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14 > SEOs in Action > David Radicke
Optimierung der Website www.barackobama.com:
David Radicke
Welche Empfehlung hat David Radicke für die Website www.barackobama.com?
1. Ein paar SEO-Blogs lesen, dann kann man sich als Campaign-Website-Manager für Barack Obama viel SEO-Arbeit sparen
Besonders in den letzten Tagen haben einige Blogs diese Arbeit schon sehr detailliert übernommen, siehe z.B. bei Tadeusz´s "SEO 2.0: 7 Reasons Why Obama's Website Has Many More Visitors Than McCain's" (http://seo2.0.onreact.com/7-reasons-why-obamas-website-has-many-more-visitors-than-mccains) oder bei SearchEngineWatch "Obama is winning the Internet War" (http://searchenginewatch.com/showPage.html?page=3631196).
2. Momentan bekommt man bei Spenden über 15 Dollar einen Obama-Kühlschrank-Magneten. Das ist schön! Aber viel besser würde eine Obama-Million-Dollar-Homepage funktionieren, auf der Spender, die mehr als 500 Dollar spenden, einen (schönen) Text/Bild-Eintrag mit Link bekommen. Ja, ja, ja, man hätte dann alles voll Pokeranzeigen und SEO-Typen, aber warum nicht die Kraft der Seite zum Geldverdienen nutzen??? Die Links kann man ja moderieren, damit da kein Porn reinkommt, oder verschiedene Kategorien aufbauen, so dass vorne alles sauber aussieht. Würde ich natürlich keiner Seite raten, die nach der Wahl am 4. November noch lange benötigt wird (oder die nicht die Kredibilität von Obama hat J )
3. Ebenso sollte man UNBEDINGT den "5 Things you can do" einen 6. Thing hinzufügen: nämlich JEDER Fan sollte sofort mit schönen Texten auf barackobama.com verlinken und sich umgucken, von wo man sonst noch verlinken kann. Da soll es ja ein paar Möglichkeiten geben
4. Man sollte natürlich eine schönen fertigen Button nebst Linktext zum Download anbieten. Wieder ja, ja, ja
das ist böses Linkbaiting, aber damit kommen ja (noch) ganz andere Seiten durch
Würde ich hier echt (noch) riskieren, zumal es schon eine starke ECHTE, ORGANISCHE Linkstruktur gibt.
5. Natürlich sollte jeder, der sich irgendwie auf barackobama.com registriert (für Newsletter, oder für Tshirt-Kauf) sofort per Mail angeschrieben werden, ob er nicht schön verlinken kann
Wenn man ein Obama-Tshirt tragen würde (oder einen Sticker auf seinen Truck macht) würde man doch auch garantiert einen schön Link setzen, oder?
6. Zum Thema Link-Building: Obama muss m.E. gar nichts mehr für seinen "Brand" Namen machen, da liegt er immer ganz vorne. Schwach ist Obama (wie McCain übrigens auch) bei den Keywords "US Elections", "Vote", "Presidential Elections" und anderen "generischen" Keywords. Da würde ich mit Linkbuilding (s.o.) massiv reingehen, und so offsite einiges bewegen. Natürlich muss der Content dazu auf der Seite sein, aber das dürfte ja kein Problem sein
7. Man hätte mit etwas Anlauf Barackobama.com-News wahrscheinlich auch in news.google.com platzieren können, dann hätte man eine sehr gute Chance auf Traffic über aktuelle Themen. Ich könnte natürlich nicht garantieren, dass solche eindeutig parteiischen, politischen Newsseiten in news.google.com reinkommen, aber meiner Erfahrung nach machen die Amis keinen großen Unterschied zwischen Nachrichten und PR
Newssitemap.xml etc. dafür sind ja kein Problem
8. Es gibt immer ein paar aktuelle Nachrichtenthemen, auf die man reagieren könnte
Heute (17.10.) war es "Joe the Plummer". Der sehr aktive Blog auf Barackobama.com scheint solche aktuelle Themen aber nicht suchmaschinengerecht zu behandeln. Man könnte SEHR aktiv mit Google Insights for Search und natürlich Trends/Hottrends arbeiten und die upcoming trends sofort im Blog umsetzen und nach technorati (oder sonst wo hin) pingen
9. Stark sind auch Suchen nach "Obama Religion", "Obama Muslim", etc
