Sie auf der Startseite der GWT neben wichtigen Nachrichten von Google - diese sollten Sie hier prüfen oder sich via E-Mail (das lässt sich einstellen) zuschicken lassen - auch den Namen Ihrer Website sowie einen Hinweis auf "Eigentümer hinzufügen oder entfernen" sehen. Hiermit lassen sich weitere Verwalter für diese Website anlegen, sofern Sie nicht alleine damit betraut sind.

Wenn Sie auf den Namen Ihrer Website klicken, sehen Sie im daraufhin erscheinenden Dashboard in aller Kürze eine Übersicht über relevante Informationen. Alle Informationen im Dashboard sind auch in den Untermenüs auf der linken Seite wiederzufinden. Die wichtigsten von Ihnen werden wir Ihnen auf den nächsten Seiten kurz erklären.

Wieviele Seiten sind im Index? Website-Konfiguration/XML-Sitemaps

Abbildung 1: Die Webmaster Tools von Google zeigen, wieviele URLs einer Sitemap bereits im Index enthalten sind.

Eine XML-Sitemap ist die Auflistung der einzelnen Seiten Ihrer Website. Wenn eine oder mehrere XML-Sitemaps in den GWT hinterlegt sind, wird Ihnen unter dem Menüpunkt "Website-Konfiguration > XML-Sitemaps" angezeigt, wie viele der dort aufgeführten Seiten Ihrer Website bereits im Google-Index verfügbar sind (siehe Abbildung 1). Eine schöne Sache, denn so lässt sich der Fortschritt bei der Indexierung stets nachverfolgen.

Wenn Sie XML-Sitemaps in Ihrem System nicht automatisch erstellen können, lassen sie sich mit verschiedenen anderen, kostenlosen Programmen erstellen. So sind beispielsweise die Tools GSiteCrawler (http://gsitecrawler.com/de/) oder auch Xenu's Link Sleuth (http://home.snafu.de/tilman/xenulink.html) (Infos zu Xenu auch im Artikel SEO in Action in dieser suchradar Ausgabe) in der Lage Sitemaps zu erstellen.

Legen Sie die Sitemap einfach per FTP in einem beliebigen Ordner Ihrer Website ab und lassen Sie Google im Menü "XML-Sitemaps" wissen, wo sie abgelegt ist. Kurz darauf holt sich die Suchmaschine die Sitemap(s) ab und zeigt Ihnen auch schnell an, wie viele Seiten bereits indexiert sind. Leider aber nicht, welche.

Achten Sie darauf, die XML-Sitemaps regelmäßig zu aktualisieren. Je nachdem wie häufig Sie Inhalte aktualisieren, ist eine wöchentliche oder monatliche Aktualisierung sinnvoll. Täglich zu aktualisieren bringt nicht wirklich einen Mehrwert. Denn zum einen indexiert Google dadurch weder häufiger noch schneller und zum anderen beeinflusst eine XML-Sitemap nicht das Ranking innerhalb der Suchergebnisse. Sie können also relativ entspannt damit umgehen.

Grundlegendes: Website-Konfiguration/Einstellungen

Abbildung 2: Im Menü Einstellungen lassen sich grundlegende Dinge ändern.

Unter dem Menüpunkt "Website-Konfiguration > Einstellungen" lässt sich allerhand Grundlegendes für die Website und das Crawling definieren (siehe Abbildung 2).

