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23 > SEO für Einsteiger - Was ist ein Backlink?
SEO für Einsteiger:
Was ist ein Backlink
Jeder redet von Backlinks, ohne die bei den Google-Rankings
schon lange nichts mehr geht. Aber was ist wichtig bei Backlinks
und beim Linkaufbau? Von Markus Hövener.
Ein Backlink ist ein eingehender Link, also ein Link von
einer Website A auf Website B. Bevor Google die Bühne
als Suchmaschine betrat, waren Backlinks auch gar nicht so
ein relevantes Thema.
Mittlerweile sind Backlinks aber wichtig für Suchmaschinen-Rankings.
Google (und auch andere Suchmaschinen wie Yahoo! und Bing)
bewertet eine Website sehr stark danach, wie viele Backlinks
diese hat. Hat eine Website keine oder nur sehr wenige Backlinks,
wird diese auch keine relevanten Suchmaschinen-Rankings erreichen
können.
Im Folgenden werden einige Aspekte in Bezug auf Verlinkung
und Linkaufbau behandelt. Dabei ist wichtig, dass es zum Thema
Verlinkung unzählige (sich gerne widersprechende) Meinungen
gibt. Wir haben daher versucht, in diesem Artikel die relativ
unstrittige Schnittmenge wiederzugeben.
Auch ist klar, dass das Thema an sich viel komplexer ist,
als man dies in einem solchen Artikel darstellen könnte.
Es gibt sehr viele Aspekte, Metriken und Tools, auf die man
auch noch verweisen könnte. Aber dieser Artikel soll
eben das sein, was er ist: eine Einführung für Einsteiger.
Anatomie eines Backlinks
Ein Backlink besteht zunächst vor allem erstmal aus
zwei Bestandteilen: Der URL und dem Anchortext (auch Ankertext
oder Linktext). Im HTML-Code sieht das dann so aus:
<a href="URL">Anchortext</a>
Der Anchortext ist der verlinkte Text. Bei einem Link wie
<a href="http://www.ebay.de">Auktionen</a>
hat ein Link zweierlei Funktion:
- Der Link als solcher sorgt dafür, dass die sogenannte
Link-Popularität der verlinkten Website (also www.ebay.de)
steigt. Die Link-Popularität ist dabei einfach nur
ein Maß für die Anzahl der Verlinkungen.
- Suchmaschinen wie Google analysieren aber auch den Anchortext.
Wenn es wie im Beispiel einen Anchortext wie"Auktionen"
gibt, hilft das, für die Suchbegriffe im Anchortext
bessere Rankings zu erzielen. Wer also Backlinks mit dem
Wort "Auktionen" hat, wird von Suchmaschinen für
dieses Wort als relevanter angesehen.
Suchbegriffe im Anchortext
Grundsätzlich hat also jeder Website-Betreiber ein grundlegendes
Interesse daran, mit seinen Suchbegriffen verlinkt zu werden.
Leider kommen derartige Links oftmals nicht ohne Einflussnahme
zustande. Ein Immobilienmakler aus Hamburg wird eben eher
mit dem Anchortext "Dr. Peter & Partner" verlinkt,
aber nicht mit den für ihn relevanten Suchbegriffen "immobilien
hamburg".
Das soll allerdings keine Aufforderung sein, sich so in Verzeichnisse
und Web-Kataloge einzutragen. Denn: Wer derartig auffällige
Einträge wünscht, wird oftmals erleben, dass diese
abgelehnt werden.
Qualität
Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber auch, dass es zwar
Verzeichnisse gibt, in denen man Einträge mit Anchortexten
wie "Ferienhaus Nordsee Nordseeküste Ferienwohnung"
findet. Man kann aber davon ausgehen, dass derlei Verzeichnisse
von Suchmaschinen abgewertet werden, damit solche Links eben
keinen oder nur noch einen sehr geringen Wert mehr darstellen.
Denn: Die Analyse von Backlinks ist für Google &
Co. sehr wichtig. Die Suchmaschinen-Betreiber unternehmen
jede Anstrengung, um einen guten von einem schlechten Link
unterscheiden zu können.
Dabei kann man sich leider kaum auf Hilfe durch Suchmaschinen
verlassen, denn es ist zunächst von außen nicht
zu erkennen, ob Suchmaschinen einen Link als hochwertig oder
als minderwertig einstufen. Die folgenden Kriterien sind also
eher als Paradigmen zu verstehen.
