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Ausgabe 22 > B2B-Online-Marketing-Trends
B2B-Online-Marketing-Trends
2010:
Gezielte Ausrichtung der Online-Kommunikation auf das Buying-Center
Die Informationsbedürfnisse und das Nutzerverhalten
im Internet haben sich in den vergangenen Jahren geradezu
rasant verändert. Im B2B-Bereich suchen die Verantwortlichen
eines Buying-Centers (=kaufbeeinflussende Personen) stets
nach relevanten, aktuellen, verlässlichen und vor allem
lösungsorientierten Inhalten. Im Jahr 2010 zählen
die Lead-Generierung und die Steigerung der Kundenloyalität
zu den wichtigsten Marketingzielen von B2B-Unternehmen. Diese
Unternehmensziele lassen sich jedoch nur erreichen, wenn es
gelingt, eine an den Inhalten (Content) orientierte Marketing-Strategie
aufzubauen, die sich konsequent auf die Informationsbedürfnisse
des Buying-Centers einrichtet. Aus dieser Anforderung ergeben
sich für B2B-Unternehmen fünf Trends im Online-Marketing,
die im Folgenden kompakt vorgestellt werden.
Trend 1: Aufbau einer Content-Marketing-Strategie
Das Internet ist für die kaufbeeinflussenden Personen
in B2B-Unternehmen zur wichtigsten Informationsquelle geworden.
Doch jeder Verantwortliche (Entscheider, Anwender, Beeinflusser,
Informationsselektierer, Einkäufer) hat unterschiedliche
Informationsbedürfnisse. Während Entscheider meist
strategische Informationen in Form von Whitepapern, Studien
und Webinaren bevorzugen, sind für Anwender oftmals technische
Datenblätter und Case-Studies von Bedeutung. Entsprechend
der Rollenverteilung nutzt jede Person auch unterschiedliche
Informationsquellen im Internet. Entscheider informieren sich
beispielsweise über Branchenportale, Suchmaschinen und
Business-Communities. Anwender hingegen nutzen meist Fachgruppen,
Blogs, Suchmaschinen und mitunter auch soziale Medien.
Die Entwicklung der Neu-Ausrichtung des Online-Marketings
wird vor allem durch die veränderten Nutzergewohnheiten
im Kauf- und Entscheidungsprozess vorangetrieben. B2B-Entscheider,
Anwender und Beeinflusser werden dabei zunehmend soziale Medien
(Social-Media) nutzen, um ihren spezifischen Informationsbedarf
zu stillen. Das Social-Media-Marketing steckt im B2B-Bereich
jedoch noch in den Kinderschuhen und benötigt je nach
Unternehmen und Branche noch Entwicklungszeit. Das Online-Marketing
von B2B-Unternehmen wird sich jedoch bereits heute auf die
vielfältigen Informationsbedürfnisse einstellen
müssen. Marketing-Verantwortliche sollten daher unbedingt
eine Content-Marketing-Strategie aufbauen. Die drei wichtigsten
Marketingziele im B2B-Bereich sind im Jahr 2010 die Lead-Generierung,
die Steigerung der Kundenloyalität und die Stärkung
der Markenbekanntheit.
Um dies zu erreichen, spielen Inhalte (Content) eine Schlüsselrolle.
Die Informationsrecherche von Entscheidern und Anwendern beginnt
meistens mit einer Fragestellung. Die möglichst lösungsorientierte
und weniger produktorientierte Beantwortung dieser Recherche-Anfragen
stellt eine Herausforderung für B2B-Unternehmen dar.
Doch nur so steigt die Bereitschaft der Interessenten, ihre
Kontaktdaten auf der Internetseite zu hinterlassen.
Da sich qualitative Kontakte jedoch immer weniger mit den
klassischen Kontakt- und Anfrageformularen gewinnen lassen,
wird die Strategie in B2B-Unternehmen zur adäquaten Reaktion
auf den gesteigerten Informationsbedarf entscheidend sein.
Demnach sollte Platz für ein informations- und bedürfnisbasiertes
Marketing geschaffen werden. Für die Recherchierenden
steht dabei eine lösungsorientierte Antwort auf ihren
aktuellen Informationsbedarf im Vordergrund. Hier sind zunächst
und vor allem neutrale und praxisrelevante Informationen wie
Studien, Anwendungsberichte, Fallbeispiele, Online-Demos,
Webinare oder Videos gewünscht.
