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Ausgabe 23 >Interview mit Sandra Finlay
Suchradar persönlich:
Fragen an Sandra Finlay
Sandra, stellst Du Dich und Dein Unternehmen kurz vor?
Unser Unternehmen Rising Media wurde 2002 von meinen Mann,
Matthew Finlay, gegründet. Wir organisieren unsere eigenen
Veranstaltungen, Konferenzen und Ausstellungen - auch zusammen
mit internationalen Partnern. Unser Themenumfeld ist das Internet-Business
und wir übernehmen in den meisten Fällen die Programmgestaltung,
suchen die Referenten aus, gewinnen die Sponsoren und Aussteller
und sind für das gesamte Marketing und Event-Management
verantwortlich. Mein Aufgabenfeld ist die inhaltliche Erstellung
und Vermarktung der Rising Media Events in Europa.
Wer Dich kennt, verbindet Dich am ehesten mit der SMX
München. Ihr veranstaltet aber auch noch andere Konferenzen
und Events. Kannst Du uns da einen Überblick geben?
In Deutschland gibt es bereits seit 2006 den eMetrics Marketing
Optimization Summit und im Oktober holen wir auch die Conversion
Conference mit Tim Ash nach Hamburg. Weltweit organisieren
wir im Jahr 25 Events, die meisten davon in den USA und Europa.
Dazu gehören neben den o.g. auch die Web Effectiveness
Conference, Predictive Analytics World, das internationale
Business Rules Forum und ab Oktober auch ein Social Gaming
Event.
Du hast die Conversion Conference genannt, die ja auch
im Oktober erstmalig in Hamburg stattfindet. Glaubst Du, dass
es genügend Interesse für ein Thema gibt, das auch
die anderen Konferenzen behandeln?
Ich bin überzegt davon, dass das Thema Conversion immer
wichtiger wird und gerade weil das Thema auf vielen Konferenzen
"ein bisschen" mitbehandelt wird, ist es höchste
Zeit für eine Fachkonferenz, die sich ganz fokussiert
diesem facettenreichen Thema widmet. Wir sehen auch an der
Resonanz der Sponsoren und an der Anzahl der jetzt schon einlaufenden
Teilnehmeranmeldungen, dass das Thema ins Schwarze trifft.
Die meisten Konferenzen haben ein Zugpferd: Danny Sullivan
bei der SMX, Tim Ash bei der Conversion Conference, und so
weiter. Wie muss ich mir Eure Arbeit mit diesen Personen vorstellen?
Hat z. B. Danny Sullivan großen Einfluss auf das deutsche
Konferenzprogramm der SMX?
Top-Experten wie Danny und Tim sind extrem hilfreich bei
der Programmerstellung, denn sie sitzen ja quasi am Puls des
Marktes und ihr Input bildet den Kern des jeweiligen Konferenzprogrammes.
Wenn die Basis erst mal steht, adaptiere ich diese dann zusammen
mit einem nationalen Fachbeirat für den jeweiligen Markt.
Das ist meist recht aufwendig, resultiert aber wie ich hoffe
in hoher Qualität und das ist meines Erachtens das Hauptkriterium
für eine erfolgreiche Veranstaltung. Und natürlich
macht es großen Spaß, sich mit solch intelligenten
Persönlichkeiten - und damit meine ich sowohl unsere
US-Partner als auch unsere Fachbeiräte - austauschen
zu können.
Eine Konferenz wie die SMX München hat mittlerweile
fast 70 Redner. Wie schwierig ist es, hier die passenden Leute
zu finden, die sich oftmals in Nischenthemen auskennen? Und
wie schwierig ist der Umgang mit all diesen unterschiedlichen
Persönlichkeiten?
Hier ist der Fachbeirat extrem hilfreich. Natürlich
sind wir gut vernetzt und kennen viele Experten auch persönlich,
aber gerade bei unserem SMX Fachbeirat ist immer ein Mitglied
dabei, das einen guten Tipp für neue Gesichter hat. Die
Zusammenarbeit mit unseren Referenten ist eigentlich immer
sehr angenehm - das sind ja alles kluge Leute, die etwas ganz
besonderes zu unserem Event beitragen und sich auf den Wissensaustausch
mit einem interessierten Fachpublikum freuen.
Auf was achtest Du beim Erstellen eines Konferenzprogramms?
Was ist den Besuchern wichtig? Bekannte Redner für eine
Keynote, kontroverse Themen, Nischenthemen, tolle Abendveranstaltung?
Das Wichtigste ist: Unser Programm wird immer nach Inhalten
und Referentenqualität zusammengestellt und nicht nach
kommerzieller Unterstützung. In meiner Idealvorstellung
geht der Besucher aus der Session raus und sagt: Das Thema
war auf den Punkt gebracht, die Umsetzung hat meine Erwartungen
übertroffen und das neue Wissen kann ich direkt anwenden.
Wenn es dann noch gelingt die wichtigsten Themenbereiche sowohl
für Anfänger als auch für Fortgeschrittene
abzudecken, haben wir ein gelungenes Programm. Wir sind auch
sehr explizit in unseren Briefings für die Referenten.
Nichts ist schlimmer als ein Referent, der sich oder sein
Unternehmen verkaufen will, statt das Thema zu behandeln.
Die Teilnehmer strafen das mit vernichtenden Fragebogenbewertungen
ab und die nehmen wir sehr ernst. Ein Referent, der schlechte
Bewertungen erhält, kann mich nicht mehr davon überzeugen,
wieder als Redner dabei zu sein.
Und ja: Natürlich sind internationale Keynotes wichtig.
Diesbezüglich sind wir für 2011 bereits in den Vorbereitungen.
Die SMX/eMetrics Abendveranstaltung, Search & Metrics
Bash 2011 haben wir auch schon wieder im Vice in München
gebucht. Auch das ist wichtig, denn ohne Networking hinterlässt
kaum eine Veranstaltung einen bleibenden Eindruck. Ich freue
mich auch immer, wenn ich nach unseren Events sehe, wie sich
unsere Teilnehmer, Sponsoren und Referenten auf den sozialen
Plattformen vernetzen.
Die SMX ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen.
Kannst Du uns einen Überblick über den Stand der
Dinge geben? Und wie stark kann man da überhaupt noch
wachsen?
Wir sind in der Tat an einem Punkt angelangt, an dem wir
stärker wachsen könnten, als es logistisch möglich
ist. In München fehlt ein großes Konferenzhotel
und ein Konferenzzentrum kommt zumindest 2011 für uns
nicht in Frage, da die Veranstaltung viel Flair verlieren
würde. Das Park Hilton, in das wir 2011 umziehen, gibt
uns sicherlich ein wenig mehr Spielraum, aber es empfiehlt
sich früh zu buchen - sowohl für die Ausstellung
als auch für die Konferenzteilnahme.
Sandra, vielen Dank für das Interview.
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Unsere Fragen beantwortete ...
Sandra Finlay hat Ihre berufliche Laufbahn vor über
15 Jahren im Bereich Konferenzen begonnen - damals mit
der ersten Internet World Berlin. Nach einem mehrjährigen
Aufenthalt in London, wo Sie für Jupiter Research
arbeitete, kam Sie 2000 zurück nach München
und verantwortete das Business Development für
Overture Services (heute Yahoo Search Services). Nach
einer Babypause ist sie heute bei Rising Media Ltd.
tätig und konzentriert sich vor allem auf die inhaltliche
Erstellung und Vermarktung der Rising Media Events in
Europa.
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