Thematische Nähe
Ein Kriterium für die Qualität eines Links kann
dabei die thematische Nähe sein. Wenn eine Website rund
um Immobilien auf einen Immobilien-Makler verlinkt, kann man
zwischen diesen beiden Links eine thematische Nähe erkennen.
Erkennbar wäre das z. B., wenn man die Wörter auf
der verlinkenden und der verlinkten Seite miteinander vergleicht.
Im konkreten Beispiel würden auf beiden Seiten Wörter
wie "immobilien" oder "haus" erscheinen,
so dass eine Suchmaschine den Schluss ziehen könnte,
dass der Link eine thematische Nähe besitzt.
Wenn hingegen eine private Home-Page auf besagten Immobilienmakler
(ebenso wie auf hundert andere thematisch gemischte Websites)
verlinkt, wäre die thematische Nähe nicht mehr zu
erkennen und der Link - zumindest in der Theorie - weniger
wert.
Thematische Relevanz
Wer bei Google eine Suchanfrage wie "immobilien hamburg"
stellt, findet dort Websites wie www.pro-wohnen.de
oder auch www.hamburg.de
- Websites, die Google für diese eine Suchanfrage für
sehr relevant hält. Ein Link von diesen Websites wäre
also thematisch sehr bedeutend.
Leider ist es oft so, dass die vorderen Positionen von Konkurrenten
besetzt werden, von denen man sicherlich keinen Link bekommt.
Es kann sicher aber durchaus lohnen, mal jenseits der ersten
zehn Suchergebnisse zu schauen, um so z. B. ein Branchenportal
oder einen Verband zu entdecken.
PageRank
PageRank ist ein oft genanntes Kriterium, das aber eigentlich
recht wenig Aussagekraft besitzt. Der von Google für
eine Seite vergebene PageRank kann über die Google Toolbar
abgerufen werden. Je höher dieser PageRank, desto mehr
"Link-Juice" kann über einen Link auch an die
eigene Website abgegeben werden.
Leider ist der PageRank (PR) aber nur eine quantitative Größe,
d. h. dass hier bestenfalls abgelesen werden kann, über
wie viele Verlinkungen eine Website verfügt: Eine Website
mit keinen Verlinkungen hat einen PageRank 0, eine Website
mit Millionen von Links (wie Google.com) hat einen PageRank
10. Zweifelsohne wäre ein Link von einer Website mit
PR 10 eine sehr gute Sache, aber in der Praxis bekommt man
derartige Links ohnehin nicht (bestenfalls von einer Unter-Unterseite
einer solchen Website).
Und da kann man in der Praxis eben nicht sagen, dass ein
Link von einer PR5-Seite besser wäre als ein Link von
einer PR4-Seite, weil nun einmal noch viele andere Kriterien
bei der Beurteilung eines Links wichtig sind und diese im
PR-Wert nicht Einzug finden.
Beim PageRank muss man auch immer zwischen Website und Web-Seite
unterscheiden: Eine Website hat in der Regel einen PageRank,
aber eine konkrete Unterseite dieser Website nicht immer.
Wenn man sich also eine Unterseite einer Website mit PR5 anschaut,
wird hier in der Google Toolbar PR0 angezeigt, was irrtümlich
dazu führen kann, dass man einen solchen Link für
wertlos hält.
Wenn man also überhaupt den PageRank berücksichtigen
möchte, sollte man sich vielmehr den PageRank der Startseite
anschauen. Man sollte dabei aber auch bedenken, dass Google
den PageRank (zumindest den, den man über die Toolbar
abrufen kann) nur einige Male pro Jahr aktualisiert. Es könnte
also sein, dass eine Website bereits viele Verlinkungen aufgebaut
hat, aber in der Google Toolbar immer noch ein PR 0 angezeigt
wird.
Weitere Werte
Neben dem PageRank gibt es noch viel mehr Werte, über
die entweder nur Suchmaschinen verfügen oder die man
bei anderen Dienstleistern einsehen kann. So gibt es Konzepte
wie "Trust", bei denen vertrauenswürdige Websites
höher bewertet werden als solche, die z. B. Themen aus
dem Rotlichtmilieu oder dem Glücksspiel behandeln.
Aber auch hier ist es so, dass man Google ohnehin nicht auf
die Finger schauen kann, d. h. dass es keine Möglichkeit
gibt, die von Google selber vergebenen Bewertungen für
einen Link oder eine Website einzusehen. Man sollte daher
nicht im Wirrwarr der Zahlen hängen bleiben und stattdessen
der Intuition folgen. Das beste Maß für eine Website
ist vielleicht die Antwort auf Fragen wie "Sieht die
Website seriös aus?" oder "Verfügt die
Website über viele ansprechende Inhalte?".
