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Ausgabe 25 > Linkaufbau
Quo Vadis - nachhaltiger Linkaufbau
Linkbuilding Quo Vadis?
Nachhaltiger Linkaufbau für erfolgreiche Unternehmen
Wer seine SEO-Performance verbessern möchte, muss
zwangsläufig Links aufbauen - doch welche Möglichkeiten
gibt es und welche sind die Richtigen? Von Kai Spriestersbach.
Ein Großteil des SEO-Erfolgs hängt von den sogenannten
Offpage-Faktoren ab, also jenen Faktoren, die sich nicht durch
die eigenen Seiten unmittelbar beeinflussen lassen. Die Anzahl
und Art der externen Verlinkung einer Website hat enormen
Einfluß auf deren Rankings und die Sichtbarkeit der
Domain insgesamt.
Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten
Methoden für den gezielten Aufbau von Verlinkungen und
stellt deren Vor- und Nachteile aus Unternehmenssicht dar.
Wieso sind Links überhaupt so wichtig?
Der Suchmaschinengigant Google hat seinerzeit mit dem auf
Verlinkungen basierendem "PageRank"-Verfahren die
Welt der Suchmaschinen revolutioniert und dominiert seit dem
den weltweiten Suchmaschinenmarkt. Das Grundprinzip ist einfach:
Jeder Link stellt eine Empfehlung dar.
Je mehr Empfehlungen eine Seite hat, desto größter
wird ihr Ansehen bei den Suchmaschinen und desto stärker
wird ihre jeweilige Empfehlung gewichtet. Zudem ist es wichtig,
Empfehlungen von einer Vielzahl kleinerer Seiten zu erhalten,
um so eine möglichst breite Basis an Linkgebern zu erhalten.
In vielen Branchen ist der gezielte Linkaufbau unerlässlich
für ein wettbewerbsfähiges Ranking in den organischen
Suchergebnissen. Die Frage nach der richtigen Linkaufbau-Strategie
richtet sich an der jeweiligen Unternehmensstrategie aus.
Oft führt die günstigste Methode zwar zu besseren
Platzierungen, ist jedoch meist nicht nachhaltig und langfristig
nicht erfolgreich.
Welche Arten von Linkaufbau gibt es?
Linkeintragung: Selbstempfehlung durch Eintragungen
Im weltweiten Netz gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten,
schnell und einfach an Links zu gelangen. So gibt es zahlreiche
Firmenverzeichnisse, Webkataloge, Gästebücher, Artikelverzeichnisse
und Social-Bookmark-Portale, in denen man seine Webseite eintragen
und dadurch verlinken kann. Wer sich darüber hinaus aktiv
an Diskussionen beteiligt, kann über Blog-Kommentare,
Forenbeiträge oder auch Soziale Netzwerke ebenfalls seine
Webseite mehr oder weniger prominent verlinken.
Diese Links stellen jedoch aus Sicht der Suchmaschine keine
wirkliche Empfehlung dar, immerhin empfiehlt man sich bestenfalls
selbst. Außerdem sind auf derartigen Seiten häufig
hunderte oder tausende anderer Webseiten präsent, die
alle um die Aufmerksamkeit der Besucher buhlen. So verwundert
es kaum, dass diese Art der Selbstverlinkung nicht die effektivste
Art ist, das Ansehen und somit das Linkprofil der eigenen
Webseite zu stärken. Sie sorgt bestenfalls für eine
Verbreiterung der Empfehlungsbasis und trägt zu einem
ausgewogenen Linkmix bei.
Vorteile:
Es gibt eine große Zahl potentieller Linkquellen und
der Aufwand pro Link ist relativ niedrig. Synergien zwischen
Social Media Marketing und SEO sind realisierbar.
Nachteile:
Die Wirksamkeit ist fraglich und damit auch die Wirtschaftlichkeit.
Negative Auswirkungen auf das Online Reputationsmanagement
oder Zielkonflikte mit dem Social Media Marketing sind möglich.
Linktausch: Ich empfehle dich, wenn du mich empfiehlst
Linktausch basiert auf dem Prinzip der gegenseitigen Empfehlung.
