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Schlusswort:
Harte Arbeit für harte Rankings
Ich schule recht oft Redakteure, denen suchmaschinenfreundliches Schreiben nahegebracht werden soll. Solche Schulungen laufen aber leider oft nach demselben Muster ab. Die Redakteure sind begeistert, recherchieren Keywords, optimieren Probetexte - und fragen dann in der Schlussbesprechung, wann sie das eigentlich alles machen sollen.
Denn einen Nachteil hat das Ganze: Das Texten für Suchmaschinen braucht mehr Zeit. Sicherlich kann man diesen Zeitaufwand immer weiter minimieren, wenn man mehr Erfahrung sammelt und bestimmte Muster in Suchbegriffen entdeckt. Aber es kostet dennoch Zeit.
Und so gehe ich oft mit einem schlechten Gefühl nach Hause - wissend, dass wohl nur wenige Redakteure die besprochenen Maßnahmen auch wirklich vollständig umsetzen werden. Denn SEO wird immer noch allzu oft von oben verordnet, ohne über die wirklichen Konsequenzen nachzudenken. Da besteht wohl auch die Hoffnung, dass man mit technischen Optimierungen weit genug kommt. Aber das ist leider meistens eine Fehleinschätzung.
Letztens lief ein Meeting aber mal nach Plan. In der Schlussbesprechung kam natürlich wieder die Frage, wann man das denn machen solle, wo man doch ohnehin schon viel zu schreiben hätte. Aber anders als bei den meisten Schulungen vorher, kam von oben die Entscheidung, dass man dann eben weniger schreiben solle. Perfekt.
Wenn man die oft technischen Beiträge aus diesem Blatt liest, vergisst man schnell, dass SEO im Kern eigentlich immer noch eine sehr manuelle Arbeit ist. Klar, es ist auch wichtig, dass man die richtigen Tags nutzt, Duplicate Content in den Griff bekommt und andere technische und strukturelle Aspekte löst. Aber wenn man das geschafft hat, bleibt eigentlich nur noch eins: Content, Content, Content (und natürlich Links, Links, Links). Und wenn dann Redakteure Beiträge mit Headlines wie "Fröhlich in den Frühling" oder "Mit Riesenschritten Richtung Erfolg" schreiben, hat man zwar viel Content, aber eben leider solchen, an dem Suchmaschinen eher wenig Freude haben werden.
Deswegen an dieser Stelle mein persönliches SEO-Mantra: Von nichts kommt nichts. OK, das habe ich wohl daheim mit der Muttermilch aufgesogen. Aber es stimmt. Wer von Google & Co. profitieren will, dem reichen meist nicht nur ein paar technische Tricks. Der muss auch an seinem Content arbeiten. Und das kostet Zeit, Geld und Nerven.
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Über
den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins suchradar
und geschäftsführender Gesellschafter der Suchmaschinen-Marketing-Agentur
Bloofusion Germany.
Email: markus@suchradar.de
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