Nofollow/Dofollow
Ein Kriterium kann man hingegen recht leicht erkennen, und
zwar das der Nofollow-Links. Bei Links ist es möglich,
diese als sogenannte Nofollow-Links zu markieren, indem man
ein Attribut hinzufügt:
<a href="URL" rel="nofollow">Anchortext</a>
Derartige Nofollow-Links signalisieren den Suchmaschinen,
dass man dem Link nicht "traut", also dass man nicht
möchte, dass dieser als Votum einfließt. Der Theorie
nach ignorieren Suchmaschinen dann derartige Links. Ob dem
wirklich so ist, ist immer gerne strittig unter Suchmaschinen-Optimierern.
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Abbildung 1: Nofollow-Links bei Mister Wong
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Wer sich dieser Diskussion nicht stellen möchte, sollte
davon ausgehen, dass nur Dofollow-Links (also Links, die keine
Nofollow-Links) für Suchmaschinen zählen. Um Nofollow-Links
erkennen zu können, muss man aber schon in den Quellcode
der HTML-Seite schauen - oder eines der zahlreichen Add-Ons
für verschiedene Browser nehmen (z. B. SearchStatus,
siehe Kasten). Wer dann wie in Abbildung 1 auf eine Seite
(im Beispiel Mister Wong) geht, erkennt dort, dass alle ausgehenden
Links Nofollow-Links sind. Ein Link von einer solchen Seite
hätte also keinen Wert und würde dem Ranking der
eigenen Website nicht helfen.
Wieviele Links?
Oft kommt auch die Frage auf, wie viele Links man denn nun
benötigt, um ganz vorne bei Google zu stehen. Darauf
lässt sich antworten, dass man das auf gar keinen Fall
vorab wissen kann, weil eben nicht alle Kriterien für
Links bekannt bzw. von außen einzusehen sind. Es könnte
also sein, dass ein Konkurrent sehr wenige, aber dafür
sehr gute Links besitzt. So könnte ein Link schon seit
langer Zeit existieren, von einem relevanten Themenportal
kommen und auch in der Site-Struktur sehr weit oben liegen.
Wenn man von derlei Überlegungen absieht, kann man seine
Konkurrenz natürlich schon als Messlatte für die
eigene Verlinkung nehmen. Man kann z. B. die Auswertungen
vom Open Site Explorer [www.opensiteexplorer.org] (siehe Abbildung
2) nutzen, um die eigene Website mit anderen Konkurrenten
zu vergleichen. In Abbildung 2 sieht man zwei direkte Konkurrenten
im Vergleich, bei denen die Website www.hamburgimmobilie.de
bei allen Kriterien die Nase vorn hat.
Interessant ist dort vor allem die Zeile "Linking Root
Domains", also wie viele unterschiedliche Websites jeweils
Backlinks auf die beiden geprüften Websites setzen: Auch
hier liegt www.hamburgimmobilie.de
deutlich vorne (288 im Vergleich zu 49).
Linkaufbau
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Abbildung 2: Open Site Explorer
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Wer sich nun an den Linkaufbau machen will, umdie Verlinkung
der eigenen Website zu verbessern , kann dabei sehr unterschiedliche
Wege gehen. Auch hier gibt es je nach SEO sehr unterschiedliche
Vorstellungen davon, wie man vorgehen sollte, welche Links
besonders wertvoll sind und welche nicht.
Eine der einfachsten Methoden besteht aber sicherlich darin,
zunächst zu überprüfen, über welche Backlinks
alle Konkurrenten verfügen. Hier kann man auf verschiedene
Tools wie den Open Site Explorer oder den Yahoo! Site Explorer
[siteexplorer.search.yahoo.com] zurückgreifen.
Natürlicher Linkaufbau
Beim Linkaufbau sollte man immer darauf achten, dass er auch
natürlich ("organisch") aussieht. Oder: Wie
wahrscheinlich ist es, dass eine Website, die jahrelang eine
zweistellige Anzahl an Backlinks hatte, plötzlich im
vier- oder fünfstelligen Bereich verlinkt wird? Es kann
also durchaus passieren, dass eine Website abgestraft wird,
wenn sie ihre Verlinkung zu schnell steigert oder wenn es
andere Anzeichen dafür gibt, dass hier jemand extrem
nachgeholfen hat.