So erhält man eine Verlinkung nur dann, wenn man bereit
ist im Gegenzug einen Link auf eine andere Seite auszubringen.
Dass diese, etwas unfreiwillige Art der Empfehlung nicht im
Sinne der Suchmaschinen ist, führt dazu, dass die gegenseitige
(reziproke) Verlinkung nicht immer die gewünschte Wirkung
hat. Dies gilt besonders dann, wenn es sich um themenfremde
Seiten oder handwerklich schlechte Verlinkungen handelt. Eine
häufige Form, des nicht-reziproken Linktauschs ist der
sogenannte Dreieckstausch. Bei dieser Form des Linktausches
verlinkt Seite A auf Seite B und erhält dafür einen
Link von Seite C, welche den selben Betreiber wie Seite B
hat.
Vorteile:
Es gibt eine große Zahl potenzieller Linkpartner, vor
allem themenrelevante Verlinkungen sind so möglich.
Nachteile:
Erfolgreicher Linktausch ist zeitaufwändig und ein kontinuierliches
Link-Monitoring ist nötig, um nicht in ein schlechtes
Umfeld (Bad Neighborhood) zu gelangen oder durch entfernte
Links übervorteilt zu werden.
Linkmiete und Linkkauf: Die bezahlte Empfehlung
Bezahlte Empfehlungen sind für Unternehmen seit Jahrzehnten
ein Mittel der Wahl, die eigene Marke oder das eigene Produkt
in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. Der Einsatz
von Sportlern oder Prominenten in Marketing-Maßnahmen
ist ein gängiges Mittel, um Empfehlungen einflussreicher
Personen zu erhalten. Das Netz gibt nun jedem eine Stimme
und so kommt so gut wie jeder Website-Betreiber als potenzieller
Beeinflusser für das Empfehlungsmarketing in Frage.
Diese "Influencer" zu identifizieren und Kooperationen
individuell auszuhandeln, kann ein sehr arbeits- und zeitintensiver
Prozess sein und so greifen Unternehmen beim Linkaufbau lieber
auf eigene Linknetzwerke oder die Netzwerke große Linkbroker
zurück.
Linkmiete in geschlossenen Netzwerken
Geschlossene Linknetzwerke sind in ihren Möglichkeiten
meist stark limitiert. Eine Vielzahl hochwertiger Plattformen
aufzubauen, welche ihrerseits ein gutes Linkprofil und eine
entsprechende Historie aufweisen ist sehr zeit- und kostenintensiv.
Dies führt dazu, dass sich einige Unternehmen auf den
Aufkauf nicht mehr gepflegter oder das Reaktivieren ausgelaufener
Domains (Expired Domains) spezialisiert haben. Dadurch kann
das eigene Linknetzwerk relativ einfach laufend erweitert
werden. Diese Seiten dienen allerdings oft nur noch als reine
Linkfarmen für Kundenprojekte und bescheren dem Betreiber
durch monatliche Linkmieten regelmäßige Einnahmen
bei überschaubarem Aufwand.
Vorteile:
Der Kunde bekommt seine Links ohne Wartezeit oder großen
Aufwand und somit sind kurzfristig Erfolge zu erzielen.
Nachteile:
Geschlossene Linknetzwerke sind von den Suchmaschinen oft
durch Verlinkungsmuster, Betreiberangaben oder andere Spuren
identifizierbar und bergen stets das Risiko früher oder
später entwertet zu werden.
Linkmiete auf Textlink-Marktplätzen
Linkbroker oder auch Textlink-Marktplätze bieten schnellen
Zugriff auf Links von Seiten der jeweiligen Mitglieder. Diese
können durch das Vermieten von Textlinks einfach Geld
verdienen. Diese Einzelseiten sind von außen nicht als
Linknetzwerk identifizierbar, allerdings bei dem jeweiligen
Linkbroker bekannt und fallen unter Umständen durch allzu
offensichtlich gemietete Links den Suchmaschinen als Linkverkäufer
auf. Im besten Fall werden danach die teuer bezahlten Links
wertlos, im schlimmsten Falle werden die verlinkten Seiten
in ein schlechtes Licht gerückt.