Sofern Sie keine länderspezifische Top-Level-Domain (TLD), z. B. ".de", ".at", ".nl" oder andere, besitzen, sondern eine neutrale wie ".com" oder ".net", können Sie unter dem Untermenü "Einstellungen" im Menüpunkt "Website-Konfiguration" grundlegend festlegen, auf welches Gebiet Ihre Website ausgerichtet ist. Wenn Sie beispielsweise einen Shop haben, der hauptsächlich oder sogar ausschließlich in Deutschland verkauft, geben Sie hier entsprechendes an. Wenn Sie hier nichts angeben (was nicht schlimm ist), interpretiert Google die Ausrichtung Ihrer Website aus verschiedenen Merkmalen, wie etwa der IP-Adresse des Servers, der verwendeten TLD usw. Wenn Sie auf Ihrer Website verschiedene Sprachversionen abgelegt haben, ganz gleich ob in Unterordnern (www.domain.com/de, www.domain.com/en usw.) oder in Subdomains (de.domain.com, en.domain.com usw.), können Sie hier für die jeweiligen Ordner/Subdomains auch eigenständige Länderausrichtungen angeben. Bislang ist es ist leider nicht möglich, außer auf Länder auch auf die Sprache abzuzielen. So könnte eine deutsche Website zwar aufgrund der deutschen Sprache auch in Österreich und der Schweiz verstanden werden, die Länderausrichtung in den GWT lässt aber nur den Wert "Deutschland" ODER "Österreich" bzw. "Schweiz" zu, was Google im ersten Moment die Zuordnung erschwert. Noch extremer geht die Schere natürlich bei "Englisch" auseinander …

Außerdem können Sie (müssen es aber nicht) hier angeben, ob Ihre Domain in den Google-Suchergebnissen mit oder ohne "www." dargestellt werden soll. Ein konkrete Empfehlung, was hier sinnvoll ist, gibt es nicht. Es sollte allerdings, wenn Sie sich für eine Art der Darstellung entscheiden, auch die Website entsprechend eingestellt sein, dass nur eine Variante auftaucht (beispielsweise per 301-Umleitung aller Adressen ohne "www." auf die entsprechende Adresse bei "www.domain.de". Ansonsten kann es auch dazu kommen, dass ein Teil der Seiten mit, ein anderer ohne "www." in den Ergebnissen angezeigt wird.

Weiterhin lässt sich hier auch die Crawling-Geschwindigkeit definieren. Damit ist nicht - wie häufig angenommen wird - die Zeit zwischen zwei Besuchen des Googlebots gemeint, der die Internetseiten indexiert, sondern die Geschwindigkeit, mit der der Googlebot im Moment der Erhebung der Daten seine Aufgabe ausführt. Diese Einstellungen sollten Sie daher nicht ändern.

Ein sehr wichtiger Punkt ist die Möglichkeit, Parametereinstellungen vornehmen zu können (mehr zu diesem Feature finden Sie in suchradar Ausgabe 20 "Kampf gegen Duplicate Content: Neue Option bei den GWT""). Da sich der Googlebot beim Indexieren Ihrer Internetseite ähnlich wie ein Browser verhält, bekommt auch er Session-IDs (z. B. "sid=1a3b4c"), Produkt-IDs und sonstige Anhängsel an eine URL geliefert. Diese können aber teilweise auch dafür sorgen können, dass nach jedem Crawling-Vorgang die besuchten Seiten andere URLs haben. Die Folge ist doppelter Inhalt (Duplicate Content). Um das zu verhindern, können an dieser Stelle Parameter angegeben werden, die für den Aufbau der Seite überflüssig oder - umgekehrt - absolut notwendig sind, um Ihre Internetseite zu betrachten. Die GWT machen Ihnen hierfür sogar Vorschläge, bei denen man so manches Mal staunt, welche Parameter Google findet. Mit der Definition geben Sie Google eine Hilfestellung beim Crawlen und können somit Duplicate Content vermeiden. Denn dieselbe Seite wird so nicht über zwei verschiedene URLs, die sich evtl. nur in der Session-ID unterscheiden, indexiert.

Bessere Darstellung: Website-Konfiguration/Sitelinks

Abbildung 3: Sitelinks werden manchmal angezeigt. Nicht passende können gelöscht werden.