Hierzu passt übrigens auch, dass es eben auch "organisch"
ist, wenn eine Website z. B. über Nofollow-Backlinks
verfügt. Wenn man also gezielt Nofollow-Backlinks vermeidet,
kann man sich damit im Einzelfall durchaus schaden. Auch sollte
man nicht zwangsweise für stets gleiche und suchbegriffslastige
Anchortexte sorgen, da auch das relativ unnatürlich aussieht.
Leider gibt es aber für all diese Aspekte keinerlei
Grenzwerte, sondern nur diverse Erfahrungen, die man mit der
Zeit sammelt. Im Zweifelsfall sollte man also lieber weniger
als mehr machen.
Linktausch, Linkkauf
Auch die Themen Linktausch und Linkkauf sind natürlich
relevant, da man oftmals versucht, Abkürzungen zu nehmen.
Links einfach zu kaufen (bzw. in der Regel zu mieten) ist
laut Google aber nicht erlaubt, so dass hier durchaus Abstrafungen
möglich sind. Insbesondere wer an nach außen sehr
einfach zu erkennenden Methoden und Netzwerken teilnimmt,
riskiert hier schon einiges. Im Zweifelsfall sollte man daher
auf Linkkauf verzichten.
Der Linktausch stellt sich etwas differenzierter dar, weil
das Tauschen an sich zumindest nicht per se untersagt wird.
Linktausch (Website A verlinkt auf Website B und B verlinkt
zurück auf A) gehört zu den Maßnahmen, die
man entweder nicht übertrieben einsetzen sollte oder
eben tarnt. Wenn man einen Link tauscht, heißt das nicht,
dass man diese direkt (A -> B, B -> A) tauschen muss.
Oftmals wird der Tausch dann über eine dritte Website
(A -> B, C -> A) abgewickelt. Erlaubt ist auch diese
Methode nicht, aber zumindest algorithmisch wesentlich schwieriger
von Google zu entdecken.
Fazit
10 SEOs, 10 Meinungen: Backlinks und Linkaufbau führen
zu sehr unterschiedlichen Meinungen, Bewertungen und
Strategien. Klar ist dabei vor allem, dass die Verlinkung
einer Website ein sehr wichtiges Ranking-Kriterium ist
und dass man hier ein gewisses Grundwissen haben sollte,
um nicht abgestraft zu werden.
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Warum SEO für Einsteiger?
Wir bekommen immer viele Kommentare von Einsteigern,
die sich im suchradar auch Informationen ohne viel Hintergrundwissen
wünschen. Auch wenn wir immer versuchen, komplexe
Sachverhalte einfach zu erklären, sind viele der
Artikel für Einsteiger schon viel zu speziell.
Deswegen gibt es ab sofort in jedem suchradar einen
Artikel für Einsteiger.
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Die Kraft der Verlinkung
Welchen Einfluss Anchortexte haben, sieht man sehr
gut, wenn man sich die Google-Ergebnisse für die
Suchanfrage "hier" anschaut. Auf dem ersten
Platz findet man dort derzeit die Seite http://get.adobe.com/de/reader/.
Dabei kommt das Wort "hier" auf der Seite
selber gar nicht vor.
Adobe profitiert davon, dass es ganz viele Links mit
dem Anchortext "hier" gibt (Klicken Sie <a href="http://get.adobe.com/de/reader/">hier</a>,
um sich den Adobe Reader runterzuladen).
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Ein Firefox Add-On: SearchStatus
SearchStatus ist wohl eines der beliebtesten SEO-Add-Ons
für Firefox. Wer dieses Add-On installiert, kann
die Option "Highlight Nofollow Links" auswählen
und sieht dann direkt, welche Links Nofollow- und welche
Dofollow-Links sind.
> www.quirk.biz/searchstatus/
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Verlinkungen analysieren
Der Open Site Explorer ist ein nützliches Werkzeug,
um die Verlinkung einer beliebigen Website zu analysieren
oder diese im Vergleich zu einer zweiten Website zu
sehen. Auch der Site Explorer von Yahoo! wird von vielen
Website-Betreibern genutzt, um die eigene Verlinkung
zu beobachten oder um von Konkurrenten zu lernen.
> www.opensiteexplorer.org
> siteexplorer.search.yahoo.com
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Über den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins
suchradar und geschäftsführender Gesellschafter
der Suchmaschinen-Marketing-Agentur Bloofusion Germany.
E-Mail: markus@suchradar.de
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