Rund 95 Prozent der B2B-Entscheider nutzen, laut einer Studie
der Virtual Identity AG, bereits heute eine Suchmaschine für
Ihre Recherchen. Eine wichtige Grundlage für die Auffindbarkeit
in Suchmaschinen und anderen Kanälen sind aktuelle und
nutzenstiftende Inhalte, die sich dann über zielgruppenspezifische
Kanäle verbreiten und steuern lassen. Dadurch erhöhen
B2B-Unternehmen nicht nur ihre Präsenz und Bekanntheit,
sondern sie beeinflussen das Suchverhalten und die Indexierung
in Suchmaschinen. Dies ist wiederum die Basis für erfolgreiche
Lead-Generierung. Denn abhängig vom Format der bereitgestellten
Informationen können Unternehmen die Kontaktdaten qualitativer
Interessenten gewinnen und vertrieblich nutzen.
Trend 2: Social-Media als Treiber für Zielgruppen-Portale
Durch die Vielzahl unterschiedlicher Informationsquellen
verlieren die Recherchierenden schnell den Überblick.
Sie suchen nach aktuellen, vertrauensvollen und verlässlichen
Informationen, die für unternehmerische und produktionsrelevante
Prozesse wichtig sind. Entscheider sichern ihre Überlegungen
und Entscheidungen beispielsweise durch fundierte Hintergrundartikel
ab. Anwender hingegen benötigen möglichst praxisbezogene
und zuverlässige Informationen für ihre Branche.
B2B-Unternehmen können diesen Anforderungen mit dem Aufbau
branchenspezifischer und homogener Zielgruppen-Portale begegnen
also mit Websites, die unabhängig von ihrer Form
(Blog, Community, Fachportal oder Special-Interest-Seite)
relevante Inhalte für eine ganz spezielle Zielgruppe
liefern. Die Grenzen und Funktionalitäten der einzelnen
Formen verwischen zunehmend. Traditionelle Branchen-Websites
erweitern beispielsweise ihre Seiten um typische Social-Media-Funktionen.
Die Relevanz und die Glaubwürdigkeit der Informationsquellen
sind wichtige Erfolgsfaktoren zur Positionierung von Inhalten
im Web. Mit den Inhalten lassen sich nicht nur die Zielgruppen
ansprechen und die Bekanntheit steigern. Auch die Effekte
der Off-Page-Optimierung und der Verbesserung des Suchmaschinen-Rankings
mittels latent semantischer Optimierung (LSO) werden zukünftig
fast ausschließlich über relevante Inhalte erreicht.
Der Bedarf nach einer schnellen Informationsbeschaffung wird
steigen. Bei bestimmten Branchen- oder Nischenthemen ist es
besonders wichtig ein Format zu entwickeln, das der Zielgruppe
als verlässliche Quelle dient. Aktuell verfügbare
und interaktive Inhalte können weiter verbreitet und
mitunter zur Lead-Generierung genutzt werden. B2B-Unternehmen
sollten daher abwägen, ob sie ein eigenes Portal zum
Beispiel in Form eines Blogs, einer Microsite oder einer Community
aufbauen. Ein solches Portal kann dann auch für SEO-Zwecke
und zur weiteren Vernetzung durch Social-Media-Marketing genutzt
werden. Zudem lassen sich Interessenten besser identifizieren
und konsequenter bedienen. So ist das Unternehmen stets auf
Augenhöhe mit der Zielgruppe.
Das Nutzerverhalten und die zunehmende Informationsbeschaffung
über soziale Medien fördern die Entwicklung von
zielgruppenspezifischen Portalen. Traditionelle B2B-Unternehmen
erkennen immer mehr die Vorteile von Web 2.0 und Social-Media-Marketing.
Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie von BBN The Business
Branding Network unter 112 Unternehmen aus acht Ländern.
Primäres Ziel der Web-2.0-Aktivitäten von B2B-Unternehmen
ist aber nach wie vor die Steigerung der Kundenloyalität
(70 Prozent), die jedoch nur über Vertrauen durch stets
relevante und glaubwürdige Inhalte zu erzielen ist. Dabei
können Zielgruppen-Portale die Grundlage für erfolgreiches
Social-Media-Marketing im B2B-Bereich bilden.