Viele Amis interessiert derzeit, ob Obama ein Moslem ist oder war. Hierzu gibt es zwar einen Top 5 Treffer zu Barackobama.com, aber das Snippet ist so schlecht, dass ich da nicht draufklicken würde. Kein Wunder, denn:
<title>Barack Obama and Joe Biden: The Change We Need</title>
<meta name="description" content="Official Website of Barack Obama 2008 Presidential Campaign" />
Mit diesem Thema (und anderen aktuellen Themen) hätte man viel aktiver umgehen können
Antworten auf die Religionsfrage sind ziemlich versteckt auf der Seite (barackobama.com/factcheck/2007/11/12/obama_has_never_been_a_muslim_1.php). Hier findet man aber wieder nur eine riesige Menge von gemischten PR- und Zeitungsmeldungen und konzentriert sich ganz kämpferisch auf den Begriff"smear campaign". Warum nicht im oberen Content-Teil unter der klaren Überschrift "Obama Has Never Been A Muslim, And Is a Committed Christian" eine detaillierte Aussage von Obama zum Thema mit allen wichtigen Keywords, d.h. religion, muslim, radical, etc
? Und natürlich (gähn) bitte die Metas entsprechend pflegen
10. An anderer Stelle läuft das Thema übrigens unter dem Keyword "Faith" bei http://www.barackobama.com/issues/faith/. "Obama religion" wird zwar offenbar häufiger gesucht als "Obama faith", aber trotzdem ist "faith" hier schon ein wichtiges Keyword
Diese beiden thematisch so eng verwandten Bereiche sind aber ÜBERHAUPT nicht verknüpft. Da könnte man SEHR leicht für die Nutzer und die Bots eine Verbindung herstellen und beide Seiten mit den richtigen Keywords befüttern.
11. Wichtig (aus SEO-Sicht) scheint auch noch Merchandise zu sein, d.h. "Obama Tshirt", "Obama Bumper Sticker" etc. Der Shop auf obamabarack.com hat zwar alles, kommt aber in den SERPS kaum vor. Man könnte jetzt natürlich über Optimierung reden, ich hätte aber eher 2-3 von den besser platzierten Shops angesprochen und deren Shop-Content exklusiv und komplett bei mir reingestellt. Der Deal ist: Der Traffic läuft über uns, ihr kriegt die Konvertierung, wir kriegen eine (sehr geringe) Provision. Das sollte doch wohl win-win sein, oder?
12. Für die VIELEN (!) potentiellen, spanischen Wähler gibt es eigentlich eine spanische Version. http://my.barackobama.com/page/content/espanol. Google erkennt die leider nicht richtig. Das könnte u.a. daran scheitern, dass die Meta-Tags komplett auf Englisch sind! Das finde ich immer besonders traurig - man macht sich die ganze Arbeit, aber die peinlich-einfachen Metas werden verschlampt
Und man sollte auf die spanische Startseite(n) einfach mehr spanischen Content draufsetzen, dann erkennt Google das schon immer ganz schnell
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Und immer dran denken: ein paar spanische Wähler und SEO-Tipps könnten bei einer knappen Wahl schon den Unterschied zwischen US-Präsident und Looser machen
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Über den Autor
David Radicke (www.radicke.com) ist als selbständiger Berater für
verschiedene Medienunternehmen tätig und unterstützt unter anderem
mehrere große Axel Springer Nachrichtenportale (insbesondere WELT
Online) in den Bereichen SEO, SEM, eCommerce und Web Analytics.
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Kommentare
| Rolf R. schrieb am 08.11.2008: |
| zu 4.
Mit "spanischen" Waehlern sind wohl Hispanics gemeint. Die sprechen auch nicht unbedingt mehr Spanisch, es handelt sich um Waehler lateinamerikanischer Abstammung. |
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| David schrieb am 09.12.2008: |
| @rolf R.: Du hast natürlich völlig Recht. Gemeint waren US-Bürger lateinamerikanischer Abstammung. Da habe ich mich unsauber ausgedrückt.
Wenn Du mal südlich von San Francisco in einen Fast-Food-Laden gehts, wirst du merken, dass die sehr wohl spanisch sprechen. Die Frage ist eher: sprechen die englisch? (ist nicht zynisch gemeint) |
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