Ein generelles Problem von Linkmieten ist die mangelnde Wirtschaftlichkeit
und fehlende Nachhaltigkeit. Denn: Sie bezahlen monatlich
für die Erhaltung des Status Quo und die damit erreichten
Platzierungen, was durchaus mit einer Buchung von bezahlten
Anzeigen im SEA/SEM vergleichbar ist!
Dies kann wirtschaftlich sein, falls die Mehreinnahmen durch
bessere Platzierungen die monatlichen Mietkosten überwiegen.
Allerdings schaffen monatliche Mieten eine starke Abhängigkeit
von den Linkpartnern, dem Linkbroker oder der Agentur. Wird
die Zusammenarbeit beendet und die gemieteten Links verschwinden
in größerem Umfang, wird dies für die Suchmaschinen
ein eindeutiges Signal sein. Denn für den plötzlichen,
massenhaften Linkschwund gibt es oft kaum eine plausible Erklärung.
Vorteile:
Links können sehr schnell und mit geringem Zeitaufwand
platziert werden, auch themenrelevante Verlinkungen sind so
möglich.
Nachteile:
Linkmiete ist langfristig teuer und meist unrentabel, zudem
besteht das Risiko der Entwertung oder gar Abstrafung.
Gekaufte Links oder einmalig bezahlte Beiträge
Passende Website-Betreiber direkt zu kontaktieren, um individuell
gestaltete, permanente Verlinkungen aus themenrelevanten Artikeln
zu erreichen, ist ein probates Mittel, um nachhaltig qualitativ
hochwertige Links aufzubauen - ebenso wie die Veröffentlichung
von eigenen Inhalten auf fremden Seiten durch Gastartikel
oder Inhalts-Sponsoring. Diese Methoden vermeiden außerdem
die Risiken offener oder geschlossener Linknetzwerke.
Hier gilt: Sie sollten sich natürlich sehr genau ansehen,
bei wem Sie ihre Inhalte oder Links platzieren und was Sie
bereit sind dafür zu investieren!
Vorteile:
Langfristige Erfolge sind möglich, ebenso themenrelevante
Verlinkungen.
Nachteile:
Hohe Anfangsinvestitionen - Recherche und Verhandlungen sind
sehr zeitaufwändig.
Was führt zu nachhaltigem Linkaufbau und ist langfristig
erfolgreich?
Googles Algorithmus ist abhängig von Verlinkungen und
Google versucht Manipulationen durch bezahlte Links zu verhindern.
Erst kürzlich erfolgte ein Aufruf, bezahlte Links dem
"Web Spam Team" zu melden. Angeblich existiert bereits
ein Algorithmus zur automatischen Erkennung von gekauften
Links, welcher auf Basis der Meldungen laufend verbessert
werden soll. Nicht zu vergessen, dass Google ein großes
Team an menschlichen "Quality Ratern" in seinem
Web Spam Team hat, die allzu offensichtlich gekaufte Links
durchaus entwerten und bekannte Linkverkäufer wie auch
Linkkäufer gezielt abstrafen.
Zahlreiche Patentschriften deuten ebenfalls darauf hin, dass
längst nicht mehr jeder Link gleichwertig ist und je
nach Umfeld und Positionierung einen mehr oder weniger großen
Einfluss auf das Ranking hat. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen
sind Googles Bemühungen, die eigene Abhängigkeit
von den Links grundsätzlich zu verringern und in zunehmendem
Maße eine Art "Social Graph" in den Ranking-Algorithmus
einfließen zu lassen.
Der Königsweg zu langfristigen Erfolgen führt also
nur über tatsächliche Empfehlungen und ein natürliches
oder natürlich wirkendes Linkprofil.
Im Grunde ist nachhaltiger Linkaufbau nichts anderes als
die gezielte und effektive Vermarktung von Inhalten. Im Laufe
der Zeit entstehen für gute Inhalte, die einen echten
Mehrwert bieten, ganz natürlich Links auf anderen Seiten.