Trend 3: Individualisierung der Firmenwebsite
Die veränderten Informationsbedürfnisse haben auch
Auswirkungen auf die Firmenwebsite. In den ersten Internet-Jahren
wurden Firmenbroschüren eins zu eins auf die Website
übertragen. Dann kamen unter anderem Online-Shops und
interaktive Anwendungen hinzu. Wegweisend ist heute jedoch
die Bereitstellung von Inhalten, die auf jede Person im Buying-Center
speziell zugeschnitten sind. Die Website als reine imageorientierte
Visitenkarte des Unternehmens wird zukünftig durch lösungs-
und personenorientierte Inhalte modifiziert und ergänzt
werden müssen. Websitebesucher wollen schnell die für
sie wichtigen Informationen erhalten. Aufgrund der meist sehr
heterogenen Zielgruppen und der breiten Produkt- und/oder
Dienstleistungspalette ist eine Individualisierung der Firmenwebsite
notwendig. Das Ziel ist die Bedürfniserfüllung der
Interessenten und deren persönliche Ansprache. Die Inhalte
und die Nutzerführung sollten an den Interessen der kaufbeeinflussenden
Personen (=Buying-Center) ausgerichtet sein.
Auf den Webseiten von B2B-Unternehmen geht es längst
nicht mehr nur darum, möglichst viel Traffic zu erzielen.
Heute zählt bereits qualitativer Traffic zu den entscheidenden
Erfolgskriterien, um Streuverluste zu reduzieren. Denn je
besser die Zielgruppen zu qualitativen Inhalten geführt
werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit
neue und qualitativ gute Leads zu generieren. Dies erfordert
jedoch ein Umdenken im Marketing und eine Neu-Ausrichtung
der Website. Die Informationen sollten idealerweise für
die unterschiedlichen Zielpersonen im Unternehmen, spezifische
Branchen und Kundengruppen aufbereitet und dargestellt werden.
Hier ließe sich das Prinzip der Landing-Page aufgreifen
und konsequent für die Firmenwebsite anwenden. Der Einsatz
von Landing-Pages ist fallspezifisch zu entscheiden. Grundsätzlich
gilt jedoch: Je persönlicher und relevanter der Besucher
die Inhalte empfindet, umso höher ist die Chance der
Lead-Generierung und der Verbesserung des Firmenimages.
Die Firmenwebsites diverser führender B2B-Unternehmen
haben jedoch Nachholbedarf bei der Ausrichtung ihrer Firmenpräsenz.
Zu diesem Ergebnis kommt creative360. Die auf das B2B Online-Marketing
spezialisierte Agentur hat im Dezember 2009 mehr als 100 Firmenwebsites
im B2B-Bereich untersucht. Demnach haben bisher nur knapp
5 Prozent der Firmen ihre Website auf die Bedürfnisse
des Buying-Centers ausgerichtet. Die untersuchten Firmenwebsites
stammen aus den Branchen Industrie, Elektrotechnik, IT/ITK,
Software, Logistik/Transport und Dienstleistungen.
Durch die Individualisierung der Inhalte für die unterschiedlichen
Anforderungen des Buying-Centers gewinnen die Besucher ein
Gefühl der One-to-One-Kommunikation. Die persönliche
Ansprache steigert das Vertrauen und die Loyalität unter
bestehenden Kunden und potenziellen Neukunden. Eine undifferenzierte
Ansprache der Besucher führt nicht selten zu langen Suchzeiten
und Kickfolgen. Ziel sollte es sein, das Buying-Center über
kurze Wege direkt zu den individuellen Inhalten zu leiten.
Die nötigen Inhalte sind in der Regel bereits vorhanden.
Knapp 94 Prozent der untersuchten Firmenwebsites bieten produktrelevante,
knapp 40 Prozent branchenrelevante Informationen an. Es fehlt
den Firmenwebsites bislang jedoch an der zielgruppenspezifischen
Ansprache von Verantwortlichen. Die Ausrichtung ist jedoch
je nach Unternehmen und Branche ganz spezifisch festzulegen
und umzusetzen.
Trend 4: Kontextuelle Online-Kampagnen
Die Informationsbeschaffung ist eine der zentralen Beweggründe
für Entscheider, Anwender und Einkäufer im Internet.
Laut einer aktuellen Studie von Wer liefert was? nutzen 76
Prozent der B2B-Unternehmen bereits Keyword-Advertising in
allgemeinen Suchmaschinen und speziellen Business-Suchmaschinen.
