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Link-Analysen:
Mit dem richtigen Werkzeug gelingt's
Die Ranking-Algorithmen der meisten Suchmaschinen hängen nicht unwesentlich von der Verlinkung der eigenen Website und der Konkurrenten ab. Wie gut eine Website allerdings verlinkt ist, ist auf den ersten Blick schwer zu beurteilen. Zwar kann man die Verlinkung bei Suchmaschinen mit Kommandos wie "link:www.domain.de" (Google) bzw. "link:http://www.domain.de -site:www.domain.de" (Yahoo) abfragen, aber diese Zahlen sind nicht aussagekräftig. Google zeigt nur eine sehr kleine Auswahl an Links an, während Yahoo auch Links sind sehr vielen unwichtigen Websites ausgibt.
Häufig kommen daher Tools zum Einsatz, die die Verlinkung einer Website analysieren und in Form eines übersichtlichen Reports zusammenfassen, z.B. der Backlink-Check auf InternetBaron.de [1], Link Diagnosis [2] und der Domain Popularity Check von Linkvendor.com [3].
Reports unter der Lupe
Diese Reports kann man dann nutzen, um z.B. Konkurrenzsituationen abzuschätzen: Wenn ein Unternehmen einen neuen Online-Shop in einem bestimmten Marktsegment eröffnen möchte, sollten zunächst alle relevanten Konkurrenten überprüft werden. Wenn der am stärksten verlinkte Konkurrent über Links von ca. 200 anderen Websites verfügt, ist das eine ungefähre Hausnummer für die Verlinkung, die die eigene Website benötigt.
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Abbildung
1: Internetbaron.de
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So zeigt die Zusammenfassung von Internetbaron.de an, wie viele verschiedene Domains und wie viele verschiedene IPs auf die untersuchte Website verlinken (siehe Abbildung 1). Die Auswertung von Link Diagnosis (siehe Abbildung 2) zeigt weitere interessante Fakten, z.B. wie hoch der Anteil der nofollow-Links ist (Links, die von Suchmaschinen ignoriert werden).
Alle Tools versuchen auch, die Verteilung der PageRanks zu errechnen. Dabei sieht man zunächst, dass Internetbaron.de und Link Diagnoses auf unterschiedliche Verteilungen kommen. Laut Internetbaron.de verfügt die Website www.suchradar.de über 220 Links von Seiten mit einem PageRank 0 und nur über zwei Links von Seiten mit einem PageRank 3. Link Diagnosis zeigt ein etwas anderes Bild: Demnach verfügt die Website sogar über zwei Links von Websites mit einem PageRank 6.
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Abbildung
2: Link Diagnosis
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Da die Tools unterschiedlich arbeiten und vielleicht sogar auf unterschiedliche Link-Daten zurückgreifen, ist es insgesamt ratsam, durchgängig nur ein Tool zur Analyse zu benutzen, damit die Ergebnisse untereinander stimmig sind.
PageRank
Das grundsätzliche Problem dieser Reports liegt in der Analyse der PageRank-Werte: Ein Report wie der in Abbildung 1 könnte nahelegen, dass nur gänzlich unwichtige Websites auf www.suchradar.de verlinken. Der Grund für die vielen Links von Seiten mit PageRank 0 liegt aber darin, dass häufig Unterseiten verlinken, denen noch kein PageRank zugewiesen wurde. Dass Suchmaschinen wie Google diesen Links trotzdem Bedeutung beimessen, zeigt sich am PageRank 5 der Website www.suchradar.de.
Dieses Problem kann derzeit kaum gelöst werden: Die PageRank-Werte, die bei Google abgefragt werden können, werden viel zu selten aktualisiert. Prinzipiell könnte man für derartige Reports natürlich auch den PageRank der jeweiligen Startseite anzeigen, aber auch das wäre wenig aussagekräftig, da prinzipiell wichtig ist, in welcher Seitentiefe sich die verlinkende Seite befindet.
Einen weiteren Aspekt vernachlässigen die Reports auch. Für Suchmaschinen ist nicht nur die schiere Anzahl an Links wichtig, sondern auch die thematische Nähe. Ein Link von einer thematisch passenden Website ist also anders zu bewerten, als ein Link von einem allgemeinen Web-Verzeichnis.
Fazit
Die Link-Analyse-Tools sind definitiv hilfreich, um eine oberflächliche Einschätzung einer Konkurrenzsituation zu erhalten. Nutzer dieser Tools müssen aber wissen, dass die Aussagekraft der Reports eingeschränkt ist. Auch ist wichtig, dass unterschiedliche Tools zum Teil signifikant unterschiedliche Werte liefern. Website-Betreiber sollten sich daher für ein Tool entscheiden, das ihren eigenen Ansprüchen genügt.
[1] http://www.internetbaron.de/backlink-checker-link-check.html
[2] http://www.linkdiagnosis.com/
[3] http://www.linkvendor.com/seo-tools/domain-popularity.html
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Über
den Autor
Markus Hövener ist Chefredakteur des Magazins suchradar
und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur
Bloofusion Germany.
Email: markus@suchradar.de
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