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Index zweiter Klasse?
Klärendes zum Supplemental Index

 

suchradar Ausgabe 5
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In den letzten Tagen und Wochen kamen vermehrt Fragen zu "Supplemental Results" auf - Grund genug, sich dieser Problematik zu widmen.

Vereinfacht ausgedrückt verfügt Google über zwei große Datenbanken, in denen die Google-Crawler ihre gefundenen Seiten ablegen: den "normalen" Index und den "Supplemental Index". Diese beiden Datenbanken scheinen getrennt voneinander zu agieren. Der einzige Unterschied besteht laut Google darin, dass die Anforderungen für eine Aufnahme in den normalen Index höher sind als für den "Supplemental Index".

Eine Website, die über viele qualitativ hochwertige Links und interessante Inhalte verfügt, wird also auf Grund dieser Qualitätskriterien eher in den normalen Index als in den "Supplemental Index" aufgenommen. Streng genommen bezieht sich dieses Verhalten aber nicht auf eine gesamte Website, sondern auf einzelne Seiten. So kann es durchaus vorkommen, dass sich ein Teil einer Website im normalen Index und ein anderer Teil im "Supplemental Index" befindet.

Google legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei einer Aufnahme in den "Supplemental Index" nicht um eine Strafmaßnahme handelt. Wenn man sich die Inhalte des "Supplemental Index" anschaut, wird man häufig die folgenden Gründe ausmachen können, warum eine Seite dort abgelegt ist:

  1. Die Website an sich hat keine oder nur wenige qualitativ hochwertige Links.
  2. Die jeweilige Seite hat keine oder qualitativ nicht relevante Inhalte (z.B. eine Seite, die nur ein Bild sowie zwei Links "vorheriges Bild" und "nächstes Bild" beinhaltet).
  3. Die Seite setzt auf dynamische URLs mit vielen Parametern; es scheint so, dass Seiten mit vielen Parameter (z.B. /index.php?parameter1=x&parameter2=y&parameter3=z&parameter4=1) selten im normalen Index landen.

Google kommuniziert auch klar, dass es keine Möglichkeit gibt, zu beeinflussen, welche Seiten in welchem Index landen. Selbst über die Google Webmaster Tools, die einen tiefen Einblick in den Google-Mechanismus erlauben, kann man hier keinen Einfluss nehmen.

Die Einbindung

Als "Supplemental Results" werden Suchergebnisse bezeichnet, die aus dem "Supplemental Index" bedient werden. In der Praxis erkennt man das an der Markierung "Zusätzliches Ergebnis (letzte Zeile):

Die Google-Suchergebnisse sind also stets eine Mischung aus den beiden Datenbanken. Bei populären Suchbegriffen wird man unter den ersten tausend Suchergebnissen wohl keine "Supplemental Results" finden können; bei spezielleren Suchanfragen kann es durchaus passieren, dass man solche Resultate sieht.

Überprüfen

Zurzeit kann man nur mit einem Trick überprüfen, ob Seiten der eigenen Website im "Supplemental Index" zu finden sind. Über die Suchanfrage

site:www.domain.de -www

erhält man alle Seiten, die Google zur jeweiligen Domain im "Supplemental Index" speichert..

Bei verschiedenen Experimenten fällt schnell auf, dass die beiden Datenbanken nicht getrennt sind. Viele Seiten, die im "Supplemental Index" zu finden sind, tauchen auch im normalen Index auf, so dass die Abfrage der Google-Datenbank relativ wenig Aussagekraft hat. Im Prinzip müsste man jede Seite einer Website separat überprüfen, um zu erfahren, welche Seiten sich nur im "Supplemental Index", aber nicht im normalen Index befinden.

Das Heilmittel

Auf die Frage, wie man denn nun dafür sorge, dass Seiten im normalen Index landen, hatte Adam Lasnik von Google in einem Posting leider nur eine einfache Antwort parat:

"Get more quality backlinks. This is a key way that our algorithms will view your pages as more valuable to retain in our main index."

Die Lösung, für mehr qualitativ hochwertige Links zu sorgen, ist dann aber doch etwas zu simpel. Denn es kann trotz guter Verlinkung vorkommen, dass einzelne Seiten im "Supplemental Index" landen. Häufig sind das aber nicht relevante Seiten einer Site, so dass es nicht schlimm ist, dass diese im "Supplemental Index" landen. Kritisch wird es nur dann, wenn die gesamte Website im "Supplemental Index" zu finden ist.

Fazit

Der "Supplemental Index" ist durchaus nicht die Hölle, als die er vielerorts angesehen wird und aus dem es kein Entrinnen gibt. Bei genauer Betrachtung finden sich (fast) immer Gründe, warum eine Site oder Teile einer Site dort abgelegt wurden. Eine Analyse der jeweiligen Seiten ist also nötig, um eine Diagnose zu stellen und eine entsprechende Therapie einzulieten.

 

Über den Autor

ist Chefredakteur des Magazins suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion Germany.

Email: markus@suchradar.de

 

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