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2009 wird ein gutes Jahr!

Alles jammert, alles klagt. Die Stichworte heißen Rezession, Deflation, Jobabbau, Niedergang. Allerorts ein Krisengipfel. Merkel und Steinbrück im Dauerstress. Die gesamte deutsche Wirtschaft droht in eine Eiszeit zu schlittern.

Da freut es doch, wenn man als SEO die IWB aufschlägt und dort liest: "Umfrage: 68 Prozent aller Unternehmen wollen 2009 Suchmaschinenoptimierung starten". Wow, das klingt irgendwie gar nicht nach Niedergang, sondern nach starkem Wachstum.

Gut, man könnte jetzt anmerken, dass diese Umfrage auf einer Online-Marketing-Messe auf dem Stand einer SEO-Agentur gemacht wurde. Statistisch valide Daten sehen für mich also irgendwie anders aus. Aber sei's drum. Ich möchte auch ungerne die Party abblasen und die Kerzen wieder auspusten.

Ich glaube natürlich auch, dass im nächsten sehr viel Neukundengeschäft kommen wird. Vielleicht nicht in dem Umfang, den die Umfrage nahe legt, aber das ist auch nicht so wichtig. Ich spüre ja auch, dass SEO jeden Tag wichtiger wird. Wenn z.B. eine Website neu erstellt oder ge-relaunch-ed wird, ist SEO immer öfter eines der entscheidenden Kriterien. Während früher die Webdesign-Agentur sich mit einer Flash-Architektur durchsetzen konnte, werden solche Vorschläge heute oft sehr pragmatisch durch einen SEO-Berater ins Jenseits befördert.

Bei all dem Wachstum darf man aber nicht vergessen, wo dieses Wachstum herkommt und wo die Grenzen liegen. Ich glaube, dass viele Unternehmen, die 2009 erst in SEO einsteigen möchten, nicht immer unbedingt leichte Kunden für SEO-Agenturen sind. Vor meinem geistigen Auge erscheint da immer irgendwie ein Mittelständler, der Steuerungsanlagen für Nischenmärkte herstellt und jetzt gerne auch in Suchmaschinen gefunden werden möchte - egal wie.

Das Wachstum der nächsten Jahre kommt ja nicht unbedingt von oben. Mit "oben" meine ich die ganzen bekannten Web-Portale, Dating-Dienstleister, Versandhändler, und so weiter. Diese verfügen zum Teil schon über Inhouse-SEOs oder zumindest eine gehörige Portion Wissen.

Es gibt aber eben auch viele kleine Kunden, die über ein begrenztes Budget verfügen oder die sich in einer sehr konkurrenzstarken Branche befinden (z.B. Ferienhäuser). Und wenn mir dann ein Chef einer bekannten SEO-Agentur sagt, dass sie ohnehin nur Projekte ab einem vierstelligen Betrag pro Monat annehmen, könnte es schwierig werden, diese beiden Seiten zusammenzubringen.

Das eröffnet die Frage, wie man denn zum kleinen Preis seriöse Suchmaschinenoptimierung anbieten kann. Vielleicht ist das die große Frage für 2009...

 

Über den Autor

Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der Suchmaschinen-Marketing-Agentur Bloofusion Germany.

Email: markus@suchradar.de

 

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Ausgabe 24 (6. Juli 2010)

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