Bei einigen Internetseiten zeigt Google in den Suchergebnissen bis zu acht so genannte "Sitelinks" an (siehe Abbildung 3). Diese bildet die Suchmaschine aus thematisch passenden Seiten der Website, ist dabei aber manchmal etwas unglücklich in der Auswahl. Im Menü "Website-Konfiguration/Sitelinks" können Sie unerwünschte Sitelinks blockieren. Aber bedenken Sie: Selbst wenn es nicht immer 100%ig passende Sitelinks sind, bringen Sie Ihnen doch mehr Platz in den Suchergebnissen. Beim Blockieren wird darüber hinaus auch kein direkter Ersatz für den blockierten Sitelink angeboten, daher blockieren Sie nicht alle, auch wenn es eine bessere Seite gäbe, auf die ein Sitelink verweisen könnte.

Für welche Suchanfragen werde ich gefunden? Ihre Website im Web/Suchanfragen

Abbildung 4: Sehr eindrucksvoll ist die Darstellung der Suchanfragen. Mit welcher Suchanfrage landete man auf welcher Position (hier für www.suchradar.de)?

Für welche Begriffe wird Ihre Website eigentlich in den Suchergebnissen angezeigt? Das können Sie mit einem Klick auf den Untermenüpunkt "Suchanfragen" im Menü "Ihre Website im Web" herausbekommen. Dort (siehe Abbildung 4) werden Ihnen linkerhand die durchgeführten Google-Suchbegriffe genannt, die zur Anzeige geführt haben, und rechterhand die dazugehörigen Werte wie Impressionen, Klicks (und Clickthrough Rate) sowie die durchschnittliche Position, auf der Ihre Seite für die Anfragen abgeschnitten hat. Wer es genauer wissen möchte, kann noch auf eine der Suchanfragen links klicken, um sich anzeigen zu lassen, wie die durchschnittliche Anzeigeposition entstanden ist. Dort wird aufgelistet, wie oft man an welcher Stelle der Suchergebnisse zu finden war.


Mit Klick auf die Spalten-Überschriften können Sie übrigens die gesamte Tabelle nach dem angeklickten Kriterium sortieren lassen. Das ist vor allen Dingen dann praktisch, wenn Ihr Unternehmen eine recht populäre Website mit großer thematischer Breite hat. Dementsprechend groß ist dann die Anzahl der verschiedenen Suchanfragen und die Übersichtlichkeit geht verloren. Aber auch, um die Keywords zu identifizieren, die Ihnen den meisten Traffic bringen oder anderes, lohnt schon Mal ein Klick auf eine der Überschriften. Natürlich lässt sich anhand der Auflistung auch erkennen, für welche Suchbegriffe Ihre Internetseite noch nicht optimal rankt. Hieraus können dann wiederum SEO-Maßnahmen abgeleitet werden.

Für Auswertungs- und Excel-Fans lassen sich die Suchanfragen auch im csv-Format exportieren. Allerdings sind dort dann nicht die Details der einzelnen Suchanfragen hinterlegt, sondern nur die zuerst erwähnten Grunddaten "Suchanfrage", "Impressionen", "Klicks", "CTR" und "durchschnittliche Position".

Was steht eigentlich auf meiner Website? Ihre Website im Web/Keywords

Abbildung 5: Welche Keywords findet man bei Ihnen auf der Website am häufigsten (hier für www.suchradar.de)?

Anders als bei den Suchanfragen wird für den Menüpunkt "Ihre Website im Web"/"Keywords" nicht die Google-Suche bemüht, sondern Ihre eigene Website. Der von Google gecrawlte Index Ihrer Seite wird dabei durchforstet und die wichtigsten Wörter der Internetpräsenz in Rangfolge aufgelistet (siehe Abbildung 5).

Dabei spielen sowohl die Platzierung auf der Website (örtlich) als auch die Häufigkeit eine Rolle. Wenn Sie bei der Durchsicht der Tabelle feststellen, dass Ihre Haupt-Schlagwörter sehr weit unten aufgeführt werden, können Sie der Tabelle natürlich einen großen praktischen Nutzen abgewinnen - und das Vorkommen der Wörter verbessern.

