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4 > Duplicate Content
Doppelt gemoppelt hält besser? Klärende
Worte zum Thema "Duplicate Content"
In
den letzten Wochen und Monaten scheint das Thema, wie Google mit "Duplicate
Content" umgeht, in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Warum dieses
Thema eine so hohe Popularität erreicht hat, ist schwer zu sagen - zumindest
scheint es keinen Präzedenzfall zu geben, in dem ein bekanntes Unternehmen
wegen "Duplicate Content" abgestraft wurde (so wie es einst BMW traf,
als diese auf ihrer Website unseriöse Optimierungsmethoden einsetzten und
deswegen aus dem Google-Index entfernt wurden). Auch Google hat dieses Thema
aufgegriffen. So hat Adam Lasnik im "Official Google Webmaster Central Blog"
einen konstruktiven Beitrag beigesteuert, der viele offene Fragen geklärt
hat. Duplicate ContentZunächst aber stellt sich die Frage:
Was genau ist eigentlich "Duplicate Content"? Die Definition ist relativ
schwammig. Es geht dabei um Inhalte, die mehrfach vorzufinden sind: entweder identisch
oder ähnlich, auf der eigenen Site oder auf fremden Sites. Ein klassisches
Beispiel für "Duplicate Content" ist die Syndizierung von Artikeln.
Viele Autoren stellen Ihre Artikel mehreren Online-Medien zur Verfügung,
so dass es Seiten auf verschiedenen Websites gibt, die denselben Artikel zeigen.
Die jeweiligen Seiten unterscheiden sich nur durch das Layout und eventuelle marginale
Textänderungen. Es geht aber auch um andere Situationen. So kann es
passieren, dass auf einer Website ein Artikel zweimal vorkommt: in der normalen
Web-Version und in der Print-Version. Wenn beide Seiten vom Google-Spider erfasst
werden können, befindet sich ein Artikel zweimal im Index. Die Frage,
wann eine Seite "duplicate" ist, ist nicht einfach zu beantworten. Laut
Google gibt es zumindest keinen Prozentsatz, der als Kriterium dienen kann (X%
der Wörter zweier Seiten sind identisch). Auch weist Google darauf hin, dass
"duplicate" nicht unbedingt semantisch gemeint ist: Ein Artikel, der
in mehreren Sprachen vorliegt, wird nicht als Dublette erkannt. Gut oder
böse?Der Grund, warum Google sich um solche Effekte kümmert,
ist der, dass Google sicher stellen möchte, zu einer Suchanfrage möglichst
viele verschiedene Sichtweisen zu liefern. Wenn die Suchergebnisse aber nicht
gegen Dubletten abgesichert werden, könnte es passieren, dass die ersten
zehn Suchergebnisse denselben Artikel (auf verschiedenen Websites) anzeigen. Die
Syndizierung von Artikeln ist dabei aber noch ein Positivbeispiel. Es gibt einige
Suchmaschinen-Optimierer, die Google austricksen möchten, indem sie Websites
erstellen, die über keinen selbst erstellten Content verfügen; im Gegenteil
wird versucht, bestehende Inhalte zu kopieren oder minimal abzuändern. KonsequenzDas
Thema "Duplicate Content" hat daher zwei Facetten: die vorsätzliche
Erstellung von Dubletten zur Verbesserung der Suchmaschinen-Rankings und das versehentliche
mehrfache Anbieten derselben Inhalte. Gegen die erste Variante geht Google
manuell vor und bestraft die in Frage kommenden Websites manuell durch Ausschluss
aus dem Suchmaschinen-Index. Adam Lasnik stellt dabei aber nochmal klar, dass
man diesen Ausschluss wohl kaum herbeiführen kann, wenn man nicht versucht
hat, Google in die Irre zu führen. Die zweite Variante beruht darauf,
dass Google die Suchergebnisse filtert, bevor sie angezeigt werden. Es geht hier
also nicht um das Entfernen aus dem Suchmaschinen-Index oder eine Abstrafung,
sondern nur um ein Ausfiltern der angezeigten Ergebnisse: Die Dubletten werden
algorithmisch aus der Ergebnisliste herausgenommen, bleiben aber dennoch im Suchmaschinen-Index
und können so für andere Suchanfragen gefunden werden. GegenmaßnahmenGoogle
zeigt auch einige Gegenmaßnahmen auf, die Webmaster ergreifen sollten, um
negative Effekte gezielt auszuschließen: - Doppelte Seiten
auf derselben Site (z.B. Web- und Print-Version) sollten entsprechend geblockt
werden. Die Print-Version könnte z.B. per robots.txt-Datei gezielt für
Suchmaschinen gesperrt werden.
- Idealerweise sollten syndizierte Artikel
immer auf den Original-Artikel zurückverlinken.
Die vollständige
Liste der Vorschläge finden Sie im Blog-Beitrag von Adam Lasnik (Link am
Ende dieses Artikels) - ein weiteres Beispiel dafür, wie offensiv Google
mittlerweile mit Themen umgeht, die vielen Webmastern unter den Nägeln brennen. Zusammenfassend
kann man also vor allem sagen, dass "Duplicate Content" in der Regel
kein Problem ist - solange man einige Grundregeln beachtet und Inhalte nicht absichtlich
mehrfach verwendet. "Deftly dealing with duplicate content",
Adam Lasnik > http://googlewebmastercentral.blogspot.com/2006/12/deftly-dealing-with-duplicate-content.html  | Über
den AutorMarkus Hövener ist Chefredakteur des Magazins suchradar
und geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur
Bloofusion Germany. Email: markus@suchradar.de | |
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