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Suchradar Q&A:
Ihre Fragen
"Solange es keine semantisch reagierenden Suchmaschinen gibt, frage ich mich, wie ich einem Freund helfen kann, der eine Site für Pocket PCs betreibt. Die Site ist schon alt und hat einen PR von 5. Allerdings hat er damals nicht gewusst, dass Besucher heuer eher den Begriff PDA benutzen, und nicht mehr "Pocket PC" oder abgekürzt "PPC". Was kann ich ihm raten? Wenn er bei allen Tests und Beiträgen ab jetzt eher den Begriff PDA benutzt, verliert er möglicherweise seinen guten PR."
Wenn Ihr Freund die Begrifflichkeit ändert, wird er zumindest seinen PageRank nicht verlieren. Der PageRank (in diesem Fall 5) ist einfach nur ein quantitatives Maß dafür, wie gut eine Website verlinkt ist. Selbst wenn er die gesamte Website thematisch ändert und die gesamte Struktur umwirft, würde sich am PageRank der Startseite nichts ändern.
Problematisch ist die Änderung der Begrifflichkeit an einem anderen Punkt: Suchmaschinen wie Google untersuchen nicht nur die Anzahl der Links und wie gut die verlinkenden Websites selber verlinkt sind. Es gibt auch thematische Analysen, d.h. es wird geprüft, welche Wörter auf den verlinkenden Websites verwendet werden.
Wenn Ihr Freund also eine Website namens "Pocket PC Doktor" hat und andere Websites mit dieser Bezeichnung auf seine Website verlinken, "verbindet" das seine Website mit dem Suchbegriff "Pocket PC". Eine derartige Verbindung ist immer dann gut, wenn diese thematische Verlinkung zu den Inhalten der Website passt.
Es gibt also keine pauschale Antwort auf die Frage, was bei einer Umbenennung passieren würde. Wenn Ihr Freund jeweils "Pocket PC" in "PDA" umbenennt wäre das nur dann schädlich, wenn er für Suchbegriff "pda" nicht gut verlinkt ist. Überprüfen kann man das im Übrigen über die Google Webmaster Tools ("Statistiken" > "Was Googlebot sieht"). Dort werden die Suchbegriffe angezeigt, die Google in externen Links findet.
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Abbildung
1: Auswertung "Was Googlebot sieht"
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Ein Beispiel eines Sprachreisen-Portals sieht man in Abbildung 1: Die von Google bereitgestellte Statistik zeigt an, welche Suchbegriffe auf der eigenen Website verwendet werden (linke Spalte) und welche in externen Links gefunden wurden (rechte Spalte). Idealerweise sollte man sicherstellen, dass beide Spalten eine hohe Überdeckung haben, da dann externe Verlinkung und die inhaltliche Ausrichtung zueinander passen.
Falls die externe Verlinkung und die Inhalte nicht zueinander passen - z.B. weil auf externen Seiten immer von "Pocket PC" die Rede ist und in den Inhalten "pda" verwendet wird - müssen theoretisch alle externen Links aktualisiert werden. Das allerdings funktioniert in der Praxis nicht immer.
"Für meine Web-Projekte hole ich mir Links von unterschiedlichen Seiten (in Bezug auf Alter der Domain, Stärke und Prominenz des Links etc.). Wie sollte Ihrer Meinung nach die ideale Link-Pyramide aussehen und wie schnell sollte diese wachsen?"
Es gibt zu diesem Punkt viele Theorien. Die sind aber eben leider nicht mehr als Theorien. Da hat jede Agentur ihre eigene Philosophie. Weit verbreitet ist der Grundsatz, dass es sich bei der Verlinkung wirklich um eine Pyramide handeln sollte, also dass es z.B. mehr Links mit PageRank 2 als mit PageRank 3 gibt. Insgesamt soll die Verlinkung organisch und natürlich aussehen, was Sie natürlich nicht tut, wenn nur Websites mit PageRank >4 auf die Website verlinken.
Bei Ihrer Frage schwingt vielleicht auch die Angst vor der Google Sandbox mit. Ob es diese wirklich gibt/gab oder ob diese nur ein Effekt eines anderen Algorithmus-Bestandteils ist/war, ist auch unter Optimierern nicht unstrittig. Die Google Sandbox ist demnach eine Art Korrekturfunktion, die die Suchmaschinen-Rankings einiger Websites dämpft. So soll eine Website innerhalb der ersten Monate nach dem Start von der Sandbox daran gehindert werden, für konkurrenzstarke Suchbegriffe hohe Suchmaschinen-Rankings zu erreichen. Auch wenn eine Website sprunghaft ihre Verlinkung verbessert, soll die Sandbox greifen und die Rankings der Website verringern.
Wie gesagt: Ob es die Sandbox gibt, ist nicht unumstritten. Insgesamt ist es auf jeden Fall ein guter Rat, die Verlinkung der Website kontinuierlich zu steigern und dabei nicht unbedingt harte Kriterien (PageRank > 4) für die Auswahl der verlinkenden Websites zu setzen.
Im Übrigen sind die PageRanks aller verlinkenden Websites in Bewegung. Manche Websites verbessern Ihren PageRank, manche verringern ihn. Selbst man also beim Aufbau der Pyramide alles richtig macht, kann es durchaus passieren, dass die perfekte Pyramide nach einigen PageRank-Updates keine mehr ist.
Ein weiteres Problem einer Pyramiden-Struktur ist übrigens auch die Tatsache, dass Google die nach außen sichtbaren PageRanks nur gelegentlich aktualisiert, intern aber mit aktuelleren/anderen Daten rechnet. Selbst wenn man also beim Aufbau eine perfekte Pyramide hinbekommen würde, würde Google auf Basis seiner internen Daten nicht unbedingt dieselbe Verteilung des PageRanks sehen.
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Über
den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins suchradar
und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur
Bloofusion Germany.
Email: markus@suchradar.de
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