Böse: Diagnose/Malware

Für den Fall, dass Ihre Website gehackt oder Malware auf Ihrer Seite identifiziert wurde, informiert Google Sie darüber unter dem Menüpunkt "Diagnose" im Untermenü "Malware". Eine entsprechende Warnung sollten Sie durchaus ernst nehmen, denn Benutzern der Google-Suche wird im Moment des Besuchs u. a. ein Warnschild (siehe Abbildung 6) gezeigt, das darauf hinweist, dass Ihre Internetseite möglicherweise Schadcode ausführt. Das wirkt auf Besucher nicht besonders einladend.

Abbildung 6: Diese Warnung wird potenziellen Besuchern von Google gezeigt, wenn auf Ihrer Website Schadcode ausgeführt wird.




Sie können allerdings, sofern Sie sicher sind, dass entweder der Schadcode entfernt wurde oder niemals welcher auf Ihrer Website war, eine erneute Begutachtung durch Google mittels des erscheinenden Formulars anfordern.

Der Teufel steckt im Detail: Diagnose/Crawling-Fehler
Zu den Crawling-Fehlern (Menü "Diagnose", Untermenü "Crawling Fehler") zählt Google alles, was dem Googlebot beim Durchsuchen der Website "im Weg steht" oder tatsächlich Fehler verursacht hat (siehe dazu auch Abbildung 7). Hierzu gehören etwa Einträge in der robots.txt, die Seiten definiert, die der Googlebot nicht crawlen soll. Wenn in dieser Rubrik Einträge vorhanden sind, handelt es sich nur im weitesten Sinne um einen "Fehler", denn die Datei robots.txt wurde im Allgemeinen ja durch den Besitzer der Website editiert. Falls nicht, gibt es hier zumindest einen Hinweis darauf.

Abbildung 7: Google zeigt eine Menge Fehler an, die beim Crawlen der Website aufgefallen sind.




Viel gravierender sind dagegen die anderen angezeigten Fehler. So deuten die Meldungen unter den Reitern "HTTP-Fehler", "In XML-Sitemaps", "Nicht aufgerufen", "Nicht gefunden", "Unerreichbar", "Soft-404s" auf Probleme mit Seiten hin, die nicht mehr gefunden werden, verschoben, temporär nicht erreichbar oder an der erwarteten Stelle nicht verfügbar sind usw. Alle Fehlerlisten lassen sich übrigens wieder im csv-Format exportieren und somit für Tabellenkalkulationen nutzen.

Speziell die Pages unter "Nicht gefunden" sind auch für den Linkaufbau interessant. Sollten Sie schon einmal Backlinks auf eine Unterseite mit mittlerweile anderer URL erhalten haben, zählen diese für Suchmaschinen als "Website nicht gefunden" und sind somit für die Verlinkung wertlos. Prüfen Sie die exportierte csv-Datei einmal daraufhin, welche externen Websites auf Ihre nicht mehr existenten Seiten verlinken. Danach gibt es zwei Wege, den Backlink wieder zu "aktivieren". Entweder Sie setzen sich mit jedem Besitzer einer verlinkenden Seite in Verbindung und bitten ihn, den Link zu korrigieren oder - und das ist oft die einfachere Möglichkeit - Sie leiten die alte, nicht mehr vorhandene Adresse per 301-Weiterleitung auf Ihrem Server auf eine passende neue.

Unscheinbar, aber wirkungsvoll: Diagnose/HTML-Vorschläge

Ein wichtiger Teil des Contents auf Ihrer Website sind auch die Metadaten "Title" und "Description". Während der Title im Browserfenster (abhängig vom Browser) meist oben im Rahmen angezeigt wird, ist bei der Meta Description der Nutzen nicht sofort ersichtlich. Beide werden aber von Suchmaschinen für die Darstellung der Suchergebnisse verwendet.

Abbildung 8: Diese Seite hat offenbar viele "Doppelte". Gut, dass Googles Webmaster Tools darauf hinweisen.

