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Schlusswort:
Ein Tool ist ein Tool ist ein Tool...
Wenn man ein Haus baut, lernt man schnell, dass ein Handwerker nur so gut wie sein Werkzeug ist. Man lernt aber auch, dass gutes Werkzeug noch lange keinen guten Handwerker macht. Ich habe auch eine Metabo-Bohrmaschine, kann aber damit auch nur krumme Löcher in die Wand bohren.
Es ist unbestritten, dass man für SEO und SEM Tools braucht. Niemand hat Lust, einmal am Tag alle organischen Suchmaschinen-Rankings manuell durchzuprüfen. Und das Anpassen von 10.000 AdWords-Geboten steht sicherlich nicht auf der Liste der beliebtesten Agenturtätigkeiten. Tools sind großartig. Sie erleichtern die alltägliche Arbeit und schaffen Freiraum für wichtigere kreative Aufgaben.
Man darf aber nicht vergessen, dass Tools auch keine Wunder vollbringen können. Auch mit einem Bid-Management-System wird man eine SEM-Kampagne in einem konkurrenzstarken Thema (z.B. Lebensversicherungen) nicht so aussteuern können, dass man den CPC auf 10 Cent und den Cost per Lead auf 1 Euro senken kann. Übrigens wird oft und gerne vergessen, dass Bid-Management nur ein Teilbereich vom SEM-Management ist. A/B-Testing von Anzeigen, negative Keywords festlegen, Landing-Page-Optimierung - all das gehört eben auch dazu.
Und auch ein SEO-Tool kann immer nur beratend zur Seite stehen. Ein Potenzial aufdecken? Möglich. Konkrete Vorschläge, um das Potenzial zu heben? Schon deutlich schwieriger. Zunächst muss man ja verstehen, warum eine andere Website besser rankt als die eigene - und da gibt es viele Möglichkeiten: bessere Links, ältere Links, bessere Linktexte, bessere interne Verlinkung, ...
Zum Teil sind das Faktoren, die man recht schlecht messen kann. Alleine zur Überprüfung der internen Verlinkung müsste man alle Konkurrenz-Websites komplett indexieren und die interne PageRank-Verteilung messen. Man müsste eine Datenbank aller Verlinkungen inklusive des Alters der Verlinkung haben. Oder mit anderen Worten: Man müsste Google nachbauen. Praktikabel ist das nicht.
Auf der anderen Seite sind das gute Nachrichten: So werden SEOs so schnell nicht arbeitslos. Es wäre natürlich schön, wenn man das Über-Tool hätte, das einem direkt alle To-Dos ausspuckt, um an die Top-Position zu kommen. Aber dann würden es ja auch alle einsetzen und das Tool würde sich überflüssig machen.
SEO ist eben doch mehr als nur Ranking-Faktoren zu studieren: Da ist intelligente Handarbeit gefragt. Gefühl, Intuition und jede Menge Erfahrung. Wo bekomme ich tolle Links her? Wie kann ich den Kunden motivieren, bei einem nicht unheiklen Linkbait mitzumachen? Welche Site-Struktur ist optimal? Wie kommuniziere ich dem Kunden gegenüber Erfolge, damit die Relevanz innerhalb des Unternehmens steigt?
Und das kann ein Mensch eben immer noch am besten.
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Über
den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins suchradar
und geschäftsführender Gesellschafter der Suchmaschinen-Marketing-Agentur
Bloofusion Germany.
Email: markus@suchradar.de
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