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Google AdWords-Werkstatt:
Neuigkeiten bei AdWords
Diese Google AdWords-Werkstatt beschäftigt sich mit einigen Neuerungen bei Google AdWords. Vor allem eine Änderung - der Wegfall des Minimum Bids - dürfte sehr wichtig für alle Werbetreibenden sein.
Quality Score
Google AdWords bewertet Keywords und weist diesen einen so genannten Quality Score zu. Dieser Quality Score ist eine Aussage über die Qualität des eingebuchten Keywords, der Werbung, der Zielseite und der Klick-Rate. Wer also ein Keyword einbucht, das in der Werbung vorkommt, und zudem mit dieser Werbung eine sehr hohe Klick-Rate erreicht, wird einen hohen Quality Score erhalten. Wer hingegen ein Keyword bucht, das zu einer niedrigen Klick-Rate führt (z.B. weil das Keyword in der Werbung nicht vorkommt), wird einen eher niedrigen Quality Score bekommen.
Die Bewertungen sind vor allem hinsichtlich der Kosten wichtig, weil Werbungen mit einem hohen Quality Score "nach oben rutschen" können, also eine bessere Anzeigeposition erreichen als eine Werbung mit niedrigem Quality Score.
In der Vergangenheit zeigte sich ein niedriger Quality Score vor allem darin, dass ein hoher Minimum Bid festgesetzt wurde. Eine unattraktive Kombination aus Keyword und Werbung konnte nur dann geschaltet werden, wenn auch entsprechend viel geboten wurde. Wenn ein Werbetreibender dieser Aufforderung nicht nachkam, wurde das Keyword deaktiviert.
Dieses Verhalten hat Google geändert. Wer also ein teures Keyword wie "lebensversicherung" für 15 Cent einbucht und zudem eine unpassende Werbung einstellt, wird zukünftig zumindest keinen Minimum Bid mehr erhalten, der zur Deaktivierung des Keywords führt.
Das heißt natürlich nicht, dass die Werbung auch angezeigt wird. Die üblichen Regeln gelten weiterhin, so dass nach wie vor Werbungen mit hohem Quality Score in den Anzeigepositionen belohnt werden und dass man nach wie vor ein gewisses Gebot setzen muss, um auf der ersten Seite zu erscheinen. Die Höhe dieses Gebotes kommuniziert Google ab sofort im so genannten "First Page Bid", also das durchschnittliche Gebot, das man setzen muss, um noch auf der ersten Seite zu erscheinen.
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Abbildung
1: Anzeige des Quality Scores
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Diese Informationen kann man durch Klick auf die Lupe neben einem Keyword abrufen. Dort wird der Quality Score auf einer Skala von null bis zehn angezeigt. Durch den Klick auf "Details und Empfehlungen »" erhält man dann weitere Informationen und Empfehlungen, um den Quality Score eventuell zu verbessern (siehe Abbildung 1).
Diese Empfehlungen sind naturgemäß recht generisch und wenig hilfreich. Wer also einen niedrigen Quality Score erhält, sollte sich die üblichen Fragen stellen:
> Kommt der Suchbegriff in der Werbung vor?
> Lädt die Werbung zum Klicken ein?
> Wurden auszuschließende Keywords gesetzt, für die die Werbung nicht passt?
> Kommt der Suchbegriff in der Zielseite vor?
> Lädt die Zielseite schnell?
Aufteilung Such-Netzwerk
Eine weitere Neuigkeit betrifft die Traffic-Auswertungen. In den Kampagneneinstellungen kann gewählt, ob die Werbungen im Such-Netzwerk geschaltet werden sollen. Wenn diese Option ausgewählt ist, erscheinen die AdWords-Werbungen nicht nur neben den Google-Ergebnissen, sondern auch auf anderen Suchmaschinen und einigen Partner-Websites.
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Abbildung
2: Getrennte Traffic-Auswertungen
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Es war bislang aber nicht möglich, zu erfahren, wie sich der Traffic bei der Google-Suche vom Traffic im Such-Netzwerk unterscheidet. Auf der Kampagnen-Übersicht gibt es dafür jetzt eine neue Option, über die diese Daten abgerufen werden können. Nach der Auswahl einer Kampagne erhält man über das Dropdown "Statistiken" die Möglichkeit, die Daten wie gewünscht aufzuteilen. Je nach Option erhält man dann pro AdGroup weitere Zeilen, die die Daten enthalten (siehe Abbildung 2).
Neuer Report-Typ
Google AdWords hat einen neuen Report-Typ namens "Geografische Leistung" eingeführt. Über diesen können Werbetreibende Daten zur Performance einer Kampagne abrufen, die auf Länder, Bundesländer und Städte heruntergebrochen werden.
Interessant sind derartige Statistiken z.B. für Online-Shops, die erfahren möchten, ob es bestimmte Gebiete gibt, in denen besonders oft und viel verkauft wird - oder eben das Gegenteil. Leider erfordern die neuen Statistiken noch einiges an eigener Aufbereitung, weil die Daten eben nicht aggregiert werden, sondern für jeden Tag, jedes Land, jedes Bundesland und z.T. jede Stadt eine separate Zeile enthalten. Wer diese Daten also analysieren möchte, sollte diese in Excel (oder eine anderes Tabellenkalkulationsprogramm) übernehmen und dort die benötigten Daten zusammenstellen. Vielleicht bessert Google hier aber auch noch nach.
Coming Soon...
Zwei weitere Neuigkeiten sind z.T. bereits in den USA verfügbar, aber derzeit noch nicht in Deutschland: Zum einen hat Google anscheinend das Tool, das Vorschläge zum Budget macht, erweitert. Das neue grafische Tool zeigt direkt die geschätzten Auswirkungen des Budgets auf die Impressionen und Klicks.
Zum anderen ist der neue AdWords Display Ad Builder[1] ein interessantes Werkzeug, um mit wenig Aufwand animierte Werbungen für das Content-Netzwerk zu erstellen. Auch dieses Tool steht hoffentlich bald in Deutschland zur Verfügung und sollte vor allem die Anzahl der grafischen Werbungen im Content-Netzwerk steigern können.
Fazit
Google baut sein Werbesystem permanent aus, um sich immer besser auf Werbetreibende auszurichten. Das System wird dadurch natürlich auch immer komplexer und es wird immer schwieriger für Gelegenheitsnutzer, den Überblick über alle Möglichkeiten zu behalten. Für Profis sind die neuen Statistiken auf jeden Fall ein weiterer Baustein, um Kampagnen weiter gezielt optimieren zu können.
[1] http://www.google.de/adwords/displayadbuilder/
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Über
den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins suchradar
und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur
Bloofusion Germany.
Email: markus@suchradar.de
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