Dieses Instrument ist jedoch nur eine Form des kontextbezogenen
Online-Marketings. Zukünftig werden kontextuelle Online-Werbung
und inhaltsgetriebene Kampagnen den Hauptteil der B2B-Online-Kommunikation
ausmachen. Damit wird die Brücke zum Informationsbedarf
geschlagen. Zudem kann die Lead-Generierung auf diese Weise
verbessert werden.
Grundlage für kontextuelle Werbung sind Websites und
Portale, auf denen sich Textanzeigen und Display-Ads (Banner)
inhaltsspezifisch einbinden lassen. Das Content-Netzwerk von
Google beispielsweise wird stetig ausgebaut und durch relevante
B2B-Seiten erweitert. So ergeben sich durch die Entstehung
neuer zielgruppen- und themenspezifischer Portale vielfältige
Möglichkeiten für kontextuelle Online-Werbe-Kampagnen.
Da es bisher noch an spezifischen und vertikalen Websites
mangelt, ist der Bedarf von B2B-Unternehmen hier sehr hoch.
Bestehende Portale wiederum können kontextbasierte Werbung
anbieten und ihre Websites danach umstellen.
Aufgrund der hohen Bedeutung des Datenschutzes in Deutschland,
ist es fraglich ob IP- und Cookie-Tracking in Zukunft noch
möglich sein wird. Sollte die Speicherung von Cookies
beispielsweise nicht mehr erlaubt sein, fehlt die Grundlage
für das Targeting. Wirklich relevante Daten wären
für ein B2B-Targeting dann nicht mehr zugänglich.
Demografische, soziale und geografische Daten spielen für
B2B-Unternehmen eher eine untergeordnete Rolle. Gefragt sind
entscheidungsrelevante Daten wie Investitionsvolumen und der
Verantwortungsbereich. Diese Daten werden aber bisher nicht
erhoben, sodass das B2B-Online-Marketing auf ein Targeting
weitestgehend verzichten muss. Das Klickverhalten und das
Interesse an Inhalten helfen hier nur bedingt weiter. Eine
saubere Branchenabgrenzung ist ebenfalls nicht möglich.
Insgesamt hat sich das Targeting im B2B-Bereich noch nicht
bzw. nur bedingt (z. B. IP-basiert) durchgesetzt. Denn meistens
stehen keine wertvollen Nutzerprofile zur Verfügung.
Um ein erfolgreiches Targeting durchführen zu können,
müssten die Nutzerprofile umfangreiche, detaillierte
und vor allem B2B-relevante Daten enthalten.
Am situativen Informationsbedarf orientiert und im richtigen
Bedarfsmoment eingesetzt, können kontextuelle, informationsgetriebene
und bedürfnisorientierte Kampagnen die entsprechenden
Zielgruppen fokussiert ansprechen. Die sogenannte Banner-Blindness
lässt viele Besucher im strengsten Sinne des Wortes erblinden,
da sie die unzähligen Werbe-Banner einfach nicht mehr
wahrnehmen. Gut platzierte kontextbasierte Werbung kann diese
Lücke jedoch schließen und Streuverluste minimieren.
Denn durch den thematischen Bezug des Werbemittels (Textanzeige,
Banner, Sonderwerbeformen,
) zum Inhalt wird eine größere
Aktivierung und Response erzeugt.
Trend 5: Ad-Sitelinks in Suchwort-Anzeigen
Suchmaschinen-Werbung zählt zu den effektivsten Online-Marketing-Instrumenten
mit einem sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Textanzeigen
können gezielt das Informationsbedürfnis der Recherchierenden
ansprechen und mit nützlichem Content Antworten liefern.
Gerade im B2B-Bereich lassen sich auf diesem Wege hochgradig
interessierte Besucher auf die Website führen. Wertvolle
Leads kann der Vertrieb nur gewinnen, wenn die Website bzw.
die Landing-Page die Erwartungen der Suchenden erfüllt.
Generell lassen sich mit Hilfe der Suchmaschinen-Werbung
(Keyword-Advertising) vier Gruppen von Suchworten bewerben:
Marken- und Produktnamen, Produktgattungs-, Anwendungs- und
Themenbegriffe. Eine gezielte Auswahl und Buchung von Keywords
sowie aktivierende und optimal abgestimmte Texte minimieren
dabei Streuverluste. Doch gerade im B2B-Bereich gilt der Anspruch:
ein Besucher, ein Lead. Wenn jedoch die falschen Zielgruppen
auf für sie unrelevante Inhalte geführt werden,
sinkt die Konversionsrate und das Kosten-Nutzen-Verhältnis
verschlechtert sich. Daher müssen Keywords regelmäßig
überwacht, optimiert und erweitert werden. Textanzeigen
lassen sich verbessern und umschreiben. Zudem sollten gezielt
neu ausgerichtete Kampagnen geschaltet und Landeseiten (Landing-Pages)
stetig optimiert werden.