Der Title-Tag wird unter anderem dazu genutzt, die oberste Zeile des Suchergebnisses zu bilden. Ist nun der Title beispielsweise nicht vorhanden, zu lang, zu kurz, irrelevant zum Seiteninhalt oder verschiedene Seiten tragen den gleichen Title, was so manches Mal ein Indiz für doppelten, ungewollten Inhalt ist, zeigt Google das in der Rubrik "Diagnose"/"HTML-Vorschläge" auf (siehe Abbildung 8). Diese Meldung sollte man ernst nehmen, denn wenn verschiedene Seiten beispielsweise den gleichen Title tragen, ist das für die Suchmaschine unter Umständen ein Anzeichen für Duplicate Content. Entsprechende Gegenmaßnahmen sollten also von Ihrer Seite folgen. Setzen Sie Title ein, die einzigartig sind und die unbedingt mit dem Inhalt der entsprechenden Seite zu tun haben.


Die Meta-Beschreibung hingegen wird von Google gerne für das sogenannte Snippet genutzt. Das sind in der Regel die Zeilen 2 und 3 des Suchergebnisses. Daher darf die Meta Description nicht zu lang werden, da sie ansonsten nach 2 Zeilen beschnitten wird. Mit einer guten Beschreibung, in der auch die Schlagwörter der dazugehörigen Seite auftauchen, erhöht sich gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass Suchmaschinen die Meta Description als Snippet einsetzen. Das ist natürlich auch abhängig von der gestellten Suchanfrage. Es gibt also keine Garantie, dass die Meta Description immer als Snippet eingesetzt wird. Beachten Sie daher möglichst auch die Warnungen in den Google Webmaster Tools und korrigieren Sie die Meta-Beschreibung entsprechend.

Geschwindigkeitsunterschreitung? Google-Labs/Website-Leistung

Abbildung 9: Die Webmaster Tools zeigen die Ladegeschwindigkeit im Zeitverlauf.

Die Grafik, die unter dem Menüpunkt "Website-Leistung" im geheimnisvoll klingenden Obermenü "Google-Labs" erscheint (siehe Abbildung 9), hat zwar nicht die gleiche Relevanz wie die bisher erwähnten Punkte, lässt sich aber häufig schon durch einfache Maßnahmen beeinflussen. Zunächst einmal: Hier wird aufgezeigt wie lange Ihre Website durchschnittlich zum Laden benötigt und es wird ein Vergleichswert angegeben, der die Geschwindigkeit im Verhältnis zu anderen Websites zeigen soll. Der ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn nicht alle Websites auf der Welt haben gleich viele Informationen zu laden.

Wer nicht weiß, warum seine Website evtl. langsamer arbeitet, der sollte sich in seinem Firefox-Browser beispielsweise das Modul "Page Speed" von Google installieren oder "YSlow" von Yahoo! (siehe hierzu auch suchradar Ausgabe 20 "Websites und Landing Pages auf Trab bringen"). Beide geben hilfreiche Tipps, womit sich die Website eventuell noch beschleunigen lässt. Aber lassen Sie sich nicht übermäßig von der Grafik beeindrucken. Die Ladegeschwindigkeit einer Website hat bis heute kaum Einfluss auf eine Positionierung innerhalb der Suchergebnisse. Nichtsdestotrotz lohnt es, die Tendenzen, die die Grafik im Menü Website-Leistung aufzeigt, langfristig im Auge zu behalten, nicht zuletzt auch, weil Ihre Besucher natürlich kurze Ladezeiten sehr gut finden.

 

Fazit

Website-Besitzer finden in den Google Webmaster Tools ein spannendes Werkzeug - und obendrein ein kostenloses - um ihre Präsenz im Netz speziell in Hinblick auf die Indexierung bei Google im Blick zu behalten. Nicht nur die Vielseitigkeit der einzelnen Bestandteile, sondern auch die Qualität der Aussagen der GWT sind bisher im Bereich der kostenlosen Angebote einzigartig und jedem zu empfehlen.

 

Über den Autor

Maik Bruns arbeitet als Berater bei der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion.

E-Mail:
maik.bruns@bloofusion.de

Maik Bruns (@MaikBruns) bei Twitter:
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Ausgabe 33 (14. Dezember 2011)

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