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Die schwarzen und die weißen Schafe...

 

suchradar Ausgabe 5
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In einem Forum ging es vor einigen Wochen um eine ganz interessant Frage: Wer ist eigentlich Schuld, wenn ein Unternehmen an eine unseriöse SEO-Agentur gerät? Der Kunde oder die Agentur? Die ganz einfache Antwort: Die Agentur. Wenn diese die Leistung nicht anbieten würde, würde sie auch keiner kaufen.

Die Wahrheit ist dann doch etwas komplexer. Denn SEO-Agenturen unterscheiden sich in einem konkreten Punkt von klassischen Werbeagenturen. Der Kunde weiß, was sich hinter Leistungen wie Logo-Design oder dem Erstellen einer Image-Broschüre verbirgt. Auch wenn ein Kunde also nicht direkt die Arbeit einer Agentur versteht, so kann er doch das Endprodukt einschätzen: Gefällt die Broschüre oder nicht?

Bei Suchmaschinen-Optimierung ist das anders. Der Kunde versteht in der Regel nicht, welche Konzepte nötig sind, um ein gutes Suchmaschinen-Ranking zu erzielen - und häufig ist es ihm vielleicht auch egal. Die Arbeit einer SEO-Agentur ist also wesentlich nebulöser. Außerdem kann man wohl kaum von einer unseriösen Agentur erwarten, dass sie in großen Lettern auf ihrer Website verkündet, dass sie mit unseriösen Methoden arbeitet. Das schwarze Schaf ist nur selten an seiner Farbe zu erkennen.

Zynisch gedacht bieten unseriöse Agenturen den Kunden also nur das, was sie wollen. Wer erwartet, für einen kleinen dreistelligen Betrag im Monat für einen konkurrenzstarken Suchbegriff ganz nach vorne zu kommen, hat unrealistische Vorstellungen. Und leider wird genau das von einigen Anbietern ausgenutzt.

Den Hebel haben also die Unternehmen selber in der Hand. Sie müssen sich über einen Anbieter erkundigen und sich nicht durch intelligente Verkaufstaktiken zur schnellen Unterschrift locken lassen. Sie müssen mit anderen Kunden des Anbieters reden und die jeweiligen Referenzen durch Eingabe der jeweiligen Suchbegriffe überprüfen. Und vor allem sollten Unternehmen sich vertraglich zusichern lassen, dass nur seriöse Taktiken zum Einsatz kommen, die nicht gegen Suchmaschinen-Richtlinien verstoßen - und entsprechende Strafen festlegen.

Und dann müssen wir in der Zukunft solche Debatten auch gar nicht mehr führen.

 

Über den Autor

ist Chefredakteur des Magazins suchradar und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion Germany.

Email: markus@suchradar.de

 

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