In vielen B2B-Branchen kommt es gerade bei Markennamen und
Produktgattungsbegriffen zu Überschneidungen bei der
Keyword-Suche. Dann stellt sich die Frage, wohin die Anzeige
verlinken soll. Drei Beispiele: Einkäufer könnten
zum Shop oder zu Preislisten, Anwender auf Fallbeispiele,
Tech-Specs und Konfiguratoren und Entscheider auf Whitepaper
und Datenblätter geleitet werden. Um eine möglichst
hohe Relevanz bei den Suchenden und eine hohe Konversionsrate
zu erzielen, wäre es notwendig auf unterschiedliche Landing-Pages
oder Seitenbereiche zu verlinken. Doch die Textanzeige lässt
bislang nur einen Anzeigen-Link (Ziel-URL) zu.
Im November 2009 hat Google in seinem AdWords-Programm die
so genannten Ad-Sitelinks eingeführt. Mit diesen Ad-Sitelinks
können suchbasierter Werbung (Sponsored Links) bis zu
vier Links auf Inhalte der eigenen Website hinzugefügt
werden. Dies soll dem Benutzer einen leichteren Zugang zu
tieferen Inhalten der Website ermöglichen. Bislang sind
die Ad-Sitelinks jedoch nur für die Anzeige auf Platz
1 und nur auf Kampagnen-Ebene möglich, und so gelten
die vier Links für alle Anzeigen einer Kampagne. Grundsätzlich
ermöglichen Ad-Sitelinks in Suchwort-Anzeigen die spezifische
Ausrichtung der Anzeigen auf die kaufbeeinflussenden Personen.
Damit lassen sich Streuverluste reduzieren, die Interessenten
noch gezielter führen und das Budget effektiver einsetzen.
Ad-Sitelinks bereichern die Textanzeige durch den gezielten
Einsatz von zusätzlichen Handlungsaufforderungen und
speziellen Links. Die vier Links vergrößern zudem
die Präsenz der Anzeige (95 Zeichen zzgl. max. 35 pro
Ad-Sitelink), sodass eine Verdrängung der zweiten und
dritten Anzeige direkt über den Suchergebnissen von Google
möglich wird. So ließe sich mit Ad-Sitelinks eine
sehr hohe Aufmerksamkeit erreichen. Um jedoch die Suchenden
im Buying-Center von gleichen Keywords gezielt auf unterschiedliche
Seiten zu führen, müssen die Ad-Sitelinks auf Anzeigengruppen-Ebene
eingestellt werden können. Dies wird bislang noch nicht
von Google angeboten. Denkbar wäre es zum Beispiel, bei
bestimmten Keywords unterschiedliche Inhaltsformate mit Ad-Sitelinks
zu promoten. Nutzer würden damit zielgerichtet auf die
Seite mit den relevantesten Inhalten geführt, sodass
Streuverluste minimiert, die Zufriedenheit und die Konversionsraten
erhöht werden könnten.
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Abbildung 1: Informationsbedarf der verschiedenen Buying
Center im Überblick (Quelle: www.creative360.de)
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Fazit
2010 stehen die Zeichen im B2B-Marketing ganz auf Herstellung
und Verbreitung qualitativ hochwertiger und für
das Buying-Center relevanter Inhalte. Weiterhin ist
Social-Media eine wichtige Einflussgröße
für Zielgruppen-Portale. Die Individualisierung
der Firmenwebsite, kontextuelle Online-Werbe-Kampagnen
und Ad-Sitelinks in Suchwort-Anzeigen ermöglichen
die Reduzierung der Streuverluste und eine effektive
Generierung von Leads.
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Über den Autor
Jens Stolze ist Gründer und Inhaber von creative360
(www.creative360.de).
Fachlich ist creative360 spezialisiert auf Online-Marketing,
inhaltlich auf B2B-Unternehmen. Jens Stolze ist auch
Autor und Herausgeber eines Fachblogs für B2B Online-Marketing
(www.onlinemarketing-blog.de).
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