Jemand stellt eine Übersicht zu einem Thema zusammen,
empfiehlt seiner Zielgruppe Produkte, liefert weitere Informationen
oder findet etwas erwähnenswert und setzt ganz ohne Gegenleistung
einen Link.
Die gezielte Anregung dieses Mechanismus, beispielsweise
durch eine Kombination von Linkbaits, gezieltem Linkmarketing
und Content-Sponsoring kann ein echter Boost für die
natürliche, organische Verlinkung einer Webseite sein.
Hierbei braucht man auch keine plötzlichen Sichtbarkeitsverluste
zu fürchten, denn dies stellt eine legitime Form der
Vermarktung dar und hat nichts mit Manipulation zu tun.
Die schlechte Nachricht: Nachhaltiger Linkaufbau ist nicht
billig
Natürlich gibt es Webseiten, auf denen man seine Seite
eintragen und eine Verlinkung erreichen kann. Wer aber gegen
etablierte Mitbewerber antritt, die in den vergangenen Jahren
von hunderten oder gar tausenden anderer Webseiten verlinkt
wurden, für den gibt es keinen schnellen oder gar günstigen
Weg diese ein- oder gar zu überholen.
Wer auf Biegen und Brechen versucht in kürzester Zeit
sehr viele Links aufzubauen - womöglich noch besonders
kostengünstig - wird sehr schnell einen Filter auslösen
und die Sichtbarkeit bricht genauso schnell ein, wie das Vertrauen
in die Domain generell.
Die gute Nachricht: Nachhaltiger Linkaufbau ist eine Investition
in die eigene Domain
Die Anfangsinvestitionen sind bei dieser Art des Linkaufbaus
nicht gering, allerdings bleibt potenziell jeder auf diesem
Wege aufgebaute Link über Jahre erhalten und zahlt sich
somit langfristig aus.
Zudem ist diese Art des Linkaufbaus (derzeit noch) relativ
unüblich, was bedeutet, dass man einen echten Wettbewerbsvorteil
hat, wenn man seine Zeit und das Budget auf diese Weise investiert.
Achten Sie auf Transparenz
Gute Linkbuilding-Dienstleister haben nichts zu verbergen.
Sie haben ein Anrecht darauf, jeden aufgebauten Link zu sehen.
Lassen Sie sich nicht auf kurzfristige Versprechungen und
Linkmietmodelle ein, bei denen Sie permanent für bereits
bestehende Links bezahlen müssen, deren Wirksamkeit niemand
garantieren kann.
Außerdem gibt es kein Patentrezept. Was für die
eine Domain gilt, muss nicht auf der anderen funktionieren.
Jedes Linkprofil ist einzigartig, jedes Marktsegment und jedes
Wettbewerbsumfeld ist unterschiedlich und bedarf einer individuellen
Strategie.
Je nach Unternehmensstrategie, Wettbewerbsumfeld, ihrem Budget
und nicht zuletzt ihren Zielen sollte ein seriöser Anbieter
Ihnen einen individuellen Linkaufbau-Plan erstellen und schlüssig
erklären können.
Fazit
Die richtige Linkbuilding-Strategie hängt stark
von der jeweiligen Unternehmensausrichtug ab. Wer einen
schnellen Exit plant, für den können sich
gemietete Links durchaus rentieren. Für langfristigen
Erfolg ist es häufig sinnvoll, mit Linkmarketing
und gezieltem Linktausch die Sichtbarkeit schnell zu
steigern und mittelfristig auf nachhaltigen und organischen
Linkaufbau zu setzen.
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Über den Autor
Kai Spriestersbach ist als Senior Consultant bei blueSummit
im Bereich SEO für die Beratung und Schulung von
Kunden, sowie für die Planung, Leitung und Durchführung
von SEO-Projekten namhafter nationaler und internationaler
Kunden verantwortlich. Seine Kernkompetenzen sind dabei
OnSite-Optimierungsmaßnahmen sowie nachhaltiges
Linkbuilding und Long-Tail-Optimierung.
E-Mail:
kai.spriestersbach@bluesummit.de
Internet:
http://www.bluesummit.de/
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